Eine polnische Nationalflagge weht auf einer wenig befahrenen Straße im Wind vor der Warschauer Skyline. Foto: dpa/PAP/Leszek Szymanski

Einem Bericht des RBB zufolge steht Polen wegen hoher Corona-Infektionszahlen kurz davor, zu einem Hochrisikogebiet erklärt zu werden. Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) soll aufgrund von Signalen aus dem Auswärtigen Amt auch schon einen möglichen Termin genannt haben. Demnach könnten die Behörden Polen in der Nacht zum Sonntag zum Hochrisikogebiet erklären.

Berufspendler sollen dann die Möglichkeit haben, sich an den Grenzübergängen testen zu lassen. Dafür müssten jedoch erst noch die Kapazitäten geschaffen werden, hieß es. Darüber wolle am Mittwoch eine Arbeitsgruppe in Brandenburg beraten. Ein deutsch-polnischer Dienstleister sei bereits mit dem Aufbau von Testcontainern beauftragt worden. Familien sollen sich trotz der verschärften Grenzkontrollen weiter treffen können. Sie müssten dann entsprechende Negativ-Tests vorzeigen.

Polen geht ab Sonnabend in den Lockdown

Gegenüber dem RBB erklärte Stübgen, dass deutsche Unternehmen insbesondere im Gesundheitsbereich auf polnische Arbeitnehmer angewiesen seien. Der Austausch zwischen den Ländern solle „möglichst auf dem gleichen Level belassen werden, wie es jetzt ist“, so der CDU-Politiker. Ungeklärt sei bisher, ob Menschen, die gegen Corona geimpft sind, die Grenze unproblematisch überqueren können.

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Wie die polnische Zeitung Polska Newsweek berichtete, geht Polen am kommenden Sonnabend in den Lockdown. Die Inzidenz liegt bei 319 Infektionen auf 100.000 Einwohner – und ist damit dreimal höher als in Deutschland.