Diverse Erkältungsmittel liegen auf einem Tisch. Viele Menschen sind erkältet, doch Corona spielt nur eine Nebenrolle.
Diverse Erkältungsmittel liegen auf einem Tisch. Viele Menschen sind erkältet, doch Corona spielt nur eine Nebenrolle. dpa/Prautsch

Nach zwei Pandemie-Wintern spielt das Coronavirus in der aktuellen kühlen Jahreszeit nur noch eine Nebenrolle. Andere Erreger haben Covid verdrängt und setzen Millionen Deutsche vorübergehend außer Gefecht.

Corona-Inzidenz steigt, doch weitaus mehr Menschen erkranken an anderen Erkältungserregern

Von Lockdown und verschärften Corona-Maßnahmen ist nirgendwo die Rede, obwohl derzeit Millionen Menschen erkrankt sind, Tausende auch an Corona, doch weitaus mehr Menschen an anderen Erkältungskrankheiten.

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Die bundesweite Corona-Inzidenz ist in der vergangenen Woche erneut leicht gestiegen. Der Wert nahm in der Woche bis zum 18. Dezember um elf Prozent gegenüber der Vorwoche zu, wie aus dem Covid-19-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagabend hervorgeht. Bereits in den beiden Wochen davor hatte die Inzidenz leicht zugelegt.

Nur in fünf Prozent der untersuchten Proben fand sich das Coronavirus

Insgesamt liege die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen weiterhin über dem Niveau der Vorjahre, sei aber im Vergleich zur Vorwoche gesunken. Die meisten Atemwegsinfekte, die zu einem Arztbesuch führten, wurden zuletzt von Influenzaviren (55 Prozent) und von Humanen Respiratorischen Synzytial-Viren (RSV, 15 Prozent) ausgelöst. Das Coronavirus fanden Experten nur in 5 Prozent der entsprechend untersuchten Proben, schreibt das RKI. Die Zahl der Covid-Erkrankungen steige aktuell in der Gruppe der älteren Erwachsene an, Kinder und jüngere Erwachsene seien vor allem von Influenza- und RSV-Infektionen betroffen.

Das RKI verweist in seinem aktuellen Bericht auf eine Zunahme von bakteriellen Infektionen der Atemwege, die die sehr starke Zirkulation der respiratorischen Viren begleiteten. „Die Zahl von Gruppe-A-Streptokokken-Infektionen und Pneumokokken-Infektionen wird voraussichtlich weiter zunehmen“, heißt es im Wochenbericht. „Dies stellt eine zusätzliche Herausforderung für das Gesundheitssystem dar.“