Die griechische Verkehrspolizei kennt bei Kontrollen der öffentlichen Verkehrsmittel und Taxis in Athen kein Pardon.  Foto: imago images/ANE Edition

Die Auswüchse der Corona-Maßnahmen hat am Freitag ein griechisches Ehepaar zu spüren bekommen, das mit dem Taxi zum Flughafen fahren wollte. Bei einer der zahlreichen Straßenkontrollen im Rahmen des griechischen Lockdowns wurden die Athener Eheleute mit je 300 Euro Strafe belegt, weil pro Taxi nur ein Kunde erlaubt ist. Auch dem Taxifahrer wurden 300 Euro aufgebrummt. Dem Sender Antenna gegenüber zeigte sich der Ehemann fassungslos: „Wo ist da die Logik? Das ist doch meine Frau, mit der ich rund um die Uhr zusammen bin! Sollen wir zwei verschiedene Taxis nehmen?“

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Ja, lautet die Antwort. Während des griechischen Lockdowns gibt es für Taxi-Fahrten mit mehreren Personen nur zwei Ausnahmen: Wenn ein Elternteil mit minderjährigen Kindern unterwegs ist oder wenn jemand ins Krankenhaus muss und der Arzt dafür eine Begleitperson verordnet.

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In Griechenland gilt seit Anfang November ein harter Lockdown, der jüngst um eine Woche bis zum 14. Dezember verlängert wurde. Geschäfte sind bis auf Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen geschlossen. Die Bürger dürfen nur aus bestimmten Gründen auf die Straße, etwa um zum Arzt, einkaufen oder arbeiten zu gehen. Zuvor müssen sie den Zivilschutz per SMS benachrichtigen. Generell dürfen nach 21 Uhr nur noch Menschen unterwegs sein, die in Spät- oder Nachtschicht arbeiten, sowie Hundebesitzer.