Die Corona-Inzidenzen steigen bundesweit weiter - in Berlin gelten die Corona-Maßnahmen auch deshalb noch bis zum 31. März. imago/Christian Ohde

Am Sonntag sollte eigentlich der „Freedom Day“ gefeiert werden, der Tag der Corona-Lockerungen – doch dem Coronavirus scheint das leider ziemlich egal zu sein. Denn: Die bundesweite Corona-Inzidenz steigt wieder! Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1714,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1708,7 gelegen.

Corona-Inzidenz: So hoch lagen die Zahlen am Montagmorgen

Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1543,0 (Vormonat: 1346,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 92 314 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 92 378 Ansteckungen.

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Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 19 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 18 772 331 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 7,81 an (Donnerstag: 7,58). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht mitgeteilt.

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Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 14 680 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 126 929.

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In Berlin gelten die Corona-Maßnahmen übrigens noch bis zum 31. März. Darauf hat sich der Senat bereits am Dienstag verständigt, wie die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey mitteilte. Grundsätzlich hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass alle tiefgreifenderen Corona-Maßnahmen zum 20. März wegfallen sollten. Giffey begründete die Verlängerung der Einschränkungen mit der aktuellen Pandemie-Lage. „Wir sind im Moment noch von einem Freedom-Day, wie es immer so schön heißt, entfernt.“