Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne): Inzidenz wird bei der Bewertung der Pandemie „unwichtiger werden“. dpa/Carsten Koall

Die Isolationsfrist für Menschen mit einer Corona-Infektion in Berlin wird verkürzt. Geplant ist, dass Infizierte sich nur noch fünf Tage isolieren müssen, wie Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) am Montag im zuständigen Ausschuss des Abgeordnetenhauses sagte. Das soll aber nur gelten, wenn sie 48 Stunden symptomfrei sind. Sind sie das nach fünf Tagen nicht, müssen sie entsprechend länger in Isolation bleiben. Bisher sind nach einer Corona-Infektion auf Basis verschiedener Kriterien sieben bis zehn Tage Isolierung vorgeschrieben.

Die neue Linie wird nach den Worten Gotes Ende April / Anfang Mai in allen Bundesländern umgesetzt. Der Berliner Senat wolle sich am Dienstag damit befassen und die Corona-Basisschutzverordnung ändern.

Inzidenz wird bei der Bewertung der Pandemie „unwichtiger werden“

Die Senatorin sieht darin einen weiteren Schritt zu einer Normalisierung im Umgang mit Corona. Dazu zähle auch das Vorhaben, das Monitoring zu verändern. Künftig werde die Inzidenz – also die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – bei der Bewertung der Pandemie „zunehmend unwichtiger werden“. Das liege auch daran, dass ohnehin schon längst nicht mehr alle Infektionen in der Bevölkerung erfasst würden, weil weniger getestet werde als früher.

Künftig werden Gote zufolge andere Instrumente eingesetzt, um einen Überblick über das Infektionsgeschehen zu erhalten. „Das funktioniert dann mit Stichproben, so wie man das auch bei der Influenza macht.“