Blutentnahmeröhrchen mit der Aufschrift Covid-19 und einer Spritze (Symbolfoto). Foto:  imago images
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Der Berliner Senat betreibt unter (030)-9028-2828 zwischen 8 und 20 Uhr eine Hotline für Bürger, die den Verdacht haben, sie könnten infiziert sein. Alternativ können Sie auch die Nummer des Patientenservice anrufen 116117. Bei beiden Nummern ist mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Schutz gegen Corona- und andere Viren

Hände waschen: Eine wichtige Maßnahme, um Virusinfektionen zu vermeiden, ist es, die Hände regelmäßig und gründlich mit Seife zu waschen. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden. In öffentlichen Toiletten ist es ratsam, den Wasserhahn mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen zu schließen.

Hygiene: Mit ungewaschenen Händen sollte man sich nicht an Mund, Augen oder Nase fassen. Wer krank ist, sollte Abstand zu anderen halten, sich zu Hause auskurieren und enge Körperkontakte zu seinen Mitmenschen vermeiden. Geschlossene Räume sollten mehrmals täglich für einige Minuten gelüftet werden.

Husten und Niesen: Dabei wird geraten, Abstand von anderen zu halten und sich wegzudrehen. Am besten ist es, ein Taschentuch zu benutzen oder sich die Armbeuge vor Mund und Nase halten.

+++ 18. Januar +++

RKI: Mehr als 6000 Menschen zweifach gegen Covid-19 geimpft

Rund drei Wochen nach dem Covid-19-Impfstart in Deutschland haben mindestens 6581 Menschen die nötige zweite Dosis erhalten. Das geht aus am Montag veröffentlichten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor, die auf den Meldungen der Länder basieren (Stand: 11.00 Uhr). Die erste Dosis haben demnach bislang insgesamt rund 1,1 Millionen Menschen gespritzt bekommen.

Die höchsten Quoten bezogen auf die erste Dosis weisen im Bundesländer-Vergleich Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf (je 2,3 Prozent), die niedrigste hat Baden-Württemberg (1 Prozent). Weil es bislang nur begrenzte Mengen an Impfstoff gibt, werden derzeit bevorzugt Pflegeheimbewohner sowie Berufsgruppen wie Mediziner und Pflegekräfte geimpft. (dpa9

Ungewisse Impfstoff-Lieferung: Brandenburg drosselt Impfzentren

Wegen Verzögerungen bei den Impfstofflieferungen müssen die Corona-Impfungen in den Brandenburger Krankenhäusern und Impfzentren deutlich gedrosselt werden. Daher können über die Hotline 116117 vorerst keine neuen Termine für die Impfzentren vereinbart werden, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Montag erklärte. Bereits vereinbarte Impfungen in den Zentren könnten vorerst jedoch durchgeführt werden. Dazu sollen wie geplant in dieser Woche neben den bereits bestehenden Zentren in Potsdam, Cottbus und Schönefeld (Dahme-Spreewald) weitere Impfzentren in Elsterwerda (Elbe-Elster) und Frankfurt (Oder) eröffnen.

«Alles hängt davon ab, wie viel Impfstoff in den kommenden Wochen verlässlich geliefert werden kann», betonte Hesse. Die Hersteller Biontech und Pfizer hatten erklärt, dass es in den kommenden Wochen zu Verzögerungen kommen könne. Brandenburg erwarte eine Lieferung von 19 500 Impfdosen nun am Dienstag, sagte der Sprecher. Wie es mit den geplanten wöchentlichen Lieferungen derselben Menge weitergehe, sei derzeit aber ungewiss.

Am Nachmittag würden dazu Informationen bei einer Schaltkonferenz mit dem Bundesgesundheitsministerium erwartet, sagte Hesse. «Vordringlich sind jetzt belastbare Zahlen zu Art und Höhe der Lieferausfälle durch Impfstoffhersteller und Bundesgesundheitsministerium.»

Da für den vollständigen Schutz zwei Impfungen notwendig sind, seien aber sämtliche Zweitimpfungen abgesichert, betonte Hesse. Auch die Impfungen in den Pflegeheimen sollen ungebremst fortgeführt werden. «Die Impfungen von Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen haben weiterhin die höchste Priorität, da diese Personen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus haben», sagte Hesse. (dpa)

Polizisten entdecken in Keller 20 Menschen und abgeschnittene Haare

In einem Geschäftshaus im nordrhein-westfälischen Schwerte haben Polizisten 20 Menschen, abgeschnittene Haare und Drogen entdeckt. Die Beamten hätten einen Hinweis auf das Haus erhalten und sich am Freitagnachmittag in dem Gebäude umgeschaut, teilte die Polizei am Montag in Unna mit. Im Keller stießen sie dann auf die 20 Menschen, die keine Schutzmasken trugen und auch den Corona-Sicherheitsabstand nicht einhielten.

Auf dem Boden lagen abgeschnittene Haare, auf den Tischen fanden die Polizisten Friseurbedarf vor. Außerdem stießen die Einsatzkräfte in dem Haus auf diverse Drogen. Drei Menschen wurden vorläufig festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Beamten leiteten zudem gegen alle Angetroffenen Verfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung ein. (AFP)

Illegale Corona-Party: Frau flüchtet aufs Dach und stürzt ab

Eine Teilnehmerin einer wegen Corona illegalen Party in München ist bei Eintreffen der Polizei aufs Dach geflüchtet und abgestürzt. Die 24-Jährige fiel aus etwa vier Metern Höhe auf ein Kiesbett, wo sie stehend aufkam, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie war ansprechbar und wurde per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei war in der Nacht auf Sonntag per Notruf 110 über eine laute Party mit mehreren Teilnehmern in einer Wohnung in der Maxvorstadt informiert worden. Mehrere Streifen fuhren hin – und trafen in der Wohnung zwei Frauen und zwei Männer an, die den Angaben zufolge 23 bis 25 Jahre alt sind. Die Beamten stellten zudem fest, dass ein Fenster offen stand. Sie bemerkten, dass sich auf dem Dach eines Rückgebäudes zwei weitere Personen befanden: eine 24-Jährige und ein 32-Jähriger. Diese wurden aufgefordert, über eine Feuerleiter das Dach zu verlassen. Die 24-Jährige habe aber versucht, in die Wohnung zurück zu klettern – und sei dabei abgestürzt, hieß es.

Alle sechs Party-Teilnehmer wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Zudem gibt es eine Anzeige wegen Ruhestörung. (dpa)

+++ 17. Januar +++

Potsdamer Klinik plant Tests von Corona-Mutationen

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann will am Montag mit der Prüfung positiver Corona-Tests auf mögliche Mutationen beginnen. Die ersten Tests würden dann zur Sequenzierung an die Ripac-Labor GmbH in Potsdam und an die IIT Biotech GmbH in Bielefeld geschickt, teilte das größte Krankenhaus in Potsdam am Sonntag mit. Bisher könne das Klinikum Ernst von Bergmann solche Untersuchungen nicht selbst vornehmen. Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt erklärte jedoch: «Unser Ziel ist, schnellstmöglich eine Potsdamer Lösung zu finden - sei es über Kooperationen und/oder eigene Kapazitäten.»

Vom Coronavirus wurden dem Robert Koch-Institut zufolge inzwischen mehrere Varianten entdeckt. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Variante, die in Großbritannien bekannt wurde, noch leichter übertragbar sei. Von einer neuen Virusvariante werde auch aus Südafrika berichtet. Das RKI warnte vor der Gefahr einer Verschärfung der Lage für Deutschland. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte am Mittwoch erklärt, Corona-Mutationen könnten möglicherweise Anfang Februar im Land nachweisbar sein. Es gebe Gespräche unter anderem mit dem Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus. (dpa)

Bahn prüft offenbar Einführung von FFP2-Maskenpflicht

Die Deutsche Bahn prüft offenbar intern die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht in Regional- und Fernzügen. Wie die Bild am Sonntag berichtete, hat die Bahn deswegen bis April bereits vorsorglich zehn Millionen Masken bestellt. Bislang gilt in den Zügen der Deutschen Bahn nur die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

FFP2-Masken haben einen höheren Sicherheitsstandard und schützen anders als die sogenannten Alltagsmasken oder auch einfache OP-Masken nicht nur die Umgebung, sondern auch den Träger selbst. Laut der Bild am Sonntag rechnet die Bahn allein für die 40.000 Mitarbeiter mit Kundenkontakt mit einem täglichen Bedarf von 80.000 Masken. Dabei werde von einem Verbrauch von zwei Masken pro Tag und Person ausgegangen.

Sollten durch das Unternehmen auch FFP2-Masken an Reisende verkauft oder ausgegeben werden, wären dafür laut interner Planung täglich 6,6 Millionen Stück erforderlich, hieß es in der BamS weiter. Die Kosten für die Masken nur für das eigene Personal wurden demnach mit monatlich 2,2 Millionen Euro angegeben. Dazu kämen monatlich 1,7 Millionen Euro als Erschwerniszulage für die Betroffenen. (ctu, dpa)

Nach Einreise für Australian Open: 72 Tennisprofis in Quarantäne

Der Trainingsstart der Tennisprofis für die Australian Open in Melbourne verzögert sich nach weiteren positiven Corona-Tests bei Flug-Passagieren. Wie die Organisatoren des ersten Grand-Slam-Turniers der neuen Saison am Sonntag mitteilten, wurde nach einem Charterflug von Doha nach Melbourne eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. Damit erhöhte sich die Zahl der Corona-Fälle im Zusammenhang mit den Anreisen zu den Australian Open vorläufig auf fünf. Alle Mitreisenden müssen als Erstkontakt in ihren Hotels in eine strikte 14-tägige Quarantäne, darunter 72 Profis.

Zu ihnen gehört auch Angelique Kerber, die das Turnier 2016 gewann. Diese Profis dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen und auch nicht trainieren. Alle übrigen Spielerinnen und Spieler können erst am Montag ins Training einsteigen, weil noch nicht alle Test-Ergebnisse vorlägen, sagte die für Quarantäne-Angelegenheiten im Bundesstaat Victoria zuständige Behördenchefin Emma Cassar am Sonntag.

Profis, die zwei Wochen lang die normale Quarantäne absolvieren, dürfen für Training und Fitness fünf Stunden täglich aus dem Hotel. Die Australian Open sollen am 8. Februar beginnen. (dpa)

Mehrere Länder planen härteres Vorgehen gegen Quarantäne-Verweigerer

Mehrere Bundesländer wollen in der Corona-Pandemie härter gegen Quarantäne-Verweigerer vorgehen. Neben hohen Bußgeldern kommt es künftig im Extremfall zur Zwangseinweisung an zentralen Stellen, berichtete die «Welt am Sonntag» und verwies auf eigene Recherchen. Demnach wären Menschen betroffen, die die amtliche Anordnung missachten, sich wegen einer möglichen oder tatsächlichen Corona-Infektion für bestimmte Zeit zu isolieren. Mit einem Richterbeschluss können sie bei wiederholtem Verstoß oder Weigerung für bestimmte Zeit unter Aufsicht untergebracht werden.

Bereits bekannt war, dass Sachsen zeitnah eine Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen will. Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte allerdings schon im Frühjahr 2020 klargestellt, dass eine solche Zwangsmaßnahme nur ein allerletztes Mittel sei.

In Baden-Württemberg werden für uneinsichtige Quarantäne-Verweigerer derzeit Plätze in zwei Kliniken geschaffen. Diese Plätze würden dauerhaft durch einen Wachdienst kontrolliert, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach soll je eine Klinik im württembergischen und im badischen Landesteil liegen. «Die zwangsweise Unterbringung ist kein neues Instrument, sie konnte auch bisher schon angeordnet werden und wurde in Einzelfällen auch bisher schon angeordnet», sagte der Sprecher. Es handle sich dabei nicht um eine Strafmaßnahme, sondern um eine Maßnahme des Infektionsschutzes.

In Schleswig-Holstein ist nach Angaben der «Welt am Sonntag» eine Unterbringung auf dem Gelände der Jugendarrestanstalt Moltsfelde geplant. Dort entstehe eine vom Kreis Rendsburg-Eckernförde betriebene Einrichtung, hieß es unter Berufung auf den Landkreistag. Die anderen Länder haben laut Zeitung keine zentralen Einrichtungen. Bayerns Gesundheitsministerium habe mitgeteilt, meist gelinge es, Bürger durch den Hinweis auf «Zwangsabsonderung und Bußgeld» zum Einlenken zu bewegen. Als letztes Mittel blieben Zwangseinweisungen in Kommunen. (dpa)

+++ 16. Januar +++

Biontech-Impfstoff künftig einfacher einsetzbar

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland kann das Präparat der Hersteller Biontech und Pfizer künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden. Das hätten neue Daten zur Stabilität des Impfstoffes ergeben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, dies sei eine gute Nachricht besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten. Die Länder könnten die Impfkampagne nun flexibler organisieren. «Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie.»

Bisher wurde empfohlen, bereits verdünnten Impfstoff nicht zwischen Einrichtungen zu transportieren - also zwischen den Impfzentren der Länder, wo das Präparat bei minus 70 Grad lagert, und Impf-Einsätzen in Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens. Nach Angaben von Biontech ist verdünnter Impfstoff maximal sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad haltbar. Er könne also bei Bedarf schon im Impfzentrum verdünnt und dann als vorbereitete Dosis in der Spritze vorsichtig transportiert werden. Dafür sollten spezielle Kühlboxen verwendet werden. Spritzen oder Fläschchen sollten sicher verpackt sein, damit sie aufrecht stehen und nicht lose sind oder rollen.

Aus einer Ampulle können nun auch sechs statt fünf Impfdosen gezogen werden. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde Ende 2020 als erster in der EU zugelassen, inzwischen wird auch das Präparat des US-Herstellers Moderna in Deutschland eingesetzt. (dpa)

Schottland macht Arbeit im Homeoffice - wo möglich - verpflichtend

In Schottland ist das Arbeiten im Homeoffice - soweit die Tätigkeit es zulässt - seit Samstag verpflichtend. «Unter den aktuellen Regeln brauchen Sie eine ernsthafte Entschuldigung, Ihr Zuhause zu verlassen. Arbeit zählt nur dazu, wenn sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann», heißt es in einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen der schottischen Regierung, die am Samstag in Kraft getreten ist. Schottische Arbeitgeber sind demnach gesetzlich dazu verpflichtet, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Dazu gehöre es, Beschäftigte ins Homeoffice zu schicken, wenn ihre Tätigkeiten dies zuließen. Von zuhause aus zu arbeiten, müsse der Standard sein.

In Deutschland fordern unter anderem die Grünen, das Arbeiten im Homeoffice für Bürojobs verpflichtend in den Corona-Verordnungen festzuschreiben. Die Kritiker argumentieren, der Staat schränke private Treffen rigoros ein, lasse am Arbeitsplatz aber viele Kontakte zu und beschränke sich auf Appelle. Umfragen zufolge gehen trotz der extrem angespannten Infektionslage noch immer deutlich mehr Menschen täglich ins Büro als im ersten Lockdown im Frühjahr. ()dpa

Sachsen holt auf: Knapp 43.500 Menschen mit Schutzimpfung

Sachsen holt beim Impfen weiter auf, liegt aber im bundesweiten Vergleich immer noch im hinteren Bereich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag liegt die Impfquote inzwischen bei 10,7 pro 1000 Einwohner. Bis einschließlich Freitag bekamen demnach knapp 43 500 Menschen im Freistaat eine Schutzimpfung - mit rund 34 400 die meisten Beschäftigte aus dem medizinischen Bereich. Spitzenreiter in Deutschland ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Quote von 23,4, der bundesweite Durchschnitt liegt bei 12,6.

Zuletzt gab sich Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) zuversichtlich, dass Sachsen vom Lieferengpass des Impfstoffherstellers Pfizer/Biontech weniger stark betroffen sei als andere Bundesländer und garantierte die notwendige Wiederholungsimpfung. Der Freistaat habe die Hälfte der zur Verfügung stehenden Dosen dafür zurückgehalten, hieß es. (dpa)

Inzidenzwert neuer Corona-Infektionen sinkt in Brandenburg

Der Wert der neuen Corona-Ansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche geht in Brandenburg zurück. Er lag am Samstag bei rund 235, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Am vergangenen Montag betrug der Wert noch knapp 300 und vor einer Woche 278. Das Ziel von Bund und Ländern ist jedoch, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz unter 50 neue Infektionen pro 100 000 Einwohner zu bringen.

Innerhalb eines Tages kamen in Brandenburg 916 neue bestätigte Infektionen hinzu. Eine Woche zuvor waren es 1173 neue Fälle. Die meisten zusätzlichen Ansteckungen meldete der Landkreis Spree-Neiße mit 102. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung blieb mit 48 am Samstag auf hohem Niveau.

Seit dem 27. Dezember haben 37 993 Menschen im Land eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sei ein Plus von 4195, berichtete das Ministerium. Die Impfungen waren zunächst schleppend angelaufen, dann holte Brandenburg im Vergleich auf.

Der Corona-Schwerpunkt bleibt der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der fast 408 neue Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche meldete. Noch zwölf Landkreise und kreisfreie Städte liegen über einem Wert von 200. Dann sind touristische Ausflüge und Sport im Radius von 15 Kilometer um die Landkreisgrenze sowie Versammlungen verboten. (dpa)

Piksen in der Kirche: Englische Kathedralen werden zu Impfzentren

In England sind die ersten Menschen in Kirchen gegen das Coronavirus geimpft worden. In der Kathedrale im nordenglischen Lichfield haben die Impfungen in der ungewöhnlichen Kulisse bereits am Freitag begonnen, in der berühmten Kathedrale in Salisbury in Südengland sollte ab Samstag zu den Klängen der Orgel gepikst werden. In den meisten Regionen finden Gottesdienste derzeit nur online statt, sodass die Gotteshäuser, die teilweise viel Platz bieten, leer stehen.

Der Abgeordnete von Lichfield, Michael Fabricant, bezeichnete die Kirche seiner Stadt, vor der am Freitag bereits viele Senioren Schlange standen, auf Twitter als «glamourösestes Impfzentrum Großbritanniens». Der Dekan der Kirche, Adrian Dorber, sagte der Nachrichtenagentur PA: «Ich hoffe, es ist ein Symbol dafür, wie Gemeinden gemeinsam helfen können, diesen großartigen Impfstoff zu verteilen.»

Der in Großbritannien bereits zugelassene Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca kann bei Kühlschranktemperaturen transportiert und gelagert werden und so einfacher auch außerhalb von Krankenhäusern und speziell ausgestatteten Impfzentren zum Einsatz kommen. Auch in Apotheken und Hausarztpraxen finden bereits Impfungen damit statt. (dpa)

3000 Impfzentren: Mega-Impfkampagne in Indien gestartet

In Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern ist am Samstag eine Mega-Impfkampagne gegen das Coronavirus angelaufen. In 3000 Impfzentren sollten allein am ersten Tag rund 300.000 Menschen geimpft werden, beteiligte Krankenhäuser waren mit Blumen und Luftballons geschmückt. Als erstes sollen in dem Schwellenland 30 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen und aus anderen Risikobereichen geimpft werden. Danach folgen bis Juli rund 270 Millionen Menschen über 50 Jahren und Risikopatienten.

Premierminister Narendra Modi sagte in einem Video zum Impfstart, normalerweise dauere es viele Jahre, um einen Impfstoff zu entwickeln. Nun seien in Indien binnen kurzer Zeit sogar zwei Vakzine verfügbar. "Die Welt hat immenses Vertrauen in die indischen Wissenschaftler und die Leistungsfähigkeit der Impfstoff-Produktion", fügte er hinzu.

Zugelassen sind in Indien bisher zwei Impfstoffe: Covishield vom britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca, das vom Serum Institute in Indien hergestellt wird, und Covaxin vom indischen Konzern Bharat Biotech. Um das einheimische Vakzin gibt es allerdings heftigen Streit, weil dieses schon vor Ende der klinischen Tests eine Notfallzulassung erhielt.

Angesichts maroder Infrastruktur und weit verbreiteter Skepsis in der Bevölkerung ist die Impfkampagne eine gewaltige Herausforderung. Indien kann bei der Mammutaufgabe allerdings auf Erfahrungen aus den Immunisierungsprogrammen gegen Polio und Tuberkulose sowie der aufwändigen Organisation mehrwöchiger Wahlen zurückgreifen.

Rund 150.000 Helfer wurden speziell geschult und es gab landesweit Probeläufe, bei denen der Transport von Impfstoffen und die Impfung mit Attrappen und Statisten geübt wurde.

In Indien starben schon mehr als 150.000 Menschen an Covid-19 und die Wirtschaft leidet schwer unter der Pandemie. Millionen Menschen, darunter zahlreiche arme Wanderarbeiter, haben ihren Lebensunterhalt verloren. (AFP)

Überdurchschnittlich viele Corona-Infizierte bei Berliner Feuerwehr

Die registrierte Corona-Infektionsquote bei der Berliner Feuerwehr liegt doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Bevölkerung. Bislang seien 259 Infektionsfälle erfasst worden, 35 davon seien aktuell, teilte die Feuerwehr mit. Betroffen waren und sind damit 5,8 Prozent der 4500 Mitarbeiter der Feuerwehr. Von den knapp 3,8 Millionen Berlinern wurden bisher etwa 2,9 Prozent (112 000) als infiziert erfasst. Für 621 Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter ordneten die Gesundheitsämter Quarantäne an. Aktuell sind 31 Beschäftigte davon betroffen.

Seit Mittwoch werden gezielt Sanitäter und Notärzte der Feuerwehr von mobilen Teams der Senatsgesundheitsverwaltung gegen das Coronavirus geimpft. Diese Berufsgruppe hat viel Kontakt zu anderen Menschen und kann das auch nicht vermeiden. Täglich sind eine zweistellige Zahl freiwilliger Impfungen geplant. Zunächst kommen die Mitarbeiter im Rettungsdienst dran, die sich vor allem um kranke und verletzte Menschen kümmern. Eine Impfung aller Angehörigen der Feuerwehr sei dann für später vorgesehen, hieß es. (dpa)

+++ 15. Januar +++

Deutschland überschreitet Schwelle von zwei Millionen Corona-Infektionen

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie hat die Marke von zwei Millionen Fällen überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 22.368 neue Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der Infektionen wuchs damit auf 2.000.958.

Laut RKI wurden zudem innerhalb eines Tages 1133 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 44.994. Am Donnerstag hatte das RKI mit 1244 Corona-Toten einen neuen Höchstwert bekanntgegeben. Gezählt werden dabei sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstarben, als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und bei denen sich die genaue Todesursache nicht abschließend nachweisen lässt.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.641.200. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Freitag 146,1 und war damit etwas niedriger als am Vortag. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Wegen der hohen Infektionszahlen gilt seit Mitte Dezember in ganz Deutschland ein harter Lockdown, der vorerst bis zum 31. Januar befristet ist. (dpa)

Ausgangssperre vorgezogen: Franzosen müssen schon ab 18 Uhr zu Hause bleiben

m Kampf gegen das Coronavirus will Frankreich die abendliche und nächtliche Ausgangssperre auf dem gesamten Festland um zwei Stunden auf 18 Uhr vorziehen. Die Regelung solle ab Sonnabend für mindestens 15 Tage gelten, kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in Paris an. „Es ist nicht möglich, das Haus aus persönlichen Gründen zu verlassen“, sagte Castex. Auch Geschäfte sollen demnach ab 18 Uhr schließen.

Zuvor war das ursprünglich von 20 Uhr bis 6 Uhr geltende Ausgehverbot bereits in einzelnen besonders betroffenen Départements vorverlegt worden. Den Menschen ist es während dieser Zeit nicht mehr gestattet, an der frischen Luft spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einzukaufen. Sie dürfen aber zum Beispiel weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen.

Die Situation habe sich in den letzten Tagen stabilisiert, bleibe aber besorgniserregend, sagte Castex. Im Schnitt gebe es etwa 16.000 nachgewiesene Fälle am Tag. Keines der französischen Départements liege derzeit unter der Zielmarke von einem Schnitt von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Wegen der neuen Coronavirus-Varianten sollen auch die Grenzkontrollen verschärft werden. Bei der Einreise nach Frankreich von Ländern außerhalb der Europäischen Union wird ein negativer Corona-Test fällig. Gesundheitsminister Olivier Véran sagte, man werde alles tun, um eine weitere Ausbreitung der ansteckenden in Großbritannien aufgetretenen Virus-Mutation in Frankreich zu vermeiden. Derzeit gebe es täglich etwa 200 bis 300 neue Fälle der britischen Variante. (dpa)

+++ 14. Januar +++

Höchstwert: 1244 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut gemeldeten Corona-Todesfälle hat einen Höchststand erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter 1244 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen von Donnerstagmorgen hervorgeht. Zudem wurden 25 164 Neuinfektionen gemeldet.

Der bisherige Höchststand bei den Toten von 1188 war am 8. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen bei 151,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 310,4 und Sachsen mit 292,4. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 84,0. (dpa)

Studie: Weniger Krebs-Behandlungen im Lockdown

Im und nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 hat es nach Daten eines großen deutschen Klinikbetreibers weniger Krebsbehandlungen gegeben als in der gleichen Zeit 2019. Der Rückgang der stationären Aufnahmen für Diagnostik und/oder Therapien betrage im Schnitt zehn bis 20 Prozent, heißt es in einer Studie von Autoren um den Mediziner Peter Reichardt vom Helios-Klinikum Berlin-Buch. Besonders betroffen seien Patienten über 75, bei denen im Schnitt 20 Prozent weniger Behandlungen durchgeführt worden seien.

Für die Studie wurden rund 69.000 Fälle von 75 Helios-Kliniken in 13 Bundesländern analysiert. Die Autoren halten die Ergebnisse für repräsentativ für Deutschland. Betrachtet wurden Krankenhausaufnahmen zwischen Mitte März und Ende April sowie der Zeit unmittelbar danach bis Mitte Juni 2020 - im Vergleich zu den entsprechenden Zeiträumen 2019. Die Einschnitte in der Onkologie betrafen laut der Studie insbesondere größere Kliniken und Häuser in Bundesländern mit höheren Covid-19-Fallzahlen. Helios ist nach eigenen Angaben Europas größter privater Klinikbetreiber.

Besonders bedenklich sei, dass es 2020 nicht deutlich weniger Krebserkrankungen gab, „sondern die Erkrankungen wahrscheinlich erst später festgestellt wurden“, erklärte Studienautor Reichardt. Gerade bei Krebs sei ein früher Therapiestart aber wichtig für die Überlebenschancen. Weitere Untersuchungen sind nach Einschätzung der Helios-Kliniken nötig, um die Gründe für den Rückgang zu klären. Vermutet wurde ein Einfluss von Ängsten von Patienten vor einer Ansteckung im Krankenhaus, aber womöglich auch von geschlossenen oder eingeschränkt geöffneten Arztpraxen im Lockdown. (dpa)

+++ 13. Januar +++ 

Brandenburg: Moderna-Impfstoff nicht beeinträchtigt

Der nach Brandenburg gelieferte Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann trotz anfänglicher Befürchtung von Kühlproblemen nach Angaben der Landesregierung verwendet werden. «Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Qualität der Impfstoffe durch die Temperaturschwankungen und den Transport nicht beeinträchtigt worden sein sollen und die Impfstoffe unbedenklich verwendet werden können», sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags und zitierte aus einer Information, die sie gerade erhalten hatte.

Der Moderna-Impfstoff wurde nach Darstellung der Ministerin am Dienstag an Berlin und Brandenburg vom zentralen Depot des Bundes geliefert. «Die Berliner Kollegen haben uns informiert, dass möglicherweise beim Transport Probleme mit der Kühlkette aufgetreten sein könnten», sagte sie. «Deshalb haben wir gemeinsam mit Berlin eine Überprüfung veranlasst beim Hersteller, beim Bundesgesundheitsministerium.»

Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor Entwarnung gegeben. «Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt, und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden», sagte ein Sprecher auf Anfrage am Mittwoch in Berlin. Demnach wurden die Verteilzentren der beiden Bundesländer darüber auch schon von der für die Impfstoff-Logistik verantwortlichen Bundeswehr informiert. (dpa)

Brandenburg meldet höchste Zahl an Todesfällen

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung hat in Brandenburg den bisher höchsten Stand erreicht. Innerhalb eines Tages seien 63 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mit. Vor einer Woche waren es 61 Todesfälle. Auch bei den neuen Infektionen gibt es keine Entspannung: Die Gesundheitsämter meldeten von Dienstag auf Mittwoch 956 neue Ansteckungen. Im Landkreis Spree-Neiße kamen mit 159 die meisten neuen Infektionen hinzu. Derzeit werden 1104 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 246 auf Intensivstationen.

Einen positiven Trend gibt es allerdings: Die Zahl neuer Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche liegt in den drei Kreisen Märkisch-Oderland, Oberhavel und Potsdam-Mittelmark sowie in Frankfurt (Oder) mittlerweile unter der wichtigen Marke von 200. Ab diesem Inzidenzwert sind zum Beispiel Sport und touristische Ausflüge in einem Radius von 15 Kilometern um die Landkreis- oder Stadtgrenze nicht erlaubt, außerdem sind Versammlungen dann grundsätzlich verboten.

Am Dienstag lag nur der Kreis Oberhavel unter dem Wert von 200. Hotspot in Brandenburg bleibt der Kreis Elbe-Elster mit 477 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche - der Wert rutschte immerhin unter 500. Landesweit hat Brandenburg hier ein Durchschnittsniveau von 270.

Testpflicht vor Einreise aus ausländischem Risikogebiet - auch BER betroffen

Bei der Einreise nach Brandenburg aus ausländischen Corona-Risikogebieten ist künftig zuzüglich zu einer zehntägigen Quarantäne auch ein Corona-Test vorgeschrieben. Dies beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam, wie die Staatskanzlei mitteilte. Zu den Risikogebieten gehört auch Polen. Diese Regelung betrifft auch Einreisende am Flughafen BER, wie dieser auf seiner Internetseite mitteilt.

Die Verordnung tritt am Mittwoch in Kraft und gilt zunächst bis Ende Januar. Ausnahmen gelten weiterhin für Berufspendler, Schüler sowie für Besuche bei engen Verwandten oder Lebenspartnern. Wer nach Brandenburg kommt, muss sich höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach der Einreise testen lassen.

«Mit der generellen Testpflicht vor Einreise und der Pflicht zur Registrierung hoffen wir, die unkontrollierte Einschleppung aus dem Ausland stoppen zu können», sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Diese Regelung gelte bundesweit. Es sei wichtig, die Verbreitung des Virus und vor allem der neuartigen Mutationen zu bremsen. «Deshalb ist ab morgen die Einreise aus Risikogebieten nur mit frischem Negativ-Test in der Tasche möglich.» (dpa/BK)

Für Flüge in die USA wird künftig ein negativer Corona-Test verlangt

Für Flüge in die USA ist künftig vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests nötig. Diese Regelung werde ab dem 26. Januar gelten und dabei helfen, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Dienstagabend. Falls ein Passagier kein negatives Testergebnis oder eine überstandene Covid-Infektion nachweisen könne, „muss die Fluggesellschaft das Boarding verweigern“, hieß es. Der sogenannte PCR-Test, mit dem das Virus nachgewiesen werden soll, muss demnach in den drei Tagen vor der Abreise erfolgt sein.

Die Behörde fordert alle Reisenden zudem auf, sich drei bis fünf Tage nach der Ankunft in den USA erneut testen zu lassen und sieben Tage nach der Reise zuhause zu bleiben. Dabei handelt es sich jedoch um Empfehlungen, keine rechtlich bindende Vorschrift.

„Tests eliminieren nicht jedes Risiko“, räumte CDC-Chef Robert Redfield ein. In Kombination mit den übrigen Vorsichtsmaßnahmen werde es das Reisen aber sicherer machen. Die neue Regelung wird für alle internationalen Flüge in die USA gelten, unabhängig vom Abflugort und der Staatsbürgerschaft oder des Visums der Reisenden. Die US-Regierung hatte wegen der Pandemie im vergangenen Jahr weitgehende Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa, China und Brasilien verhängt. Diese gelten auch weiterhin.

Angesichts der neuen und wahrscheinlich ansteckenderen Variante des Coronavirus, die sich bislang vor allem in Großbritannien ausgebreitet hat, verlangen die USA bereits seit Ende Dezember einen negativen Corona-Test bei einer Einreise von dort. Einzelne Fälle der neuen Variante wurde inzwischen bereits in zahlreichen US-Bundesstaaten nachgewiesen. (dpa)

19 600 Corona-Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19 600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1060 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 155,0. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Thüringen mit 324,2 und Sachsen mit 304,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 83,7. (dpa)

+++ 12. Januar +++

Corona: Niederlande verlängern Lockdown bis 9. Februar

Die Niederlande werden den Lockdown um weitere drei Wochen bis zum 9. Februar verlängern. Das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. „Wir haben keine Wahl“, sagte er. Die Zahl der Neuinfektionen sei zwar vier Wochen nach Verhängung des Lockdowns zurückgegangen, doch es reiche bei weitem nicht aus. Hinzu gebe es große Sorgen über die britische Virus-Mutation, sagte Rutte. „Die Bilder aus London sind sehr alarmierend.“

Die Regierung schließe auch verschärfende Maßnahmen wie eine abendliche Ausgangssperre nicht aus. Bis März wird von Auslandsreisen dringend abgeraten. „Es ist noch nicht vorbei“, sagte der Premier und appellierte an die Bürger: „Halten Sie durch.“

Seit Mitte Dezember gelten strenge Corona-Maßnahmen im Land. Gaststätten und Geschäfte sind geschlossen, ebenso auch die Schulen. Persönliche Kontakte außerhalb des eigenen Haushaltes sind auf zwei Personen am Tag begrenzt. Ursprünglich sollten die Maßnahmen nur bis zum 19. Januar gelten. Die Regierung erwägt aber, die Grundschulen bereits Ende Januar wieder zu öffnen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist die zweite Woche in Folge leicht zurückgegangen, wie das nationale Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag meldete. Das sei eine Folge des Lockdown. In den vergangenen sieben Tagen waren rund 49.000 Infektionen registriert worden, etwa 12 Prozent weniger als in der Vorwoche.

Am Dienstag waren knapp 5000 Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet worden. Zum Vergleich: In Deutschland mit etwa fünfmal so vielen Einwohnern waren zuletzt rund 12.800 Neuinfektionen registriert worden.

+++ 11. Januar +++

Moderna-Impfstoff kommt am Montag nach Deutschland

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch an diesem Montag an einen zentralen Punkt in Deutschland geliefert werden und am Dienstag an die Bundesländer gehen. Dann könnten die Impfzentren beginnen, auch dieses Präparat zu impfen, sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Es werde aber keine Wahlmöglichkeit geben, ob man diesen Impfstoff oder jenen von Biontech/Pfizer bekommen wolle. Dafür sei die Menge zu gering. Bis Ende des Quartals rechne er mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen Dosen.

Spahn betonte erneut, dass das Impfen mit der Öffnung der Impfzentren beschleunige, wenn auch unter Bedingungen der Knappheit. Wenn ausreichend Impfstoff vorhanden sei, könnten auch die Hausärzte Impfungen vornehmen. Das werde im Laufe des Jahres geschehen, dazu brauche man aber „richtig viel Impfstoff“.

RKI-Zahlen vom Montagmorgen: 12.497 neue Corona-Fälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12 497 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 343 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 166,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 359,8 und Thüringen mit 316,2. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 90,9. Wegen der Feiertage um den Jahreswechsel sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

+++ 10. Januar +++

Brandenburg: Polizei löst illegale Party in unbewohnten Haus auf

Anwohner haben im Landkreis Teltow–Fläming in Brandenburg die Polizei gerufen, weil ihre Nachbarn gegen das Infektionsgesetz verstoßen haben sollen. Sie berichteten Beamten demnach am Telefon, dass mehrere Personen in einem leerstehenden Gebäude in Luckenwalde eine Party feiern würden. Polizisten gingen der Sache nach und stießen auf neun Gäste im Alter von 17 bis 25 Jahren.

Sie alle hatten nach Angaben der Polizei gegen die bestehenden Hygienevorschriften verstoßen. Die Beamten belehrten die Gäste, erteilten Platzverweise und leiteten einen Bericht an den zuständigen Landkreis zur Verfolgung der Ordnungswidrigkeit weiter. (lex)

16 946 Corona-Neuinfektionen und 465 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 16 946 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 465 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 162,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Thüringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 74,0. Wegen der Feiertage sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten. (dpa)

+++ 9. Januar +++

Je 750 Euro Strafe für Feiernde: Party trotz Corona in Belgien

Eine wegen der Coronaregeln illegale Geburtstagsparty in Belgien kommt Dutzenden Feiernden teuer zu stehen: Gut 60 Strafzettel stellte die Polizei aus, jeder angetroffene Gast muss 750 Euro zahlen, wie die Nachrichtenagentur Belga am Samstag berichtete. Als Anlass der Party wurde der Geburtstag einer 20-Jährigen angegeben.

Den Angaben zufolge kamen die Feiernden aus Luxemburg und Frankreich. Die Polizei war gegen vier Uhr morgens auf die Party in Tintigny nahe der Grenze zu Luxemburg und Frankreich aufmerksam geworden. In Belgien gelten zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens strenge Ausgangsbeschränkungen, die Straße darf nicht betreten werden. (dpa)

Sachsen verlängert Lockdown bis 7. Februar

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt Sachsen auf einen Lockdown bis zum 7. Februar und geht damit über die Festlegungen der Bund-Länder-Schalte hinaus. Dort war von einer Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar die Rede. Demnach bleiben Kitas und Schulen im Freistaat bis zum 7. Februar weitgehend geschlossen. Kontakte werden eingeschränkt, allerdings will Sachsen Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. Das beschloss das Kabinett am Freitag in Dresden. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von weiterhin „besorgniserregenden Zahlen“ im Freistaat. Oberstes Prinzip sei es, Kontakte zu vermeiden. Zahlreiche bestehende Regelungen - etwa der 15-Kilometer-Radius - bleiben unverändert. Auch Geschäfte bleiben geschlossen. Die neue Verordnung gilt ab dem 11. Januar.

Laut neuer Verordnung bleiben Kitas und Schulen in Sachsen bis zum 7. Februar geschlossen, vom 8. Februar an sollen sie im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen - wenn es die Infektionszahlen zulassen. An den Grundschulen soll in festen Klassen unterrichtet werden, an weiterführenden Schulen in einem Wechsel von Unterricht zu Hause und in der Schule. Schüler der Abschlussklassen sollen ab 18. Januar wieder zur Schule gehen können - in geteilten Klassen. Für Eltern soll es zumindest finanziell Entlastung geben: Eltern, die ihre Kinder aufgrund des Lockdowns nicht in Krippe, Kindergarten, Hort oder Kindertagespflege betreuen lassen können, müssen auch keine Elternbeiträge entrichten. Für den Zeitraum vom 14. Dezember bis 17. Januar 2021 wird ein Monatsbeitrag pauschal erstattet, danach für jede weitere Woche ein Viertel des jeweiligen Monatsbeitrages.

Winterferien in Sachsen waren vom 10. bis 22. Februar geplant. Die Regierung hat sich nun für einen Kompromiss entschieden. Die erste Ferienwoche soll auf die erste Februarwoche vorgezogen werden. Die zweite planmäßige Ferienwoche soll in der Karwoche vor Ostern nachgeholt werden. Wenn Eltern schon einen Urlaubsplatz für die eigentliche Ferienzeit gebucht haben, können die Kinder vom Unterricht freigestellt werden.

Sachsen verschärft zwar die Kontaktregeln: Demnach darf sich zwar wie mit dem Bund vereinbart ab Montag nur noch ein Hausstand mit einer weiteren Person treffen. Allerdings gibt es Ausnahmen: Abwechselnde Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren sind erlaubt, die Kinder dürfen aber höchstens aus zwei Haushalten kommen. Damit dürfen sich etwa zwei Familien bei der Kinderbetreuung abwechseln. Köpping sprach von einer „lebensnahen Lösung“. Man habe dies auch ermöglichen wollen, betonte die Ministerin, weil die Notbetreuung zu 20 Prozent ausgelastet sei. Damit sei eine Grenze erreicht.

Nach Kritik an der Corona-Testpflicht für Berufspendler aus Polen und Tschechien rückte das Kabinett zudem von der geplanten Testung zweimal pro Woche ab. Stattdessen sollen sich Pendler nur noch einmal pro Woche testen lassen. Um den Unternehmen mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben, beginnt die Testpflicht erst am 18. Januar und damit eine Woche später als geplant. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) stellte Unternehmen, die ihre Pendler unterstützen, einen Zuschuss bis zu zehn Euro pro Schnelltest in Aussicht. (dpa)

24 694 Corona-Neuinfektionen und 1083 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 24 694 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1083 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert. (dpa)

+++ 8. Januar +++

EMA: Astrazeneca-Impfstoff soll noch im Januar zugelassen werden

Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA ist zuversichtlich, dass bereits Ende Januar ein dritter Impfstoff gegen Covid-19 in der EU zugelassen wird. Nächste Woche werde der Antrag der Hersteller Astrazeneca auf eine bedingte Marktzulassung in der EU erwartet, teilte EMA-Chefin Emer Cooke am Freitag in Amsterdam mit. Ende Januar könnte dann eine positive Empfehlung der EMA erfolgen. Anschließend muss die EU-Kommission noch zustimmen, das gilt als Formsache.

Bisher sind zwei Impfstoffe in der EU zugelassen: das Präparat der Unternehmen Pfizer und Biontech sowie seit dieser Woche das Mittel des US-Unternehmens Moderna. Der Impfstoff von Astrazeneca ist bereits in Großbritannien zugelassen.

Der dritte Impfstoff könnte das Problem der Impfstoff-Knappheit in der EU erleichtern. Die EU hat von dem Präparat bereits 400 Millionen Dosen bestellt. Der im Vergleich preiswertere Impfstoff kann im Gegensatz zu dem von Biontech/Pfizer und Moderna bei normaler Kühlschranktemperatur für sechs Monate gelagert werden.

Nachschub für die Impfzentren: Biontech liefert 668.000 neue Dosen

Die Bundesländer sollen an diesem Freitag eine neue Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech erhalten. Sie sollen insgesamt knapp 668.000 Impfdosen bekommen. Die Lieferung soll direkt vom Hersteller Biontech an die 27 Anlieferzentren der Länder gehen. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141.375 Dosen. Den kleinsten Anteil bekommt Bremen mit 4875 Dosen. In dieser Größenordnung war die Lieferung auch angekündigt worden.

Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel mindestens 417 060 Menschen gespritzt worden, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag (Stand 11.00 Uhr) mitgeteilt hatte. 201 000 Menschen erhielten den Impfstoff aus beruflichen Gründen. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 168 000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht.

Zudem ist auch die Impfbereitschaft in Deutschland gestiegen. Laut dem ARD-Deutschlandtrend gaben Anfang der Woche 54 Prozent an, sich auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen - das waren 17 Prozentpunkte mehr als im November 2020. Weitere 21 Prozent sagten, sie wollten sich wahrscheinlich impfen lassen (minus 13 Prozentpunkte). Die Impfbereitschaft sei in allen Altersgruppen gewachsen, insbesondere aber bei den Menschen unter 65 Jahren. Nach wie vor zeigten sich jüngere Menschen gegenüber einer Corona-Impfung weniger offen als ältere.

+++ 7. Januar +++

Schläge auf Polizisten, Hitlergruß, Corona-Verstöße: 48 Anzeigen, vier Festnahmen bei Demo

Bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Stuttgart hat die Polizei vier Männer vorläufig festgenommen. Die Beamten stellten am Mittwoch zudem in 48 Fällen Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung, wie die Polizei in Stuttgart am Donnerstag mitteilte. Eine große Zahl von Teilnehmern trug demnach keinen Mund-Nasen-Schutz und hielt den erforderlichen Abstand nicht ein. Die Stadt verfügt schließlich die Auflösung der Versammlung, dem folgten die Demonstranten allerdings nur zögerlich.

Die Beamten kontrollierten insgesamt 57 Menschen. Dabei schlug ein 48-Jähriger einem Polizisten gegen gegen die Brust. Er wurde ebenso vorläufig festgenommen wie zwei 32 und 20 Jahre alte Männer, die Einsatzkräfte beleidigten. Einen 55-Jährigen, der während der Versammlung den Hitlergruß zeigte, nahmen die Polizeibeamten ebenfalls vorläufig fest. (AFP)

Polizeigewerkschaft: Ein-Personen-Regel wird nicht ohne Anlass kontrolliert

Die Polizei wird die Ein-Personen-Regel bei privaten Treffen nicht ohne Anlass kontrollieren. Die Polizei sei auf die "Unterstützung der Bevölkerung" angewiesen, um diese neu beschlossene Regel durchzusetzen, sagte Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), am Donnerstag dem Portal "Watson".

Verstöße gegen die Ein-Personen-Regelung könnten in privaten Haushalten nur bei konkreten Hinweisen kontrolliert werden. "Jedenfalls ist nicht damit zu rechnen, dass die Polizei anlasslos in Privathaushalten vorstellig wird, um Kontrollen durchzuführen - das gilt auch für Ordnungsbehörden", betonte Wendt.

Die Durchsetzbarkeit der von den Regierungen beschlossenen Regeln sei "nicht allein mit ordnungsbehördlichen oder polizeilichen Maßnahmen zu schaffen". Die schon jetzt anfallenden Kontrollen der weiteren Corona-Maßnahmen sowie die Sicherung der Impfeinrichtungen fordere alle Kapazitäten. (AFP)

Oberverwaltungsgericht kippt Anforderung an Masken-Atteste

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat eine entscheidende Anforderung an die Ausstellung von Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht vorerst gekippt. Die Richter hätten die Bestimmung der Brandenburger Eindämmungsverordnung, wonach auf den Attesten die Diagnose und die daraus folgenden Gründe für die Befreiung von der Maskenpflicht vermerkt sein muss, im Eilverfahren außer Vollzug gesetzt, teilte das OVG am Donnerstag mit. Dabei stehe in Frage, ob dieser datenschutzrechtliche Eingriff im Infektionsschutzgesetz eine ausreichende rechtliche Grundlage habe, erklärten die Richter.

Der Antragsteller sei ansonsten gezwungen, seine konkrete Diagnose an vielen nicht-öffentlichen Stellen wie Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Demonstrationen oder religiösen Veranstaltungen zu offenbaren, hieß es in der Begründung weiter. Dabei handele es sich jedoch um gesundheitsbezogene Daten, die einem besonders hohen Schutz unterlägen. «Soweit der Antragsteller befürchte, seine Gesundheitsdaten könnten durch Mund-Propaganda im Dorf schnell die Runde machen, sei dies nicht von der Hand zu weisen», teilte das Gericht mit. (dpa)

Länder sollen am Freitag 667 875 Impfdosen bekommen

Die Bundesländer sollen an diesem Freitag eine weitere Lieferung des Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech in sechsstelliger Größenordnung erhalten. Sie sollen insgesamt 667 875 Impfdosen erhalten, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Lieferung erfolge über Biontech direkt an die 27 Anlieferzentren der Länder. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141 375 Dosen, den kleinsten Bremen mit 4875 Dosen. Somit soll die weitere Auslieferung der Impfdosen wie bereits angekündigt ablaufen. (dpa)

Mehr als 417 000 Covid-19-Impfungen beim Robert Koch-Institut erfasst

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 46 000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 417 060 Menschen gespritzt worden. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Donnerstag (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher fünf Menschen gegen die Krankheit geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (13,5), die wenigsten für Thüringen (2,5). In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 84 000 Geimpften laut RKI. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Die meisten Menschen - mehr als 201 000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 168 000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohes Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein. (dpa)

26 391 Corona-Neuinfektionen und 1070 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 26 391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert. (dpa)

+++ 6. Januar +++ 

FDP-Politiker entschuldigt sich für Skiurlaub im Lockdown

Zuvor hatte das Nachrichtenportal Sauerlandkurier.de über die Reise des Arnsberger Unternehmers und FDP-Abgeordneten berichtet. Demnach hatte Cronenberg über den Jahreswechsel mehrere Tage mit seiner Familie im Schweizer Kanton Wallis verbracht, um dort Ski zu fahren.

Gegenüber dem Online-Portal aus seinem Wahlkreis Hochsauerland hatte Cronenberg seine Entscheidung auch damit begründet, dass er die Lage in seinem Urlaubsort als deutlich risikofreier eingeschätzt habe als etwa die Situation in einigen Sauerländer Schneegebieten.

„Ich selbst habe jahrelang in der Schweiz gelebt und bin beruflich immer wieder dort, so dass ich weiß, wie strikt und konsequent die Hygienekonzepte dort umgesetzt und eingehalten werden. Für den Urlaubsort haben wir uns bewusst entschieden“, wurde er zitiert. „Ich war niemand, der in der Vergangenheit geschrien hat: Bleibt zu Hause und schließt alle Hotels“, so Cronenberg weiter. Er habe immer für lokale Maßnahmen in Abhängigkeit vom lokalen Infektionsgeschehen plädiert.

Zahlreiche Politiker und Experten hatten angesichts der angespannten Corona-Lage und Entwicklung der Neuinfektionen an die Bevölkerung appelliert, in den Weihnachtsferien auf touristische Reisen zu verzichten.

Los Angeles: Rettungswagen transportieren manche Patienten nicht mehr

Rettungskräfte im US-Bezirk Los Angeles sind wegen der Überlastung durch die Corona-Welle inzwischen angewiesen, bestimmte Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr in Krankenhäuser zu bringen. Sollte bei einem Herzstillstand eine Wiederbelebung vor Ort nicht erfolgreich sein, sollten die Patienten «nicht transportiert werden», hieß es in einer Anordnung des Rettungsdienstes. Zudem soll das Verabreichen von Sauerstoff auf Patienten mit niedriger Sauerstoffsättigung im Blut von weniger als 90 Prozent begrenzt werden. (dpa)

Mehr als 1000 Corona-Tote an einem Tag in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 21.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 21.237 weitere Ansteckungsfälle erfasst. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1.808.647.

Nach Angaben des RKI wurden zudem 1019 Todesfälle durch die Pandemie binnen 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 36.537. (AFP)

3775 Corona-Tote an einem Tag: Rekordzahl in den USA

Die USA haben einen neuen Höchstwert bei Corona-Todesfällen an einem Tag erreicht. Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Dienstag 3775 Tote registriert. Der bisherige Rekordwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3744 Verstorbenen verzeichnet worden.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg den Daten zufolge wieder auf gut 229 000 an, wie aus Zahlen der Universität am Mittwoch hervorging. Der bislang höchste Wert war am Samstag mit 297 491 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 357 000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. (dpa)

+++ 5. Januar +++

Biontech warnt vor zeitlicher Streckung: Wirksamkeit von Impfstoffgaben nicht überprüft

Das deutsche Pharmaunternehmen Biontech hat davor gewarnt, die für eine Immunisierung notwendigen zwei Dosen seines Corona-Impfstoffs in größerem zeitlichen Abstand als vorgesehen zu geben. Es lägen keine Daten vor, die eine Sicherheit und Wirksamkeit für den Fall belegten, dass die beiden Dosen im Abstand von mehr als drei Wochen gespritzt werden, erklärte Biontech am Dienstag.

Zwar belegten Daten, dass Empfänger schon zwölf Tage nach der ersten Spritze gegen das Coronavirus teilweise geschützt seien. Es gebe jedoch keine Belege dafür, dass der Schutz durch die erste Dosis mehr als 21 Tage lang andauere. In der klinischen Studie hätten nahezu alle Probanden die beiden Dosen in diesem Abstand erhalten.

Angesichts der begrenzten Mengen an verfügbarem Impfstoff hatte Dänemark am Montag angekündigt, die Impfdosen des Biontech-Vakzins mit bis zu sechs Wochen Abstand zu verabreichen. So sollen mehr Menschen in einem kürzeren Zeitraum zumindest eine erste Impfung erhalten. Großbritannien hatte angekündigt, sogar bis zu zwölf Wochen zwischen den beiden Impfungen verstreichen lassen zu wollen. (AFP)

Zahl der Corona-Impfungen auf rund 317.000 gestiegen

Die Zahl der in Deutschland verabreichten Corona-Impfungen ist auf rund 317.000 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab am Dienstag den Stand der Impfungen bis Montagabend mit 316.962 an, 44.563 mehr als am Vortag. Dies entspricht einer Impfquote von bundesweit 0,38 Prozent.

Von den Geimpften sind demnach 131.885 Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen. Weitere 149.727 Menschen wurden aufgrund einer beruflichen Indikation geimpft, dies betrifft vor allem Pflegekräfte und weiteres medizinisches Personal. 73.734 Menschen erhielten aufgrund ihres Alters den Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer, weitere 10.216 aus medizinischen Gründen.

Große Unterschiede gibt es weiterhin zwischen den Bundesländern. Spitzenreiter bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit einer Impfquote von 0,86 Prozent vor Sachsen-Anhalt mit 0,71 Prozent und Hessen mit 0,6 Prozent. Schlusslicht ist Niedersachsen mit einer Quote von 0,11 Prozent. Ebenfalls relativ wenig geimpft wurde bislang in Brandenburg und Thüringen mit Impfquoten von jeweils 0,13 Prozent. (AFP)

Kassenärztliche Vereinigung: Praxisärzte sollten bald mitimpfen

Nach Überzeugung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin sollten sich niedergelassene Ärzte möglichst bald an den Impfungen gegen das Coronavirus beteiligen können. «Viele Menschen müssen sehr schnell geimpft werden. Das schaffen wir nur in den Praxen», teilte der KV-Vorstand am Dienstag mit. «In der ambulanten Versorgung impfen wir in jedem Jahr innerhalb kürzester Zeit Millionen Menschen. Das schaffen wir auch bei der Covid-19-Impfung.»

Die KV plädierte dafür, diese Möglichkeiten zu nutzen, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, der logistisch einfacher zu handhaben sei. Das ist nach Einschätzung der KV beim Impfstoff des Unternehmens Astrazeneca und der Universität Oxford der Fall. «Der Vorteil gegenüber dem Impfstoff von Biontech/Pfizer liegt klar auf der Hand. Die Lagerung bei Kühlschranktemperaturen macht eine Impfung in den Praxen möglich.» (dpa)

Schleppender Impfstart: Brandenburgs Gesundheitsministerin bittet um Geduld

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat angesichts eines schleppenden Starts der Corona-Impfungen und Chaos bei der Termin-Hotline um Geduld gebeten. «Es ist ein Marathonlauf über viele Wochen und Monate», sagte Nonnemacher am Dienstag anlässlich des Starts des Impfzentrums in Potsdam. Viele hätten einen Terminwunsch, die noch nicht an der Reihe seien. Es sei wichtig, dass erstmal nur die über 80-Jährigen drankämen und Termine über die Hotline buchten.

Auf die Kritik, mit den Impfungen gehe es zu langsam voran, entgegnete die Ministerin, man brauche anerkennende Worte und kein Gemecker. In Pflegeheimen brauche es zum Beispiel Zeit, um notwendige Einwilligungen für Impfungen einzuholen. Ab der zweiten Jahreshälfte könne der Impfstoff in Hausarztpraxen sein.

Mit Potsdam und Cottbus öffnen die ersten beiden von elf geplanten Impfzentren, zunächst werden über-80-jährige Bürger und Mitarbeiter aus ambulanten Diensten geimpft. Bei der Termin-Hotline hatte es am Montag lange Wartezeiten und technische Probleme gegeben. (dpa)

Frankreichs Regierung gerät wegen Impfkampagne massiv unter Druck

 Wegen des extrem schleppenden Impfstarts in Frankreich gerät die Regierung immer weiter unter Druck. Man werde die Corona-Impfstrategie jetzt «verstärken, beschleunigen und vereinfachen», kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Dienstag im Gespräch mit dem französischen Sender RTL an.

Die Impfungen sollen so bald wie möglich nun auch zum Beispiel auf Menschen über 75 Jahre, die nicht im Heim leben, ausgeweitet werden. Véran sagte außerdem, dass Anmeldungen für eine Impfung über Internet und Telefon möglich sein sollen. Konkret solle das am Donnerstag vorgestellt werden.

In Frankreich herrschte am Dienstagmorgen noch immer Unklarheit über die konkrete Zahl der geimpften Menschen. Am Montag seien 2000 Impfungen überschritten worden, sagte Véran. Fakt ist, dass Frankreich im Vergleich mit vielen anderen Staaten hinten liegt. Véran versprach, dass man in den kommenden Tagen zu den Nachbarn aufschließen werde. Zum Vergleich: In Deutschland wurden mit Stand Montagmittag mehr als 260 000 Impfungen offiziell gemeldet. (dpa)

Sachsen diskutiert Streichung der Winterferien

Sachsen denkt über eine Streichung der Winterferien im Februar nach. Nach dpa-Informationen soll der Plan am Dienstag im Kabinett diskutiert werden. Zuvor hatte die «Freie Presse» berichtet. Demnach sollen als Ausgleich die Osterferien um eine Woche verlängert werden und bereits in der Karwoche ab dem 29. März beginnen, hieß es in dem Bericht. Die Schüler sollen damit nach dem Lockdown möglichst schnell wieder unterrichtet werden. (dpa)

Britische Abgeordnete wegen Corona-Verstoßes verhaftet und angeklagt

Eine britische Abgeordnete ist wegen eines eklatanten Verstoßes gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verhaftet und angeklagt worden. Das bestätigte die Polizei in Schottland am Montagabend.

Die Politikerin Margaret Ferrier, früher Fraktionsmitglied der Schottischen Nationalpartei (SNP), hatte im September für einen Aufschrei gesorgt, als sie mit Corona-Symptomen im Zug 600 Kilometer von Glasgow nach London fuhr, dort im Parlament sprach und nach einem positiven Test wieder nach Glasgow zurückfuhr.

Trotz Rücktrittsforderungen gab die 60-Jährige ihren Sitz im Unterhaus für den schottischen Wahlbezirk Rutherglen and Hamilton West bislang nicht auf. Sie wurde jedoch aus der Fraktion verwiesen und ist inzwischen unabhängige Abgeordnete. (dpa)

944 Corona-Tote, rund 11.900 Neuansteckungen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages fast 11.900 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 11.897 weitere Ansteckungsfälle erfasst. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1.787.410.

Nach Angaben des RKI wurden zudem 944 Todesfälle durch die Pandemie binnen 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 35.518.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.424.700. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Dienstag 134,7. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. (AFP)

Grenzkontrollen zu Polen: Hälfte der Einkaufstouristen kehrt um

Die Quarantänepflicht für Reisende bei der Rückkehr aus Polen - wie bei Einkaufsfahrten - scheint knapp vier Wochen nach ihrer Einführung noch wenig bekannt zu sein. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag erklärte, sind am Montag - dem ersten Werktag nach dem Jahreswechsel - die Hälfte der an der Grenze kontrollierten Fahrzeugführer nach Belehrung wieder umgekehrt. Insgesamt wurden von Ahlbeck bis Pomellen (Vorpommern-Greifswald) 30 Fahrzeuge kontrolliert, die nach Polen wollten. 15 Fahrer kehrten lieber wieder um. Bei der Einreise aus Polen seien 42 Fahrzeuge samt Insassen genauer unter die Lupe genommen worden - so viele wie an den drei Tagen vorher zusammen. Von ihnen verzichteten elf Autofahrer auf die Einreise nach Deutschland.

Mit der Quarantänepflicht will die Schweriner Landesregierung verhindern, dass das Coronavirus stärker ins Land getragen wird. Sie gilt seit 12. Dezember. Seitdem laufen intensive Grenzkontrollen von Landes- und Bundespolizei. Das hat nach Einschätzung von Experten auch zu einem Rückgang der Kriminalität im Nordosten geführt. (dpa)

Unangemeldete Corona-Proteste in Stralsund und Schwerin aufgelöst

Mit Verweis auf die strengen Corona-Einschränkungen haben Polizei und die Versammlungsbehörden sogenannte Protestspaziergänge in Schwerin und Stralsund verhindert. Wie die zuständigen Polizeisprecher am Dienstag erklärten, hatten sich am Montagabend ohne Anmeldung etwa 45 Protestierer in Stralsund und etwa 30 Leute in Schwerin versammelt. Um die vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln - wie Mindestabstand und Maskenpflicht - zu umgehen, habe auch bei den Treffen niemand eine Versammlung anmelden wollen. Daraufhin untersagten die Behörden auch spontane Protestspaziergänge in größeren Gruppen. In Stralsund seien mehreren Teilnehmern zudem Platzverweise erteilt worden.

Im Gegensatz dazu gab es in Rostock und Neubrandenburg sogenannte Protestspaziergänge auf vorher festgelegten Routen in der Innenstadt, auch mit Maskenpflicht. Daran nahmen nach Angaben der Polizei insgesamt 150 Menschen teil. Solche Proteste finden seit dem Frühjahr in mehreren Städten im Nordosten jeweils am Montagabend statt. Sie hatten in früheren Zeiten auch bis zu 1200 Teilnehmer. (dpa)

+++ 4. Januar +++

Frühere Zulassung? EMA berät heute über Moderna-Impfstoff

Eigentlich wollte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erst am 6. Januar über die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna beraten, doch nun hat sie die Beratungen auf den heutigen Montag vorgezogen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Sprecher der Behörde sagte der Nachrichtenagentur gegenüber, auch eine Einschätzung könne noch im Tagesverlauf erfolgen. Es wäre der zweite Impfstoff, der in der EU zugelassen würde, nach dem Vakzin von Biontech und Pfizer.

Bundesregierung verteidigt Impfstoff-Bestellung

Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Entscheidung der Bundesregierung für eine Beschaffung des Corona-Impfstoffs durch die EU verteidigt. Die Bundesregierung stehe hinter dieser „Grundsatzentscheidung“, sagte Seibert am Montag in Berlin. „Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist“, sagte er weiter.

Seibert reagierte auf kritische Fragen von Journalisten, die auf eine zu geringe Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland zielten. Seibert räumte – auch mit Blick auf die Umsetzung der Impfstrategie in den Ländern – ein, „dass es derzeit noch nicht an allen Stellen optimal läuft“. In diesem Geiste werde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch am Dienstag die Gespräche mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise führen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte: „Dass es jetzt am Anfang knapp sein würde mit dem Impfstoff, das war von Anfang an klar.“ Der Sprecher des Bundesgesundheitsministers nannte die begrenzte Produktionskapazität als Grund für die aktuell geringen Mengen an Impfstoff. „Eine andere Bestellpraxis hätte nichts daran geändert.“

Seibert sagte, der europäische Zusammenhalt habe sich gerade in der Pandemie als wichtig erwiesen. Berichte aus den Krankenhäusern in Deutschland zeigten die schwierige Lage. „Es bleibt also entscheidend, Neuinfektionen, wie immer möglich, zu vermeiden“, sagte er.

Einem Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums zufolge sind von den 1,3 Millionen nach Deutschland gelieferten Impfdosen erst 265.000 Dosen verimpft worden. Für die Impfungen sind die Länder verantwortlich. Der Bund ist für die Beschaffung des Impfstoffs zuständig. Die nächste Impfdosen sollen am 8.Januar geliefert werden. Bis Ende Januar sollen vier Millionen Impfdosen Deutschland erreicht haben.

Wintersportort Oberhof soll abgeriegelt werden

Auch in Thüringen bereitet der riesige Ansturm von Ausflüglern Probleme: Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz will die für Wintersport bekannte Stadt weitgehend abriegeln. „Es sollen nur noch Leute Zugang haben, die hier wohnen oder arbeiten oder ein berechtigtes Interesse daran haben, hierher zu kommen“, sagte Schulz am Montag auf Anfrage. Er habe dies dem Thüringer Innenminister Georg Meier (SPD) bereits unterbreitet. Am Wochenende waren in Oberhof Straßen zugeparkt, Feuerwehrzufahrten versperrt und Rettungswege blockiert. Oberhof bereitet sich zudem gerade auf zwei Biathlonweltcups vor, von denen der erste Ende der Woche beginnt.

Er sehe die Sperrung der Stadt als alternativlos an, sagte Schulz. „Ich habe Verständnis dafür, dass es die Menschen, die Familien mit Kindern in der Pandemie nach draußen drängt. Doch wir wurden überrannt, für den Ort ist die Menschenmasse nicht zu bewältigen.“ Es habe sich gezeigt, dass es nicht ausreiche, auf die Vernunft der Menschen zu setzen. Das Problem würde sich potenzieren, wenn die Biathlonfans entgegen aller Ratschläge nach Oberhof reisen würden, so Schulz. Für die Veranstaltungen am Wochenende und in der kommenden Woche sind hohe Sicherheits- sowie Hygienevorkehrungen geplant. Publikum ist nicht zugelassen.

+++ 3. Januar +++

Corona: Mehr als 14.600 Berliner gegen das Virus geimpft

In Berlin sind bislang 14.616 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Diese Zahl ergibt sich aus Meldungen an das Robert-Koch-Institut bis Sonntagmorgen (Stand: 8 Uhr). Sie liegt damit um 1443 höher als am Sonnabend. Geimpft wurden zunächst Menschen in Pflegeheimen, Pflegerinnen und Pfleger sowie Beschäftigte in Krankenhäusern.

An diesem Montag sollen auch die Impfungen in der Arena-Halle im Bezirk Treptow-Köpenick fortgesetzt werden, wie die Gesundheitsverwaltung am Sonntag bekräftigte. Das Impfzentrum war am Dienstag geschlossen worden.

Für die übrigen Impfzentren in der Bundeshauptstadt mit rund 3,7 Millionen Einwohnern gibt es noch keine Öffnungstermine. „Wir könnten jederzeit loslegen“, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Es gebe aber nicht genügend Impfstoff.

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer wurde kurz vor Weihnachten in der EU zugelassen und wird seit einigen Tagen verabreicht. Allerdings gab es zuletzt ein Hin und Her, wie viele Dosen Deutschland und damit die Bundesländer in nächster Zeit erhalten. Berlin hat nach offiziellen Angaben bislang 60.000 Dosen bekommen. Eine weitere Lieferung ist für Freitag angekündigt. Für jeden Patienten werden zwei Dosen benötigt.

Indien: Astrazeneca-Vakzin und und heimischer Impfstoff bekommen Notfall-Zulassung

Die indischen Behörden haben zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Impfstoff des indischen Unternehmens Bharat Biotech seien für den "eingeschränkten Gebrauch" zugelassen worden, teilte die Arzneimittelaufsichtsbehörde am Sonntag mit. Damit könnte in dem Land mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern schon bald der Startschuss für eine der größten Impfkampagnen der Welt fallen.

Ohne Maske gesungen: Polizei löst Gottesdienst auf

In einer Freikirche im ostwestfälischen Herford hat die Polizei mitten in der Corona-Pandemie einen Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern aufgelöst. Bei der Messe am Samstagabend trugen die Gläubigen keine Mund-Nasen-Bedeckung und sangen, wie ein Sprecher am Sonntagmorgen mitteilte. Die Gäste und den Veranstalter erwarteten nun Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, hieß es.

10.315 Corona-Neuinfektionen und 312 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 10.315 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 312 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten ist jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 139,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Samstag Sachsen mit 329,7 und Thüringen mit 248,9. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,4.

+++ 2. Januar +++

Vatikan will in zweiter Januarhälfte mit Corona-Impfungen starten

Der Vatikan will voraussichtlich in der zweiten Januarhälfte mit den Schutzimpfungen seiner Bewohner gegen Corona beginnen. Das teilte die Gesundheitsbehörde des katholischen Kirchenstaates am Samstag mit. Einen genauen Tag nannten die Verantwortlichen nicht. Außerdem gab es keine Angaben, ob und wann eine Impfung von Papst Franziskus (84) vorgesehen ist. Die Impfstoffe sollten in der zweiten Januarwoche in dem Kleinstaat in Rom eintreffen, hieß es. Die Menge werde ausreichen, um den Bedarf des Heiligen Stuhls und des Kirchenstaates zu decken. Er zählt knapp 1000 Einwohner. Im Vatikan lebt auch der 93-jährige emeritierte Papst Benedikt.

Für die Lagerung der Impfstoffdosen sei ein Tieftemperatur-Kühlschrank angeschafft worden, schrieb die Vatikanbehörde in der Mitteilung. Bei der Reihenfolge der Impfungen werde darauf geachtet, wer am stärksten ansteckungsgefährdet sei. In den vergangenen Monaten gab es mehrfach Corona-Ausbrüche im Vatikan, unter anderen bei den Wachsoldaten der Schweizer Garde.

Sachsen bleibt Bundesland mit höchster Inzidenz - fast 900 im Vogtland

Sachsen hat in der Corona-Pandemie weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer - mit deutlichem Abstand. Die Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag wies für den Freistaat 341,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche aus - 6,7 mehr als am Vortag. Im Vogtlandkreis erhöhte sich der Wert um 66,8 auf 885,4, damit ist die Region weiterhin Negativ-Spitzenreiter in Deutschland. Im Landkreis Meißen auf dem zweiten Rang ging er um knapp 20 auf 594,1 zurück.

Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut RKI bei 141,2, die geringste Inzidenz hat mit 30,1 der Landkreis Nordfriesland. Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Schleswig-Holstein haben indes einen Wert von unter 100.

Für den Freistaat Sachsen stehen im RKI-Dashboard (Stand: 1. Januar 2021 0.00 Uhr) 137 031 Corona-Infektionen seit Pandemie-Beginn im März 2020 - also 1634 mehr als am letzten Tag des Jahres 2020. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 36 auf 3302.

Lauterbach: Die schlimmsten drei Monate kommen noch

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet zunächst noch keine Besserung der Corona-Lage. „Wir werden jetzt die schlimmsten drei Monate der gesamten Pandemie mit hohen Infektions- und Todeszahlen vor uns haben“, sagte er der Rheinischen Post. Ab April sei aber durch eine Kombination aus besserem Wetter und mehr verfügbarem Impfstoff ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Ab wann wieder ein weitgehend normales Leben möglich ist, hängt Lauterbach zufolge von der Zulassung des Impfstoffs der Universität Oxford und des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca ab.

Der SPD-Politiker sieht deutliche Defizite bei der bisherigen Impfstrategie. Dass Europa so wenig von dem amerikanischen Impfstoff von Moderna gekauft habe, sei sehr bedauerlich. „Schon sehr früh war klar, dass der Moderna-Impfstoff sehr stark wirkt und in Hausarztpraxen verwendet werden könnte“, sagte Lauterbach. Weil so wenig davon bestellt worden sei, werde der Moderna-Impfstoff wohl auch bei einer zeitnahen Zulassung keine Rolle spielen. Außerdem könnte man jetzt schon weiter sein, wenn Deutschland selbst oder die EU von vornherein mehr Dosen des bereits zugelassenen Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech bestellt hätte, so Lauterbach.

12.690 Corona-Neuinfektionen und 336 neue Todesfälle gemeldet

Das Robert Koch-Institut hat die Corona-Zahlen für den Neujahrstag gemeldet. Die Gesundheitsämter übermittelten 12.690 Neuinfektionen. Außerdem gab es 336 Todesfälle in den letzten 24 Stunden. Eine Interpretation der Daten ist jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen.

Vor einer Woche, also am ersten Weihnachtsfeiertag, waren 14 455 Corona-Neuinfektionen und 240 Todesfälle registriert worden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 141,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Freitag, dem Neujahrstag, Sachsen mit 341,2 und Thüringen mit 244,7. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 74,2. In Berlin liegt der Wert unter dem Bundesschnitt bei 127.

+++ 1. Januar +++

Corona-Zahlen in Berlin: 207 Fälle, sechs Tote, 432 Intensivpatienten

In der Hauptstadt haben sich in den vergangenen 24 Stunden 207 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Zudem wurden sechs weitere Todesfälle registriert. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Neujahrstag hervor. Sechs Bezirke meldeten allerdings keine Zahlen. Die Statistik ergibt deshalb kein komplettes Bild des Infektionsgeschehens.

Die meisten Neuinfektionen wurden im Bezirk Reinickendorf registriert (+54), gefolgt von Tempelhof-Schöneberg (+48) und Marzahn-Hellersdorf (+47). Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 127. Sie sinkt damit deutlich. Am 27. Dezember hatte sie noch bei 168,1 gelegen. Die Corona-Ampel für diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz steht trotzdem weiter auf Rot. Erst bei einem Wert unter 30 würde die Ampel auf Gelb springen.

Ebenfalls Rot zeigt weiterhin die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung. Diese liegt momentan bei 34 Prozent. Am 27. Dezember lag die Auslastung noch bei 32,2 Prozent. Als Warnwert gelten 25 Prozent.

Derzeit werden 432 Menschen in Berlin mit einer Covid-19-Erkrankung auf Intensivstationen behandelt. Davon werden 346 beatmet. Insgesamt befinden sich 1696 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus.

Lediglich die Ampel für die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, steht weiter auf Grün. Der Wert liegt bei 0,73 Prozent.

22.924 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages knapp 23.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 22.924 Ansteckungsfälle erfasst. Am Vortag waren es 32.552 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 1.742.661.

Nach Angaben des Instituts wurden ferner 553 Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 33.624. Am Mittwoch hatte das RKI einen neuen Tageshöchstwert von mehr als 1100 Todesfällen bekanntgegeben.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.350.000. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz betrug am Freitag 141,9. Am Vortag hatte sie noch bei 139,8 gelegen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Seit dem 16. Dezember gilt in ganz Deutschland ein harter Lockdown. Ein Großteil der Geschäfte ist geschlossen. Auch die Schulen und Kitas machten weitgehend dicht. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 10. Januar befristet. Am Dienstag wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten.

Corona: Südafrikanische Mutation auch in Frankreich

In Frankreich ist ein erster Fall der in Südafrika aufgetretenen Coronavirus-Variante registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, war die Virusvariante bei einem in Frankreich lebenden Mann nachgewiesen worden, der sich zuvor in Südafrika aufgehalten habe. Einige Tage nach seiner Rückkehr habe er Symptome gehabt und sich umgehend zu Hause isoliert. Es gebe keine Risikokontakte, der Mann sei mittlerweile genesen.

Der in Grenznähe Lebende war in der Schweiz getestet worden, wie es vom Gesundheitsministerium hieß. Untersuchungen ergaben, dass er mit der vorerst 501.V2 genannten Variante infiziert war. Um die Ausbreitung dieser Form des Coronavirus in Frankreich einzudämmen, ist ein negativer Corona-Test aus den vorangegangenen 72 Stunden bei der Einreise aus Südafrika notwendig.

Erst am Sonnabend war ein erster Fall einer in Großbritannien aufgetretenen Coronavirus-Variante in Frankreich nachgewiesen worden. Auch wer aus dem Vereinigten Königreich nach Frankreich reist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

+++ 31. Dezember +++ 

Laut RKI: Schon mehr als 130.000 Impfungen in Deutschland

Mehr als 130.000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft. Bis Donnerstagfrüh wurden insgesamt 131.626 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 51.465, wie aus RKI-Angaben von Donnerstag hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele somit nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Unter den Geimpften sind 57 406 Bewohner von Pflegeheimen. 61 612 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen, darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 31 250 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft.

Die meisten Impfungen wurden bisher in Bayern erfasst (28 206), gefolgt von 19 930 in Nordrhein-Westfalen und 15 674 in Hessen. Die in absoluten Zahlen am wenigsten Impfungen wurden bisher in Thüringen (810), Bremen (1691) und Hamburg (2040) erfasst. Den Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung gibt das RKI zu Beginn der Impfkampagne nicht an.

Bericht: Bewältigung von Corona-Krise wird 1,3 Billionen Euro kosten

Die Bewältigung der Corona-Krise werden Bund und Länder allein in diesem Jahr bis zu 1333,4 Milliarden Euro kosten, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Darin enthalten ist der Gesamtbetrag „aller Hilfspakete, die in der Corona-Krise bislang seitens der Regierungen in Bund und Ländern auf den Weg gebracht wurden“, die erwarteten Einnahme-Ausfälle durch die Krise sowie die Summe der Garantien von rund 826,5 Milliarden Euro, die Bund und Länder gewährleisten.

Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung zudem mit weiteren Corona-Folgekosten von rund 184 Milliarden Euro, die aber auch nicht oder unvollständig in Anspruch genommene Gelder aus dem Jahr 2020 beinhalten können. Der Bund stellt den Großteil der Corona-Ausgaben aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond mit 397,1 Milliarden Euro.

Die Länderhaushalte wurden in diesem Jahr mit insgesamt rund 82,8 Milliarden Euro belastet, die Gemeinden beteiligten sich daran mit insgesamt 2,3 Milliarden Euro. Mit 27 Milliarden Euro beteiligten sich die Sozialkassen, wobei 25,5 Milliarden auf Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld zurückzuführen ist.

Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Linken, warnt vor den Folgen der Corona-Krise für den Mittelstand. Er fordert einen Finanzierungsplan: „Die Krise wird historisch teuer, die Kosten steigen von Woche zu Woche und die Bundesregierung kümmert sich bisher nicht darum, wer sie tragen soll.“

Das Parlament müsse noch vor der Wahl im kommenden Jahr handeln, so der Linksfraktionschef. Er fordert einen Lastenausgleich: „Wir brauchen eine einmalige Abgabe auf das Vermögen von Multimillionären und Milliardären, anstatt den kleinen Leuten ins Portemonnaie zu greifen.“

RKI meldet 32.552 Neuinfektionen

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 32.500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 32.552 Ansteckungsfälle erfasst. Damit erreichte die Zahl erneut das Niveau der Höchstwerte von mehr als 30.000 Fällen wie in der Woche vor Weihnachten. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 1.719.737.

Nach Angaben des Instituts wurden ferner 964 Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 33.071.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.328.200. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz betrug am Donnerstag 139,8. Am Vortag hatte sie noch bei 141,3 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Seit dem 16. Dezember gilt in ganz Deutschland ein harter Lockdown. Ein Großteil der Geschäfte ist geschlossen. Auch die Schulen und Kitas machten weitgehend dicht. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 10. Januar befristet. Am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten.

+++ 30. Dezember +++ 

Neuer Höchststand: 1129 Corona-Tote an einem Tag

In Deutschland sind erstmals mehr als tausend Todesfälle innerhalb eines Tages infolge von Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 1129 Todesfälle erfasst. Die bisherige Rekordzahl lag bei 962 Verstorbenen binnen 24 Stunden und war am Mittwoch vergangener Woche registriert worden.

Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg laut den jüngsten Angaben des RKI auf 32.107. Nach Angaben des Instituts wurden ferner 22.459 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden registriert. Die bisherigen täglichen Höchstwerte lagen bei mehr als 30.000 Fällen. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs auf 1.687.185.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.302.600. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz betrug Mittwoch 141,3. Am Vortag hatte sie noch bei 149,2 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Seit zwei Wochen gilt in ganz Deutschland ein harter Lockdown. Ein Großteil der Geschäfte ist geschlossen. Auch die Schulen und Kitas machten weitgehend dicht. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 10. Januar befristet. Voraussichtlich am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten.

+++ 29. Dezember +++

Vogtland: Betrüger geben sich als Corona-Impfteam aus

Die Polizei hat davor gewarnt, dass sich Betrüger im sächsischen Vogtlandkreis als vermeintliches Corona-Impfteam ausgeben. Jeder solle wachsam sein, wenn Unbekannte ohne Ankündigung vor der Tür stünden und sich als medizinisches Personal ausgäben, teilte die Polizei Zwickau am Dienstag mit. Auf keinen Fall sollten solche Menschen ins Haus gelassen werden.

Anlass für die mögliche neue Betrugsmasche war ein Fall aus Treuen im Vogtland. Ein Bewohner meldete sich am Montagabend bei der Polizei und meldete, dass zwei Männer in weißen Jacken und mit Koffern bei ihm geklingelt hätten und vorgaben, ihn gegen Corona impfen zu wollen. Laut Mitteilung wimmelte der Mann die mutmaßlichen Betrüger ab und informierte die Beamten.

In Deutschland hat erst vor wenigen Tagen die Impfung gegen das Coronavirus begonnen. Allerdings werden zunächst Bewohner von Pflegeheimen und medizinisches Personal geimpft. Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, soll die Immunisierung der Bevölkerung verstärkt über sogenannte Impfzentren koordiniert werden.

+++ 26. Dezember +++

Fast 14.500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages knapp 14.500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 14.455 weitere Ansteckungsfälle erfasst. Die bisherigen Höchstwerte lagen bei mehr als 30.000 Fällen. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 1.627.103.

Nach Angaben des RKI wurden ferner 240 Todesopfer der Pandemie innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 29.422. Am Mittwoch hatte das RKI ein Rekordhoch von 962 Todesfällen bekanntgegeben.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.223.700. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz betrug am Samstag 170,7. Am Vortag hatte sie noch bei 188,8 gelegen. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Seit Mittwoch vergangener Woche gilt in ganz Deutschland ein harter Lockdown. Ein Großteil der Geschäfte ist geschlossen. Auch die Schulen und Kitas machten weitgehend dicht. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 10. Januar befristet. Voraussichtlich am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten. (AFP)

Mehr als drei Millionen Corona-Infektionen in Russland

In Russland ist die Zahl der Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie über die Marke von drei Millionen gestiegen. Das geht aus der am Samstag in der Hauptstadt Moskau veröffentlichten offiziellen Statistik hervor. Demnach gab es landesweit binnen eines Tages 29.200 Neuinfektionen. Mehr als 54.200 Menschen starben bislang mit dem Virus - mehr als 560 Todesfälle gab es allein innerhalb von 24 Stunden. Den Behörden zufolge sind Moskau und die Hafenstadt St. Petersburg im Norden des Landes am stärksten betroffen.

Die Regierung hofft, mit den von russischen Forschern entwickelten Impfstoffen die Pandemie in den Griff zu bekommen. Seit Anfang des Monats laufen die Impfungen mit dem Wirkstoff «Sputnik V», der als weltweit erster Corona-Impfstoff trotz Bedenken internationaler Forscher für eine breite Anwendung freigegeben wurde. Den Behörden zufolge wurden bislang mehr als 300.000 Menschen damit geimpft.

Das Gesundheitsministerium erteilte dem Staatsfernsehen zufolge nun die Freigabe, dass auch Menschen über 60 Jahre «Sputnik V» erhalten können. Vor mehr als einer Woche hatte der 68 Jahre alte Kremlchef Wladimir Putin gesagt, dass er sich noch nicht impfen lassen könne, weil «Sputnik V» nur für Menschen bis 60 zugelassen sei.

In Russland sind bereits zwei Corona-Impfstoffe für Menschen freigegeben worden. Weitere sind in der Entwicklung. (dpa)

Potsdam: 9750 Impfdosen gegen Corona sind eingetroffen

In Brandenburg ist am Samstag die erste Lieferung des Impfstoffs gegen das Coronavirus eingetroffen. Die 9750 Impfdosen seien am Vormittag angeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Aus Sicherheitsgründen werde der Impfstoff von Biontech/ Pfizer an einem geheimen Ort gelagert.

Die Impfungen in Brandenburg mit einem mobilen Team sollen am Sonntag in einer Pflegeeinrichtung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz beginnen. Von Dienstag an sollen Mitarbeiter in den Krankenhäusern geimpft werden. Die Eröffnung zweier Impfzentren in Potsdam und Cottbus ist für den 5. Januar geplant. Dort sollen zunächst über 80-Jährige vorrangig geimpft werden. (dpa)

Corona-Variante aus England erreicht Japan

Die in England aufgetretene Variante des Coronavirus ist nun erstmals auch in Japan nachgewiesen worden. Sie wurde bei fünf Menschen festgestellt, die zwischen dem 18. und 21. Dezember aus Großbritannien eingereist waren, wie Gesundheitsminister Norihisa Tamura am späten Freitagabend (Ortszeit) mitteilte.

Die Betroffenen seien in eine 14-tägige Quarantäne geschickt worden. Einer von ihnen habe Erschöpfungserscheinungen, die anderen vier seien symptomfrei. Die fünf waren eingereist, bevor Japan Einreisebeschränkungen wegen der in Großbritannien entdeckten Virus-Mutation verhängte. Diese ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

Japan meldete zudem einen Rekord von 3 823 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Mit insgesamt rund 215 000 Ansteckungen und 3 200 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus steht das Land mit seinen etwa 127 Millionen Einwohnern im internationalen Vergleich dennoch relativ gut da. (dpa)

Erste Corona-Impfstoffe für Italien erreichen Ziel in Rom

Die ersten Corona-Impfstoffe haben unter Militär-Geleit ihr Ziel in der italienischen Hauptstadt Rom erreicht. Der Transporter sei am späten Freitagabend in einer Kaserne der Carabinieri im Norden Roms angekommen, wie das Verteidigungsministerium am Samstagmorgen bestätigte. Auf einem vom Ministerium verbreiteten Video war zu sehen, wie der Transporter mit den aus Belgien angelieferten Impfdosen von Pfizer-Biontech eskortiert von mehreren Polizeiautos der Carabinieri in die Kaserne einfuhr.

Ab Sonntag will Italien anlässlich des europäischen «V-Day» (Vaccine Day - Impftag) die ersten wenigen Tausend Corona-Impfungen verabreichen. Laut Impfplan des Gesundheitsministeriums sollen zunächst Bedienstete in Krankenhäusern geimpft werden, die besonders der Gefahr ausgesetzt sind, sich mit dem Virus anzustecken. Weitere Mitarbeiter in Krankenhäusern und Altenheimen seien danach dran. Eine Impfpflicht ist in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern laut Ministerpräsident Giuseppe Conte nicht geplant.

Ab Januar will die Mitte-Links-Regierung dann weitere Impfungen spritzen lassen. Rom rechnet damit, für das erste Quartal des kommenden Jahres etwas mehr als 28 Millionen Impfstoffe verschiedener Hersteller zu erhalten. Bislang registrierten die Gesundheitsbehörden in dem Mittelmeerland mehr als 71 000 Tote mit Sars-CoV-2 und mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen. (dpa)

Coronavirus-Mutation erstmals in Frankreich nachgewiesen

Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation ist erstmals auch in Frankreich nachgewiesen worden. Das Virus wurde bei einem zuvor aus dem Vereinigten Königreich eingereisten Franzosen festgestellt, wie das Gesundheitsministerium in Paris in der Nacht zu Samstag mitteilte. Der Mann aus dem zentralfranzösischen Tours sei am Samstag vergangener Woche aus London eingereist und am Montag positiv auf das Virus getestet worden. Untersuchungen hätten am Freitag bestätigt, dass es sich um die mutierte Corona-Variante handelt.

Der in Großbritannien lebende französische Staatsangehörige zeige keine Symptome einer Corona-Erkrankung, erklärte das Ministerium weiter. Der Mann befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Zuvor hatten die französischen Behörden am Freitag mitgeteilt, dass binnen 24 Stunden insgesamt 20.262 neue Corona-Fälle bekannt geworden seien. Frankreich gehört zu den in Europa am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg auf 62.427.

Die britische Regierung hatte am vergangenen Wochenende darüber berichtet, dass sich in Teilen Englands eine Variante von Sars-CoV-2 ausgebreitet habe, die deutlich ansteckender sein könnte als die bisherige Form. Dies hatte weltweit Besorgnis ausgelöst. Am Donnerstag war ein erster Fall der Virus-Mutation in Baden-Württemberg entdeckt worden. (AFP)

Erste Dosen von Corona-Impfstoff in Frankreich eingetroffen

In Frankreich sind die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer eingetroffen. Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurden am frühen Samstagmorgen rund 19.500 Dosen an die Zentralapotheke der Pariser Krankenhäuser ausgeliefert. Wie in Deutschland sollen die Impfungen mit dem Corona-Vakzin in Frankreich am Sonntag beginnen.

Apotheken-Chef Franck Huet sprach nach der Annahme der Lieferung von einem "historischen" Moment in der Pandemie. Produziert worden war der Impfstoff am Pfizer-Standort im nordbelgischen Puurs.

Als erste Menschen in Frankreich werden am Sonntag die Bewohner zweier Pflegeheime im außerhalb von Paris gelegenen Sevran und im ostfranzösischen Dijon geimpft. Die flächendeckende Impfkampagne soll dann im neuen Jahr starten.

In Frankreich sind bereits mehr als 62.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Am Freitag hatten die Gesundheitsbehörden den ersten Nachweis der in Großbritannien entdeckten neuen Virus-Variante bekannt gegeben. (AFP)

+++ 25. Dezember +++

Österreich startet in den dritten Lockdown

In Österreich beginnt am Samstag der dritte Lockdown. Viele Geschäfte müssen drei Wochen schließen. Außerdem gelten bis mindestens Mitte Januar Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Mit der Maßnahme will das Land die Verbreitung des Coronavirus weiter eindämmen. Zuletzt war das öffentliche Leben von Mitte November bis Anfang Dezember heruntergefahren worden. Seitdem ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gefallen. In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 160 Fälle pro 100 000 Einwohner gezählt. Damit liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Gegensatz zu den vergangenen Monaten inzwischen unter den aktuellen Werten in Deutschland. (dpa)

Papst fordert Impfstoff für alle und ruft zur Solidarität mit den Schwächsten auf

Papst Franziskus hat an Weihnachten zur weltweiten Solidarität in der Corona-Krise aufgerufen. "In diesem historischen Augenblick, der von der ökologischen Krise und von schwerwiegenden wirtschaftlichen Missverhältnissen gekennzeichnet ist, die durch die Pandemie noch verschlimmert wurden, bedürfen wir mehr denn je der Geschwisterlichkeit", unterstrich der Papst am Freitag in seiner Weihnachtsbotschaft. Wegen der Pandemie wurde seine Botschaft diesmal von der Loggia des Petersdoms nach innen verlegt.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach von einer "Geschwisterlichkeit", die über die Familie, die eigene Volksgruppe, Religion oder Kultur hinausgeht. Diese Solidarität müsse auch "in den Beziehungen zwischen Völkern und Nationen" gelten. Sie müsse in Zeiten der Pandemie vor allem den Schwächsten, den Kranken und den Arbeitslosen gelten sowie den Frauen, "die in diesen Tagen der Isolation zum Opfer häuslicher Gewalt" geworden seien.

In diesem Zusammenhang forderte Franziskus erneut einen allgemeinen Zugang zu den Impfungen und Therapien gegen Covid-19. Niemand dürfe zulassen, dass "Nationalismus" die Menschen daran hindere, als große Familie zu leben, sagte der 84-Jährige. "Wir können auch nicht zulassen, dass das Virus des extremen Individualismus uns überwältigt und uns gleichgültig gegenüber dem Leiden anderer Brüder und Schwestern macht." (AFP)

Weltweit über 1,74 Millionen Tote, mehr als 25 Millionen Corona-Infektionen in Europa

In Europa haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie bereits mehr als 25 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Dies ergab eine AFP-Zählung vom Freitag aus 52 Ländern auf Grundlage von Behördenangaben. Bei der Zahl der Todesfälle hatte Europa am 17. Dezember die Marke von 500.000 überschritten, mittlerweile liegt die Zahl bei 540.647.

Insgesamt starben bislang weltweit mehr als 1,74 Millionen Menschen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus. Weltweit liegt die Zahl der Infektionen bei mehr als 79,3 Millionen, mehr als 50,1 Millionen der infizierten Menschen gelten mittlerweile als geheilt.

Bis zum 1. Weihnachtsfeiertag wurden weltweit binnen 24 Stunden 12.667 Todesfälle und 692.731 Neuinfektionen gezählt. Die USA sind mit mehr als 18,6 Millionen nachgewiesenen Infektionen und mehr als 329.000 Corona-Toten das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land. (AFP)

Mehr als 900 Corona-Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt in Brandenburg auch über die Weihnachtstage auf hohem Niveau: Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag 918 neu registrierte Fälle innerhalb eines Tages, am Vortag waren es mit 1181 Neuinfektionen etwas mehr. Allerdings hatten am Freitag zwei Landkreise keine Meldung abgegeben. Weitere 19 Menschen starben mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt stieg die Zahl der Verstorbenen auf 897.

Mit 223 Fällen meldete der Landkreis Teltow-Fläming mit Abstand die meisten Neuinfektionen. Corona-Hotspot war am Freitag wieder der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 566,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, dicht gefolgt vom Landkreis Elbe-Elster mit einem Wert von 551,9 und der Stadt Cottbus mit 418,3. Für ganz Brandenburg sank die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz leicht auf 288,7. (dpa)

Coronazahlen in den USA zu Weihnachten weiter hoch

Die USA verzeichnen zu Weihnachten weiterhin hohe Zahlen an täglichen Neuinfektionen und Todesfällen mit dem Coronavirus. Am Donnerstag - Heiligabend - wurden binnen eines Tages 192 081 Neuinfektionen und 2899 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion erfasst, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitag hervorging. Die bisher höchsten Werte wurden vergangene Woche mit 249 709 Neuinfektionen (18. Dezember) und 3682 Toten (16. Dezember) verzeichnet.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern etwa 18,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 329 100 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. (dpa)

Mehr als 25.500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 25.500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 25.533 weitere Ansteckungsfälle erfasst. Die bisherigen Höchstwerte lagen bei mehr als 30.000 Fällen. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 1.612.648.

Nach Angaben des RKI wurden ferner 412 Todesopfer der Pandemie innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 29.182. Am Mittwoch hatte das RKI ein Rekordhoch von 962 Todesfällen bekanntgegeben. (AFP)

Zwei Drittel der Deutschen wollen sich gegen Corona impfen lassen

Etwa zwei Drittel der Deutschen wollen sich laut einer Umfrage gegen das Coronavirus impfen lassen. In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 32 Prozent der Befragten an, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber trotzdem erst einmal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten. 19 Prozent haben sich gegen eine Impfung entschieden, 16 Prozent sind noch unentschlossen.

Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent hat aber auch Angst vor Nebenwirkungen der Impfung. Nur ein Drittel hat solche Befürchtungen nicht. 10 Prozent machten dazu keine Angaben. (dpa)

+++ 24. Dezember +++

Stübgen warnt vor Konsequenzen bei gefälschten Masken-Attesten

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) hat nachdrücklich vor der Nutzung von gefälschten Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht gewarnt. Die Polizei akzeptiere bei Kontrollen künftig nur noch Atteste im Original, auf denen neben dem Arzt auch die Diagnose und die Gründe zur Befreiung von der Maskenpflicht vermerkt sein müssten, sagte Stübgen am Donnerstag der «Märkischen Allgemeinen» (online). Diese Daten werde die Polizei aufnehmen und an die Gesundheitsämter weiterleiten.

«Wer glaubt, man könne all dies auf die leichte Schulter nehmen, den warne ich: Urkundenfälschung ist ein Offizialdelikt», warnte Stübgen. Ein Offizialdelikt wird als Straftat von einer Staatsanwaltschaft von Amts wegen verfolgt.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte in der vergangenen Woche im Landtag auch vor möglichen Konsequenzen für Ärzte gewarnt. Wenn sich ein Verdacht auf eine Fälschung oder eine mangelnde Begründung ergebe, würden diese Atteste an die Landesärztekammer weitergeleitet, erklärte Nonnemacher. Dort könnten dann berufsrechtliche Konsequenzen gegen Ärzte eingeleitet werden, wie dies in anderen Bundesländern bereits geschehen sei. (dpa)

Fast 1200 Corona-Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Brandenburg unvermindert hoch. Das Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 1181 neue Fälle innerhalb eines Tages. Am Vortag war die Zahl der neu bestätigten Fälle auf den Höchstwert von 1580 hochgeschnellt. 22 Menschen starben von Mittwoch auf Donnerstag mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt wurden in Brandenburg seit Beginn der Pandemie nun 878 Todesfälle registriert.

Corona-Hotspot blieb der Landkreis Spree-Neiße mit 617,7 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, gefolgt vom Kreis Oberspreewald-Lausitz mit einem Wert von 574,2 und Cottbus mit 411,3. Für ganz Brandenburg betrug die so genannte 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Ansteckungen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, gegenüber dem Vortag kaum verändert 305,4. (dpa)

Polizeigewerkschaft fordert Demo-Verbote an Impfzentren und Transportstrecken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert ein Demonstrationsverbot auf den Routen der Impfstofftransporte und der Impfzentren in Deutschland. "Wir brauchen Demo-Verbote, sowohl auf den Transportstrecken als auch bei den Impfstationen", sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt der "Passauer Neuen Presse" (Weihnachtsausgabe). Eigentlich müsse es jetzt selbstverständlich sein, auf solche Demonstrationen zu verzichten, doch von solchen Selbstverständlichkeiten könne man leider nicht ausgehen.

"Wenn die Impfstoff-Transporte so ablaufen wie die Castor-Transporte, werden wir das nicht hinbekommen. Das schafft die Polizei dann kräftemäßig nicht", sagte Wendt mit Blick auf die Proteste und Blockaden von Atommülltransporten. Er forderte von Ländern und Kommunen, Vorsorge zu treffen und Verbote zu erlassen. Zuständig sei die jeweilige Versammlungsbehörde der Kommunen. Das müsse "schnell und klar geregelt werden. Die Bundesländer sollten das jeweils koordinieren", forderte Wendt. (AFP)

Ab Heiligabend: NRW untersagt Testverweigerern Zugang zu Alten- und Pflegeheimen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung untersagt Besuchern, die einen Schnelltest ablehnen, den Zugang zu Alten- und Pflegeheimen. Die betreffenden Allgemeinverfügungen würden mit Wirkung vom Donnerstag entsprechend geändert, sagte eine Sprecherin von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Demnach ist Besuchern, die angebotene Schnelltests (PoC-Test) ablehnen, der Zutritt zu verweigern.

"Dies gilt nicht, wenn medizinischen Gründe glaubhaft gemacht werden können, die der Durchführung dieser Testung entgegenstehen", sagte die Ministeriumssprecherin demnach weiter. Auch werde der Zutritt nicht verweigert bei dem Nachweis, dass innerhalb von 72 Stunden vor dem beabsichtigten Besuch bereits eine PoC-Testung mit negativem Ergebnis vorgenommen wurde. (AFP)

Verdacht auf illegales Glücksspiel - Polizei löst Zusammenkunft mit 24 Menschen auf

Die Hamburger Polizei hat im Stadtteil Wandsbek eine Zusammenkunft von 24 Menschen aufgelöst, die unter Missachtung der Coronaregelungen illegales Glücksspiel betrieben haben sollen. Die 24 Beschuldigten seien um kurz vor Mitternacht in den Räumen einer Firma angetroffen worden, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit. Anwohner hätten die Einsatzkräfte zuvor informiert. Die Polizei löste die Pokerrunde auf und nahm gegen die 24 Beschuldigten mehrere Anzeigen auf, unter anderem wegen des Verstoßes gegen die Coronaverordnung und des Verdachts auf verbotenes Glücksspiel. (dpa)

Hohe Coronazahlen in den USA: 228 131 Neuinfektionen und 3359 Tote

In den USA breitet sich das Coronavirus weiter aus. Am Mittwoch - einen Tag vor Heiligabend - wurden binnen eines Tages 228 131 Neuinfektionen und 3359 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion erfasst, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Die bisher höchsten Werte wurden vergangene Woche mit 249 709 Neuinfektionen (18. Dezember) und 3682 Toten (16. Dezember) verzeichnet.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hatte die Amerikaner in seiner Ansprache vor den Feiertagen zu Vorsicht ermahnt, um weitere Infektionen zu vermeiden. Dazu gehöre auch, Weihnachten in diesem Jahr nicht wie üblich mit vielen Familienmitgliedern zu feiern.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern etwa 18,4 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 326 200 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. (dpa)

Israel beschließt dritten landesweiten Corona-Teil-Lockdown

Wegen steigender Corona-Fallzahlen haben die israelischen Behörden einen dritten Teil-Lockdown beschlossen. Die Restriktionen treten am Sonntag um 17.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) für mindestens zwei Wochen in Kraft, wie das Büro von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag mitteilte. Sie könnten für weitere zwei Wochen verlängert werden, sollte die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen nicht unter tausend fallen.

Im Rahmen des Teil-Lockdown dürfen die Menschen in Israel sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause weg bewegen. Die meisten Geschäfte müssen schließen, Lieferdienste sind aber erlaubt. Bei Unternehmen ohne Publikumsverkehr darf höchstens die Hälfte der Belegschaft ins Büro kommen.

Die Schulen bleiben geöffnet und auch der Gang zur Impfung bleibt erlaubt. Israel hatte am Montag mit den Impfungen gegen das neuartige Coronavirus begonnen. (AFP)

Regierungschef Woidke will weniger Alleingänge bei Corona-Abstimmung

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) fordert mehr Gemeinsamkeit der Länder bei der Abstimmung über neue Corona-Regeln. «Wir alle stehen gemeinsam in der Verantwortung. Wir haben den Einzelhandel geschlossen, aber nicht den Jahrmarkt der Eitelkeiten», sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. «Das beschädigt die Glaubwürdigkeit von Politik.» Am meisten geärgert hätten ihn in den vergangenen Monaten wiederholte Alleingänge einiger Kollegen: «Erst bei der Verschärfung, wo einer meint, mehr "harter Hund“ sein zu müssen als andere, was am Ende nicht geholfen hat, genauso wie beim Wettlauf, wer der größte Lockerer ist.» Diese widersprüchlichen Meldungen verwirrten, machten die Menschen müde und minderten die Akzeptanz. «Die aber ist Grundvoraussetzung für Erfolg», so Woidke.

Die Länderchefs hätten nach seiner Ansicht früher härtere Maßnahmen gegen das Coronavirus ergreifen sollen. «Trotz des absehbar höheren juristischen Risikos aufgrund der Verhältnismäßigkeit hätten wir Ende Oktober deutschlandweit mehr tun sollen», sagte Woidke. «Wir hatten damals in Brandenburg noch eine vergleichbar gute Situation und die rechtlichen Schwierigkeiten für ein einziges Bundesland wären riesengroß gewesen. Wenige Tage vorher wurde uns das Beherbergungsverbot weggeklagt.» An die anderen Regierungschefs habe er damals appelliert, keine verkaufsoffenen Sonntage zuzulassen und sei belächelt worden. «Die Realität hat uns leider eingeholt.» (dpa)

+++ 20. Dezember +++

Neue Virusvariante und Impfstoff-Wirksamkeit: „Kein Grund zur Sorge“

Die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffes wird durch die in Großbritannien aufgetauchte neue Variante des Virus nach Expertenansicht vermutlich nicht entscheidend beeinträchtigt. «Ich sehe da derzeit keinen Grund für Alarm», sagte Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel.

Auch Andreas Bergthaler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) in Wien hält die derzeitige Entwicklung nicht für «wahnsinnig alarmierend». Dass Mutationen auftauchen, sei nicht ungewöhnlich. Derzeit wisse man nicht, ob die beobachteten Veränderungen die Eigenschaften des Erregers überhaupt entscheidend verändern.

Seit einigen Wochen breitet sich im Südosten Englands eine Coranavirus-Variante aus, die ersten Erkenntnissen zufolge ansteckender ist als bisherige Varianten. Dass diese Variante sich schneller ausbreite, sei grundsätzlich plausibel, sagte Neher. Wenn sich das bestätige, seien deutlich schärfere Maßnahmen nötig, um die Ausbreitung des Coronavirus wie gewünscht einzudämmen. Denkbar sei aber auch, dass die derzeitige verstärkte Ausbreitung dieser Variante letztlich Zufall sei und etwa auf ein Superspreading-Event zurückgehe.

Mit Blick auf die Wirksamkeit der Impfung betonen die Experten, dass der Impfstoff eine Immunreaktion gegen gleich mehrere Virusmerkmale erzeugt. Veränderungen einzelner Merkmale würden deshalb nicht dazu führen, dass das Immunsystem den Erreger nicht mehr erkenne, sagte Neher. Man müsse die weitere Dynamik genau beobachten. (dpa)

Party trotz Corona: Jugendliche verstecken sich in Abstellraum

Wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in der Nähe von Stuttgart eine Feier mit 18 Gästen aufgelöst. Einzelne Gäste versteckten sich den Angaben zufolge in einem Abstellraum vor den Beamten.

Streifenpolizisten hatten am Sonnabend in einem Industriegebiet bemerkt, dass Licht, Musik und Stimmen aus einem Gebäude kamen. Die Beamten riefen Verstärkung, öffneten die Tür und durchsuchten das Gebäude. Die Gäste im Alter zwischen 16 und 20 Jahren und auch der Gastgeber wurden nach draußen begleitet, wo die Minderjährigen auf ihre Eltern warten mussten. Laut Polizei müssen alle Beteiligten mit einem Bußgeld rechnen. (okb/dpa)

Gesundheitszustand von Macron nach Corona-Infektion weiter stabil

Der Gesundheitszustand des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron ist weiter stabil. Nach Angaben aus Elysée-Kreisen vom Sonntag sei sein Gesundheitszustand im Vergleich zum Vortag gleichbleibend. Der 42-Jährige war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er leidet unter Husten, Müdigkeit und Muskelschmerzen, wie das Präsidialamt am Samstag mitteilte.

In einem am Freitag via Twitter verbreiteten Video hatte der Staatschef mitgeteilt, dass es ihm dennoch gut gehe, er aber etwas langsamer arbeite. Macron wurde am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet und hat sich in der Präsidentenresidenz La Laterne am Rande des Schlossparks von Versailles isoliert.

Frankreich gehört zu den europäischen Ländern, die stark von der Covid-19-Pandemie betroffen sind. In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern sind seit Ausbruch der Pandemie über 60 000 Infizierte gestorben. (dpa)

Wegen Corona-Krise bis Oktober 155 Millionen weniger Flugpassagiere in Deutschland

Wegen der Corona-Krise sind zwischen Januar und Oktober dieses Jahres in Deutschland 155 Millionen weniger Passagiere geflogen als im Vorjahreszeitraum. Dies entspreche einem Rückgang von 72 Prozent, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Die Zahl der Flüge sei um 1,1 Millionen und damit um 63 Prozent zurückgegangen.

"Die Bundesregierung muss im kommenden Jahr neben einer schnellen Impfkampagne auch das Reisen in den Fokus nehmen", sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Oliver Luksic. Ansonsten drohe nicht nur den direkt betroffenen Branchen "ein Kollaps".

Auch die Anzahl der in deutschen Botschaften ausgestellten Visa ging den Angaben zufolge in diesem Jahr drastisch zurück. Insgesamt seien in den ersten drei Quartalen 1,6 Millionen und damit 83 Prozent weniger Schengen-Visa ausgestellt worden. Die Zahl der Deutschland-Visa sei um 192.607 und damit um 59 Prozent gesunken.

"Dass die Zahl der erteilten Visa nur noch ein Fünftel des Vorjahreswerts erreicht, verschärft den immer bedrohlicheren Fachkräftemangel noch weiter", warnte Luksic. Die Bundesregierung müsse "mit gezielten Ausbildungs- und Arbeitsabkommen aktiv werden, um Leistungsträger und zukünftige Talente nach Deutschland zu locken". (AFP)

Niederlande verbieten Flüge aus Großbritannien wegen neuer Corona-Mutation

Nach der Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien wollen die Niederlande Flugpassagiere aus dem Vereinigten Königreich nicht mehr einreisen lassen. Das Verbot des Flugverkehrs mit Passagieren aus dem Vereinigten Königreich werde ab (diesem) Sonntag zunächst bis zum 1. Januar gelten, teilte die niederländische Regierung am frühen Sonntagmorgen mit. Das Institut für Umwelt und Gesundheit RIVM habe empfohlen, die Einschleppung dieses Virusstammes aus dem Vereinigten Königreich so weit wie möglich zu begrenzen, indem die Reisebewegungen aus dem Vereinigten Königreich so weit wie möglich eingeschränkt oder kontrolliert würden. Auf dieser Grundlage habe das Kabinett den Beschluss gefasst, den Flugverkehr auszusetzen.

Bereits Anfang Dezember sei bei einer Stichprobe in den Niederlanden ein Virus mit der im Vereinigten Königreich beschriebenen Variante identifiziert worden, hieß es weiter. Nach der Meldung aus Großbritannien werde dieser Fall weiter untersucht und geprüft, wer betroffen sei, wie es zu der Infektion gekommen sei und ob verwandte Fälle bekannt seien.

Wegen der raschen Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien hatte die britische Regierung einen neuen Shutdown für die Hauptstadt London verhängt. Die kürzlich entdeckte Variante sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, sagte Premierminister Boris Johnson am Samstag. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien. 

Unterdessen will auch die italienische Regierung die Flugverbindungen mit Großbritannien wegen der Corona-Lage in England aussetzen. (AFP)

RKI meldet mehr als 22.700 Corona-Neuinfektionen und 409 weitere Todesfälle

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 22.700 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 22.771 neue Ansteckungsfälle erfasst. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg laut RKI binnen eines Tages um 409 auf insgesamt 26.049.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen. Am vergangenen Sonntag waren 20.200 Neuinfektionen und 321 neue Todesfälle vermeldet worden.

Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland nach RKI-Angaben 1.494.009 Corona-Infektionen erfasst. Die Zahl der Genesenen lag bei 1.097.400.

Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz lag nach Angaben des Instituts am Sonntag bei 192,2. Dabei handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Seit Mittwoch gilt in ganz Deutschland ein harter Lockdown. Ein Großteil der Geschäfte ist geschlossen. Auch die Schulen und Kitas machten weitgehend dicht. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 10. Januar befristet. Voraussichtlich am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten. (AFP)

+++ 19. Dezember +++

Deutschland ordert Biontech-Impfstoff nach

Deutschland hat sich weitere 30 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs von Biontech/Pfizer gesichert - dazu kommen die 50,5 Millionen Dosen, die im Rahmen des gemeinsamen Einkaufs der EU an Deutschland geliefert werden. Das berichtet die Bild-Zeitung mit Verweis das Bundesgesundheitsministerium. Der Schritt war erwartet worden: Gesundheitsminister Jens Spahn hatte bereits angekündigt, weitere Impfdosen über eine nationale Vereinbarung mit Biontech/Pfizer beziehen zu wollen. (AFP)

Schwerer Verlauf: Neue Corona-Variante in Südafrika entdeckt

In Südafrika ist eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Die 501.V2 genannte Variante könnte hinter der raschen Ausbreitung der zweiten Corona-Welle im Land stecken, erklärte Gesundheitsminister Zwelini Mkhize am Freitag. Südafrikanischen Ärzten zufolge infizierten sich während der zweiten Welle mehr jüngere Menschen als zuvor. Sie litten zudem häufiger unter einem schwereren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19.

Die neue Virus-Variante wurde von einem Forschungsteam unter Leitung des südafrikanischen Kwazulu-Natal Research Innovation and Sequencing Platform (KRISP) entdeckt, das seit Pandemie-Beginn hunderte Proben untersucht hatte. Die Wissenschaftler leiteten über ihre Forschungsergebnisse auch an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die britischen Behörden weiter, die kürzlich ebenfalls eine Mutation des Coronavirus entdeckt hatten. Seit Beginn der Pandemie wurden bereits mehrere Varianten des Coronavirus gefunden.

Südafrika ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Afrika. Bis Freitag infizierten sich in dem Land mit seinen knapp 60 Millionen Einwohnern mehr als 900.000 Menschen mit dem Virus, mehr als 24.000 starben. (AFP)

Brandenburg: Corona-Verstoß kostet bis zu 25.000 Euro

Wer sich in Brandenburg nicht an die Corona-Regeln hält, muss bis zu 25.000 Euro Bußgeld zahlen. Wenn ein Theater, ein Museum, ein Kino, ein Schwimmbad oder eine Disco trotz Schließung öffnet, drohen dem Betreiber 10.000 bis 25.000 Euro Geldbuße, wie aus der aktuellen Verordnung des Landes hervorgeht.

Seit Freitag gilt eine aktualisierte Corona-Verordnung in Brandenburg. Die Landesregierung stellte darin klar, dass die Ausgangsbeschränkung zwischen 22 und 5 Uhr auch für private Feiern und andere Treffen von Familien, Freunden oder Bekannten gelte. An Heiligabend und Silvester sind die entsprechenden zeitlichen Vorgaben gelockert.

Ab 4. Januar sind Schulen für den Präsenzunterricht geschlossen. Für Kinder, von denen mindestens ein Elternteil im Gesundheitsbereich, als Lehrkraft, Erzieher, bei der Polizei, Feuerwehr und im Rettungsdienst oder in den Medien arbeitet, gibt es eine Notbetreuung - bis zur sechsten Klasse. (okb/dpa)

Neue Corona-Variante in England verbreitet sich rasch

Eine neue Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich derzeit rasch in Großbritannien aus. Das Vereinigte Königreich habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darüber informiert, teilte der medizinische Regierungsberater Chris Whitty am Sonnabend mit. Bereits am Montag hatten die Behörden mitgeteilt, dass eine neue Variante des Virus entdeckt worden sei. Premierminister Boris Johnson beriet sich mit seinem Kabinett und wollte sich am Sonnabend um 17 Uhr MEZ zur Corona-Lage äußern.

Die neue Variante sei vor allem in Südostengland nachgewiesen worden, sagte Whitty. „Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass der neue Stamm eine höhere Sterblichkeitsrate verursacht oder Impfstoffe und Behandlungen beeinflusst.“ Er rief die Bevölkerung aber auf, alles zu unternehmen, um eine Ausbreitung zu verhindern. „Angesichts der jüngsten Entwicklung ist dies wichtiger denn je“, betonte Whitty. (dpa)

Keine Entspannung bei Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen in Brandenburg ist am Samstag nur wenig unter dem jüngsten Höchstwert geblieben. Innerhalb eines Tages seien 1316 neue Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Darin waren allerdings keine neuen Zahlen aus Potsdam enthalten. Auf ihrer Internetseite meldete die Landeshauptstadt 90 hinzugekommene Fälle. Die Stadt hatte am Freitag einen Massenanfall von Erkrankten ausgerufen, die letzte Stufe unter einem Katastrophenfall. Die meisten neuen Infektionen meldete der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 159. Landesweit kamen 23 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19-Krankheit hinzu.

Der Schwerpunkt ist wie schon am Freitag der Landkreis Elbe-Elster mit fast 517 neuen Ansteckungen je 100 000 Einwohner in einer Woche. Dahinter folgen der frühere Hotspot, der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, mit einem Wert von 458 und der Kreis Spree-Neiße mit knapp 439. In ganz Brandenburg stieg das Niveau neuer Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche weiter auf fast 267. Als aktuell erkrankt gelten laut Ministerium derzeit 12 805 Menschen, fast 1000 mehr als am Tag zuvor. (dpa)

Neun Corona-Patienten bei Krankenhausbrand in der Türkei getötet

Bei einem Feuer auf einer Intensivstation in einem türkischen Krankenhaus sind am Samstag neun Covid-19-Patienten getötet worden. Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. In der Privatklinik in der südlichen Stadt Gaziantep sei am frühen Morgen ein Sauerstoffzylinder explodiert. Elf Patienten wurden in andere Krankenhäuser verlegt.

Die Türkei ist von der Corona-Pandemie hart getroffen, fast 74 Prozent der Intensiv-Pflege-Betten im Lande sind nach Regierungsangaben derzeit belegt. Am Freitag starben in der Türkei 246 Menschen an oder mit dem Coronavirus, die bisher höchste registrierte Tageszahl. Am Freitag wurden außerdem 26 410 Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt haben sich nach offiziellen Angaben in dem 83-Millionen-Einwohner-Land seit Pandemiebeginn 1,98 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. (dpa)

Mehr als 50.000 Corona-Tote in Russland

In Russland ist die Zahl der Corona-Toten nach offiziellen Angaben über die Marke von 50.000 gestiegen. Nach 585 neuen Todesfällen lag die Zahl am Samstag bei 50 347, wie Regierungsbehörden in Moskau mitteilten. Zudem habe es 28.209 Neuinfektionen gegeben. Die Sterbezahlen des nationalen russischen Statistikamtes lagen nach Medienberichten allerdings deutlich über den Angaben der Regierung. Demnach weist die Regierung in ihren Zahlen weiter nur jene Fälle aus, in denen Covid-19 als Todesursache genannt wird.

Experten hatten erklärt, dass in vielen Fällen zwar eine Infektion mit dem Coronavirus vorliege, auf der Sterbeurkunde aber eine andere Todesursache genannt werde. Nach einem Bericht der Zeitung «RBK» erfasst das Statistikamt seit April vorübergehend keine Todesursachen mehr, listet aber alle Sterbefälle mit einer Coronainfektionen auf. Demnach liegt die Übersterblichkeit in der Pandemie bei über 13 Prozent. Trotz der hohen Zahlen gibt es keinen Lockdown in Russland.

Seit Anfang Dezember läuft landesweit eine Massenimpfung mit dem von eigenen Forschern entwickelten Impfstoff «Sputnik V». Kremlsprecher Dmitri Peskow beklagte in einem am Samstag ausgestrahlten Interview des Staatsfernsehens, dass der Impfstoff im Westen teils schlecht geredet werde. «Das ist alles Konkurrenz», meinte er mit Blick auf westliche Vakzine auf dem umkämpften Pharmamarkt. Dabei sät Russland nach Angaben von Experten selbst immer wieder Zweifel.

Kremlchef Wladimir Putin etwa hatte am Donnerstag gesagt, dass der für Menschen bis 60 Jahre zugelassene Impfstoff «Sputnik V» für ihn als 68-Jährigen im Moment nicht infrage komme. Mit westlichen Impfstoffen werden hingegen gerade ältere Menschen versorgt, um diese Risikogruppe zu schützen. Regierungsvertreter in Moskau hatten zudem vor Alkoholkonsum gewarnt, um die Wirksamkeit der Impfung nicht zu gefährden. «Sputnik V» wird in zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen verabreicht. Es soll mindestens 42 Tage dauern, bis sich eine Immunität bilde. (dpa)

Wieder mehr Corona-Fälle in Hongkong - vierte Welle

In Hongkong sind am Samstag 109 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Laut den Behörden gehen 102 davon auf örtliche Ansteckungen zurück. Sieben Fälle kamen von außen. Es handelt sich bereits um die vierte Welle in der chinesischen Sonderverwaltungsregion.

Hongkong hatte seine Grenzen seit dem ersten Corona-Ausbruch im Frühjahr weitgehend dichtgemacht. Das konsequente Vorgehen half dabei, das Virus unter Kontrolle zu bringen. Bisher wurden 8078 Infektionen bestätigt, 129 Menschen starben an oder mit dem Coronavirus. Die frühere britische Kronkolonie hat rund 7,5 Millionen Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland mit rund der elffachen Einwohnerzahl wurden seit Beginn der Pandemie laut Robert Koch Institut (RKI) rund 1,47 Millionen Covid-19-Fälle registriert.

Die Behörden forderten am Samstag mehr Personal, um sicherzustellen, dass Infizierte und ihre Kontakte unter Quarantäne gestellt werden. Am Samstag erging ein Haftbefehl gegen einen 63-jährigen Patienten, der aus der Isolierstation eines Krankenhauses entwichen war. (dpa)

Schweiz erteilt Zulassung für Biontech-Pfizer-Impfstoff

Wenige Tage vor der erwarteten Zulassung in der EU hat die Schweiz grünes Licht für den Corona-Impfstoff der Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer gegeben. Die Zulassungsbehörde Swissmedic erklärte am Samstag, sie sei nach "sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken" zu dem Schluss gekommen, dass der Impfstoff sicher sei.

Die Schweiz hat mit drei Herstellern von Corona-Impfstoffen Verträge über die Lieferung von insgesamt 15,8 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Neben Biontech sind dies das US-Pharmaunternehmen Moderna und der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca. Biontech soll etwa drei Millionen Impfdosen in die Schweiz liefern.

Angesichts der steigenden Zahl von Neuinfektionen hatte die Schweizer Regierung am Freitag eine Verschärfung ihrer Corona-Maßnahmen angekündigt. Ab dem 22. Dezember müssen Restaurants sowie Kultur-, Freizeit- und Sportstätten schließen. Supermärkte dürfen weiterhin öffnen, allerdings wird die zulässige Zahl an Kunden verringert. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 22. Januar. Ausnahmen sind etwa für Hotels zulässig, auch die Ski-Gebiete bleiben geöffnet.

Die Schweizer Behörden verzeichnen derzeit täglich mehr als 4000 Neuinfektionen bei 8,6 Millionen Einwohnern. Pro Tag werden mehr als hundert Corona-Tote gemeldet.

Der Biontech-Pfizer-Impfstoff wird infolge von Notfallzulassungen bereits in mehreren Ländern eingesetzt, darunter Großbritannien, die USA und Kanada. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Montag ihre Entscheidung über das Biontech-Pfizer-Vakzin fällen. Danach entscheidet die EU-Kommission zusammen mit den Mitgliedstaaten über die Marktzulassung. Die Impfungen in der EU - auch in Deutschland - sollen den Planungen zufolge am 27. Dezember beginnen. (AFP)

Lockdown in Corona-Hotspot in Sydney

Wegen eines neuen Corona-Ausbruchs in Sydney haben die Behörden für den Norden der australischen Metropole einen Lockdown verhängt. Dieser solle in der als Northern Beaches bekannten Gegend vom Samstagnachmittag bis Mittwoch um Mitternacht gelten, teilte die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Samstag auf Twitter mit.

Sie rief die Bewohner anderer Teile der Stadt auf, die Gegend zu meiden und warnte, dass der Lockdown ausgeweitet werden könne, wenn sich das Virus ausbreiten sollte. Nach ihren Angaben wurden in Northern Beaches bis Samstag 38 Neuinfektionen registriert. Mit den jetzt getroffenen Maßnahmen wolle man für den gesamten Bundesstaat die Chance auf ein sicheres Weihnachtsfest wahren. Die Bewohner der Hotspot-Zone dürfen ihre Häuser jetzt nur noch aus unverzichtbaren Gründen verlassen.

Der neue Corona-Ausbruch kommt für Australien als ein Schock, weil das Virus dort in den vergangenen sieben Wochen fast als verschwunden galt. Vorausgegangen waren extrem strikte Maßnahmen und wochenlange strenge Lockdowns, etwa in der Millionenstadt Melbourne. In dem Land mit rund 25 Millionen Einwohnern wurden bislang nur rund 28 000 Fälle registriert. Mehr als 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Mehrere Bundesstaaten kündigten nun Reisebeschränkungen bei Ankünften aus Sydney an. (dpa)

Pflegekräfte erkranken besonders häufig an Corona

Pflegekräfte erkranken besonders häufig an Corona. Das geht laut einem Bericht der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Samstag aus Berechnungen der Krankenkasse Barmer hervor, bei der Zahl und Ursachen von Krankmeldungen ausgewertet wurden. Demnach waren seit Beginn der Pandemie bis Mitte November 2,5 Prozent aller bei der Barmer versicherten Pflegekräfte wegen Covid-19 krankgeschrieben.

