Fluggast mit Maske. Die zuständigen EU-Behörden haben damit begonnen, ihre Corona-Maßnahmen für den Luftverkehr zu lockern. dpa/Andreas Arnold

Aus für die grundsätzliche Maskenpflicht in Flugzeugen. Die Passagiere dürften erleichtert sein, dass die EU-Behörden ihre Empfehlungen zum Corona-Schutz im Luftverkehr aufweichen. Ab diesem Montag fällt eine generelle Empfehlung zum verpflichtenden Tragen medizinischer Masken in Flughäfen und Flugzeugen weg, wie die Europäische Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC am Mittwoch mitteilten.

Wenn am Abflugort oder am Ziel allerdings eine staatliche Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies laut Empfehlung aber weiterhin auch an Bord der Maschinen gelten. In Deutschland bleibt es vorerst bei der generellen Maskenpflicht im Flugzeug. Die Luftfahrtbranche forderte aber jetzt ihre Abschaffung.

Maskenpflicht entfällt nicht automatisch

Die EU-Empfehlung an die 27 Mitgliedsländer bedeutet nicht den automatischen Wegfall der Flugverkehr-Maskenpflicht in ganz Europa. Sie besteht vielmehr weiterhin dort, wo die nationalen Corona-Regeln das Tragen der Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln vorsehen. Das ist etwa in Deutschland der Fall.

Der Internationale Luftfahrtverband Iata begrüßte die neuen Leitlinien der EU-Behörden. Die Empfehlungen würden die Notwendigkeit anerkennen, „von einer Notfallsituation zu einem nachhaltigeren Umgang mit Corona überzugehen“.

Die EU-Behörden sprachen ihre Empfehlung angesichts einer gestiegenen Impfrate in den Mitgliedsländern aus. Die Infektionsrate und die Zahl der an einer Corona-Infektion sterbenden Menschen seien in der EU weiterhin hoch, warnten die EASA und die ECDC.