Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 25 Millionen nachgewiesene Infektionen mit Covid-19. dpa/Daniel Löb

Die Pandemie ist in der Hauptstadt anscheinend weiter auf dem Rückzug. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) stagniert die Corona-Inzidenz in Berlin. Am Mittwoch lag der Wert der Neuinfektionen auf 100.000 Menschen in sieben Tagen erneut bei knapp 458, ebenso wie am Vortag. Bundesweit liegt die Inzidenz für Neuinfektionen etwas darüber und beträgt laut RKI 592.

4100 neue Corona-Infektionen wurden in der City registriert. Die Gesamtzahl für Berlin lag damit bei rund 1.007 000. 6 neue Todesfälle kamen dazu, damit wurden bislang 4495 Tote im Zusammenhang mit Corona-Infektionen gezählt.

Bundesweit bisher über 25 Millionen Corona-Fälle erfasst

Daneben sind dem Robert Koch-Institut seit Pandemiebeginn über 25 Millionen Infektionen mit Sars-CoV-2  gemeldet worden.

Überraschend ist, dass noch vor etwa einem halben Jahr die Zahl der seit Pandemiebeginn erfassten Corona-Infektionen in Deutschland bei weniger als fünf Millionen lag. Aber dann kam Omikron und die Zahl der täglich gemeldeten Ansteckungen schnellte gewaltig in die Höhe. Nun wurde die Marke von 25 Millionen offiziell registrierter Fälle überschritten – die Dunkelziffer dürfte aber sehr hoch sein.

Fachleute gehen von einer sehr hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus, etwa weil auf einen positiven Schnelltest nicht immer ein PCR-Test folgt. Und nur diese PCR-Tests werden beim RKI erfasst.

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Eine kürzlich veröffentlichte RKI-Schätzung legt nahe, dass nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung hierzulande bis Ende März weder gegen Corona geimpft noch mit dem Virus in Kontakt gekommen waren.

Experten gehen deshalb davon aus, dass die Zahl der Fälle tatsächlich bereits 50 Millionen oder mehr betragen könnte.

„Entsprechend ist realistisch davon auszugehen, dass mindestens die Hälfte der Bevölkerung schon einmal infiziert war, und sich die Immunität der Bevölkerung aus Impfung und durchgemachten Covid-19-Erkrankungen zusammensetzt“, meint der Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen. Eine Grundimmunität sei vermutlich bei über 90 Prozent der Menschen vorhanden, mit Schwankungen bei Alter und Region.

Brandenburg verkürzt Isolation auf fünf Tage

Mit dem Abklingen der Pandemie hat nach Berlin auch Brandenburg angekündigt, die Isolation nach einem positiven Corona-Test auf fünf Tage zu verringern. Ein abschließendes Freitesten ist dann auch nicht mehr nötig, Voraussetzung dafür ist aber eine 48-stündige Symptomfreiheit.

Bestünden am fünften Tag noch Symptome, verlängere sich die Isolation, bis zwei Tage Symptomfreiheit erreicht seien – im längsten Fall aber auf zehn Tage, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Zusätzlich entfällt künftig die Quarantäne für Kontaktpersonen vollständig, obwohl ihnen ebenfalls empfohlen wird, sich selbst zu testen.