In absoluten Zahlen seien dies 6600 Pflegerinnen und Pfleger, hieß es weiter. Bei allen Berufsgruppen lag der durchschnittliche Anteil der Covid-19-Kranken dagegen bei 1,6 Prozent. Demnach haben Pflegekräfte ein um 56 Prozent höheres Risiko, an Corona zu erkranken, als Berufstätige insgesamt.

"Die Corona-Pandemie spitzt sich immer weiter dramatisch zu. Wir können es uns also nicht leisten, dass so viele Pflegekräfte an Corona erkranken und ausfallen", sagte die leitende Medizinerin der Barmer, Ursula Marschall, den RND-Zeitungen. Sie verwies darauf, dass die Ausfälle die Versorgung in den Krankenhäusern, in Altenheimen und in der häuslichen Pflege gefährdeten.

"Daher ist es sehr wichtig, dass das Pflegepersonal den Impfstoff gegen Covid-19 sehr früh und mit der höchsten Priorität erhalten kann", betonte Marschall. Aktuell ist vorgesehen, dass zunächst über 80-Jährige sowie Pflegeheimbewohner und deren Pflegekräfte geimpft werden. Das medizinische Pflegepersonal, das in besonders sensiblen Bereichen arbeitet, soll danach dran sein.

Auch der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), begrüßte den Vorrang für Pflegekräfte bei den Impfungen, die am 27. Dezember beginnen sollen. Er begründete dies allerdings besonders mit dem Schutz der Pflegebedürftigen. Der Nutzen der Impfung sei da am höchsten, wo der Tod und schwere Erkrankungen vermieden werden könnten, sagte Rüddel im Deutschlandfunk. (AFP)

Indien: Mehr als zehn Millionen Corona-Infizierte

Als weltweit zweites Land nach den USA hat Indien die Grenze von zehn Millionen Coronavirus-Infizierten überschritten. Das geht aus den am Samstag vom indischen Gesundheitsministerium veröffentlichten Daten hervor. Allerdings scheint sich der Anstieg sowohl bei der Zahl der Infizierten als auch bei der der Todesopfer zu verlangsamen. Seit Freitag wurden den Angaben zufolge 27 022 neue Infektionen registriert - die Gesamtzahl stieg damit auf 10 004 893. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 338 auf 144.789.

Seit dem 14. Dezember wurde die Schwelle von 30.000 Neuinfektionen pro Tag immer unterschritten, seit dem 12. Dezember wurden täglich weniger als 400 Opfer gemeldet. Allerdings warnten hochrangige Beamte, eine anhaltende Verbesserung sei nicht selbstverständlich, da ein überwältigender Teil der rund 1,3 Milliarden Einwohner noch anfällig für das Virus sei. «Die Dinge können sich schnell ändern und eskalieren», sagte Indiens Covid-19-Task-Force-Chef Vinod Kumar Paul und nannte als Beispiel die aktuelle Situation in einigen europäischen Ländern.

Derzeit trifft die indische Regierung Vorbereitungen für die Impfung von etwa 300 Millionen Menschen, die im Januar beginnen soll. Drei Impfstoffkandidaten haben bei der indischen Arzneimittelbehörde eine Notfallgenehmigung beantragt. Eine Entscheidung über einen oder mehrere Kandidaten wird laut Regierungsvertretern in den kommenden Wochen erwartet. (dpa)

+++ 18. Dezember +++

Teil-Lockdown in der Schweiz: Geschäfte und Skigebiete offen

Die Schweiz verschärft angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen die Schutzmaßnahmen erneut. Ab nächsten Dienstag müssen Restaurants, Kinos, Museen und Sportclubs schließen, aber Geschäfte und die Skigebiete dürfen trotz Kritik aus dem Ausland offenbleiben. Das beschloss die Regierung am Freitag. Wenn die Lage sich nicht bessere, gebe es im kommenden Jahr noch strengere Regeln, sagte Präsidentin Simonetta Sommaruga. Die Kantone könnten die Skigebiete schließen. Der Kanton Wallis, in dem etwa Zermatt und Saas Fee liegen, hat bereits eine Genehmigung für den Betrieb fast aller Lifte und Bergbahnen erteilt.

Die Infektionszahlen in der Schweiz gehören – im Verhältnis zur Einwohnerzahl – zu den höchsten in Europa. Dennoch waren Bundesregierung und Kantone bislang zurückhaltend. Erst vergangene Woche waren öffentliche Veranstaltungen verboten worden und es wurde eine Sperrstunde für Restaurants um 19 Uhr eingeführt – allerdings gab es dazu Ausnahmen.

Ärzte und Wissenschaftler schlagen seit Wochen Alarm, dass die Maßnahmen zu lasch sind. Die Krankenhäuser sagen, dass sie an der Kapazitätsgrenze arbeiten. „Wie lange sollen diese Warnungen denn noch gehen, bevor etwas passiert???“, twitterte Isabelle Eckerle, deutsche Virologin am Universitätsspital Genf, diese Woche.

Das Bundesamt für Gesundheit meldete am Freitag knapp 4500 neue Infektionen. Das entsprach über 14 Tage 664 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Chemnitz schließt in Corona-Pandemie Imbissbuden

In Chemnitz müssen wegen der Corona-Pandemie Imbissstände schließen. Im gesamten Stadtgebiet dürften von Samstag an keine Speisen und Getränke mehr aus Imbissbuden heraus verkauft werden, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Zwar erlaube die sächsische Coronaschutzverordnung einen Verkauf „to go“ (zum Mitnehmen). Es habe sich in der Praxis jedoch gezeigt, dass die Menschen ihre Bratwurst meist in der Nähe der Imbisse verzehrten, ohne auf Hygieneregeln zu achten. Zahlreiche Kontrollen hätten dies nicht ändern können. Deswegen sei nun eine Allgemeinverfügung mit dem Verbot erlassen worden. Sie gilt bis 10. Januar.

Höhere Sterblichkeit in Deutschland - Sachsen besonders betroffen

Nach dem Anstieg der Corona-Infektionen steigt auch die Zahl der Todesfälle weiter an: Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind Mitte November etwa neun Prozent mehr Menschen gestorben als im Schnitt der Vorjahre. Vor allem für Sachsen meldete Destatis am Freitag in Wiesbaden eine stark ansteigende hohe Übersterblichkeit: Sie lag in der 47. Kalenderwoche um 46 Prozent über dem Schnitt.

Bundesweit starben zwischen 16. und 22. November in Deutschland mindestens 19 600 Menschen, wie das Amt in Wiesbaden mitteilte. Basis ist eine Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen, die aktuell bis zur 47. Kalenderwoche zur Verfügung steht. Das Mittel der Jahre 2016 bis 2019 für diese Woche lag bei 17 977 Toten. (dpa)

Kanarische Inseln werden wieder zum Corona-Risikogebiet

Die Bundesregierung stuft die bei deutschen Urlaubern beliebten Kanarischen Inseln wieder als Corona-Risikogebiet ein. Das Robert Koch-Institut teilte am Freitag auf seiner Internetseite mit, dass damit ab Sonntag wieder ganz Spanien auf der Risikoliste steht. (dpa)

Covid-19-Patientin in Sri Lanka bekommt Vierlinge

Eine schwangere Covid-19-Patientin ist in Sri Lanka von Vierlingen entbunden worden. Ärzte holten die Babys in der 32. Schwangerschaftswoche vorzeitig, weil die Mutter Komplikationen wegen ihrer Infektion entwickelt hatte, wie die De-Soysa-Klinik am Donnerstag mitteilte. Die zwei Mädchen und zwei Jungen sind ersten Tests zufolge nicht mit dem Corona-Virus infiziert.

Ein Team aus 19 Ärzten und 16 weiteren Mitarbeitern half, die zwischen 1,1 und 1,6 Kilo schweren Babys auf die Welt zu holen. Mutter und Kinder seien in stabilem Zustand auf der Intensivstation, sagte Klinikchef Sagarika Kiriwandeniya. (AFP)

Studie: Aufenthalte in Restaurants erhöhen das Risiko von Corona-Infektion

Der Aufenthalt in einem Restaurant oder einer Bar erhöht französischen Forschern zufolge das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Auch ein geselliges Beisammensitzen mit Gästen zum Abendessen erhöhe die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung, teilten die Forscher vom Pasteur-Institut in Paris am Donnerstag mit. Die Studie bestätigt Annahmen, wonach das gemeinsame Essen ein höheres Risiko birgt als etwa die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Einkaufen.

Die Wissenschaftler hatten untersucht, welche Faktoren Infizierte von jenen unterschieden, die sich nicht mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Dazu verglichen sie die Aussagen der Probanden in Hinblick auf Berufe, Verkehrsmittel und besuchte Orte. Insgesamt befragten die Forscher rund 3400 Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt hatten, und 1700 Menschen ohne Corona-Infektion.

„Wir haben ein erhöhtes Risiko im Zusammenhang mit dem Besuch von Bars und Restaurants erkannt“, sagte der Hauptautor Arnaud Fontanet, der als Mitglied des wissenschaftlichen Rates auch die französische Regierung berät. Auch Fitnessstudios hätten sich als Orte für häufige Ansteckungen herausgestellt.

„Private Treffen - Familien, Freunde - sind die Hauptquelle für Infektionen“, betonte Fontanet. Es mache dabei keinen Unterschied, ob die Menschen in einer öffentlichen Einrichtung, einem Restaurant oder daheim zusammenkommen.

Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt raten von Treffen in überfüllten Innenräumen ab. Zahlreiche Regierungen verhängten Maßnahmen wie die Schließung von Restaurants, Bars und Fitnessstudios. Wissenschaftler sind sich zunehmend einig, dass das neuartige Virus über feine Partikelwolken, sogenannte Aerosole, verbreitet wird - und dies vor allem in schlecht gelüfteten Räumen. (AFP)

Erstmals mehr als 30.000 Neuinfektionen

n Deutschland sind erstmals mehr als 30.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 33.777 Infektionen gemeldet, wie das RKI am Freitagmorgen mitteilte. In der Zahl sind 3.500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten, die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren. Abzüglich der Nachmeldungen wurden somit 30.277 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesfälle erreichte mit 813 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

Am vergangenen Freitag (11. Dezember) war mit 29.875 der bisherige Höchststand an Neuinfektionen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle lag bei 598. Der Höchstwert von 952 Todesfällen war am Mittwoch verzeichnet worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Freitag auf 24.938.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende Sieben-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - stieg am Freitag an und erreichte mit 184,8 einen Höchststand. Am Donnerstag hatte der Wert bei 179,2 gelegen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.439.938 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18. Dezember, 0 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.069.400 Menschen inzwischen genesen. (dpa)

+++ 17. Dezember +++ 

Lauterbach fordert längeren Lockdown bis Inzidenzwert unter 25

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine deutliche Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus - bis unter die Marke von 25 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. «Egal, wie lange das dauert», sagte Lauterbach der «Rheinischen Post» (Freitag). Nur dann bestehe ein ausreichendes Polster, damit die Gesundheitsämter mit der Kontaktverfolgung wieder hinterherkämen und nicht gleich der nächste Lockdown drohe.

«Dieser Lockdown ist der wichtigste in der gesamten Corona-Pandemie. An ihm wird sich die Bilanz im Umgang mit der Krise messen. Dieser Lockdown entscheidet darüber, wie viele Tote das Virus noch fordern wird», betonte Lauterbach. Es sei bereits absehbar, dass der Lockdown bis zum 10. Januar nicht ausreichen werde, um auf den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche zu kommen. (dpa)

Berliner Halbmarathon wegen Corona-Krise erst im Spätsommer 2021

Der Berliner Halbmarathon wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie vom Frühling in den Spätsommer 2021 verlegt. Wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten, kann der ursprünglich geplante Termin für das Laufevent im April nicht gehalten werden. Stattdessen wird das Rennen nun für den 22. August angesetzt. «Wir wollen ganz einfach, dass ihr sorgenfrei und spaßoptimiert trainiert, damit einem erfolgreichen Finish nichts im Wege steht», hieß es auf der Internetseite der Veranstaltung.

In diesem Jahr hatte die Veranstaltung am ersten April-Wochenende wegen der Corona-Krise komplett abgesagt werden müssen. Für die Jubiläumsveranstaltung zum 40-jährigen Bestehen waren rund 34 000 Teilnehmer gemeldet. Der Lauf über 21,095 Kilometer gehört zu den größten Halbmarathons der Welt und war 2020 genau wie bereits in den Vorjahren ausgebucht. (dpa)

Frankreichs Präsident Macron positiv auf Coronavirus getestet

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 42-Jährige habe zuvor erste Symptome gezeigt, teilte der Élyséepalast am Donnerstag mit. Macron wird sich demnach entsprechend der geltenden Vorschriften für sieben Tage isolieren. Er werde seine Arbeit von zu Hause aus fortführen. Macron hatte sich in den vergangenen Tagen mit zahlreichen hochrangigen französischen und internationalen Politikerinnen udnd Politikern getroffen. Etliche von ihnen sind nun erstmal in Quarantäne.

Frankreichs Premierminister Jean Castex werde sich als Kontaktfall isolieren, berichteten französische Medien. Er habe keine Symptome, wurde aber nun getestet. EU-Ratschef Charles Michel kündigte ebenfalls eine Selbstisolation an. Er hatte am Montag mit Macron an einer Jubiläumsveranstaltung der Industriestaaten-Organisation OECD in Paris teilgenommen. Michel sei zuletzt am Dienstag negativ getestet worden, teilte sein Sprecher mit. Auch der spanische Regierungschef Pedro Sánchez hatte an der Veranstaltung teilgenommen und will sich isolieren. (dpa)

Bedford-Strohm und Bätzing raten zur Vorsicht bei Weihnachtsgottesdiensten

Die katholische Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) haben wegen der Corona-Infektionslage zu Vorsicht rund um die Weihnachtsgottesdienste geraten. Nachdem die Evangelische Kirche von Westfalen zu einem Verzicht auf Weihnachtsgottesdienste aufgerufen hatte, warb der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm in der "Rheinischen Post" von Donnerstag für übertragene Gottesdienste. Die katholische Bischofskonferenz hält an Weihnachtsgottesdiensten fest, ihr Vorsitzender Georg Bätzing sieht aber mögliche regionale Absagen.

Bedford-Strohm, der Landesbischof in Bayern ist, sagte der Zeitung zur Haltung der evangelischen Kirchen, "alle Landeskirchen ringen gegenwärtig mit den richtigen Entscheidungen zum Umgang mit den Weihnachtsgottesdiensten." Auch wenn es vor Ort unterschiedliche Entscheidungen gebe, seien sich alle einig, "dass wir Teil einer großen gesellschaftlichen Kraftanstrengung sein wollen, die eine weitere Ausbreitung der Pandemie verhindert". Deswegen werde im Hinblick auf die Sicherheitskonzepte an vielen Orten über die staatlichen Vorgaben hinaus gegangen. (AFP)

Corona in Sachsen: Drei Landkreise mit Risikowert über 600

In Sachsen liegen nun drei Landkreise bei mehr als 600 neuen Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Nach Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auch der Kreis Görlitz dazugekommen. Am Donnerstag meldete das RKI für den gesamten Freistaat 3207 Neuerkrankte im Vergleich zum Vortag. Dazu wurden zudem 68 weitere Todesfälle registriert. Die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz klettert damit landesweit auf 415,4. Die niedrigste Inzidenz wird nach wie vor für die Großstadt Leipzig mit 170,1 ausgewiesen. (Stand: Donnerstag 0 Uhr, dpa)

Parfümeriekette Douglas schließt Filialen doch und entschuldigt sich

Douglas rudert zurück: Die Parfümeriekette nimmt die trotz des Lockdowns beibehaltene Öffnung einiger Filialen wieder zurück. Für viele Menschen sei die Entscheidung, einige Filialen mit Drogeriesortimenten offenzuhalten, nicht nachvollziehbar gewesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. «Ab heute bleiben alle unsere deutschen Filialen daher bis auf Weiteres geschlossen», erklärte die Chefin der größten deutschen Parfümeriekette Douglas, Tina Müller. Sie bat laut einer Mitteilung des Unternehmens «diejenigen um Entschuldigung, die wir mit unserem Vorgehen befremdet oder vor den Kopf gestoßen haben».

Douglas hatte am ersten Tag des bundesweiten Lockdowns knapp ein Viertel der Filialen offengelassen und sich dabei auf den Beschluss von Bund und Ländern berufen, welcher den Verkauf von Drogerieartikeln weiter erlaubt. Die Gewerkschaft Verdi in Hessen hatte zuvor von einem «anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns» gesprochen. Die Parfümerie deklariere sich über Nacht zur Drogerie um. (dpa)

698 weitere Todesfälle, 26.923 Neuinfektionen

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter übermittelten dem Robert-Koch-Institut (RKI) 698 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Außerdem wurden 26.923 Neuinfektionen verzeichnet. Das sind mehr als am vergangenen Donnerstag (10. Dezember). Damals waren 23.679 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle lag bei 440. Der Höchstwert von 952 Todesfällen war am Mittwoch verzeichnet worden. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Freitag den Höchststand von 29.875 gemeldeten Fällen erreicht.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Donnerstag auf 24.125. (dpa)

Twitter geht gegen Falschinformationen über Corona-Impfungen vor

Der Kurzbotschaftendienst Twitter sagt Falschinformationen über Corona-Impfungen den Kampf an. Künftig würden die "schädlichsten Falschinformationen" gelöscht, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch mit. Zudem sollen Tweets, die irreführende Angaben enthalten, gekennzeichnet werden.

Die Maßnahmen, die ab kommender Woche greifen, richten sich unter anderem gegen die Behauptung, dass die Impfungen genutzt würden, um Menschen absichtlich zu schaden oder sie zu kontrollieren. