Auch auf Außenveranstaltungen wie Weihnachtsmärkten könnten Masken verpflichtend werden, wenn die Corona-Zahlen hochschnellen.
Auch auf Außenveranstaltungen wie Weihnachtsmärkten könnten Masken verpflichtend werden, wenn die Corona-Zahlen hochschnellen. imago

Humor haben sie im Gesundheitsministerium: Ein von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) veröffentlichter Entwurf zum neuen Infektionsschutzgesetz vergleicht die Corona-Situation im Herbst und Winter mit einer Autofahrt bei Wind und Wetter: Winterreifen, weiß jeder Autofahrer, zieht man im Oktober auf und behält sie bis zur Osterzeit auf den Felgen, gegebenenfalls auch länger.

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„Winterreifen“-Zeit: Maskenpflicht in Innenräumen, Restaurantbesuch mit Corona-Test, aber kein Lockdown

Für diese „Winterreifen“-Zeit, heißt es dort, sollen wieder feste Corona-Regeln gelten. So müssen dem Entwurf zufolge dann in Innenräumen wieder grundsätzlich FFP2-Masken getragen werden.

Die Bundesländer sollen aber festlegen können, unter welchen Voraussetzungen Ausnahmen in Restaurants, Bars oder Bildungseinrichtungen gelten sollen. In Schulen würde weiter getestet, ein Test könnte auch Voraussetzung für den Restaurantbesuch werden – es sei denn, man ist frisch geimpft oder genesen. Ein Lockdown ist überhaupt nicht vorgesehen, auch nicht für Teile der Bevölkerung, also Ungeimpfte.

Als Sinnbild einer verschärfen Corona-Situation verwendet Lauterbach das Bild der „Schneeketten“: Die ziehen Autofahrer in der Regel auf unwegsamen, verschneiten Straßen im Gebirge über die Reifen. Ohne Schneeketten würde man liegenbleiben und womöglich in Gefahr geraten.

„Schneeketten“-Zeit: Corona-Maßnahmen ohne Ausnahme für Corona-Geimpfte möglich

In einem solchen Fall, wenn die Corona-Zahlen überhand nehmen und die Intensivstationen sich wieder mit schwerstkranken Covid-Patienten füllen, können Länder für alle geltende Corona-Maßnahmen ohne jede Ausnahme beschließen, so Abstandsgebote, Maskenpflicht und eine Personenzahlbeschränkung für Veranstaltungen im Innenbereich.

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Bemerkenswert: Eine Personenobergrenze für den normalen Gastro-Bereich würde es dem Entwurf zufolge auch dann nicht geben. Für Außenveranstaltungen wie Weihnachtsmärkte könnten Länder Abstandregeln und Maskenpflicht verfügen. Bundesweite Regelungen werden aber nicht mehr verfolgt.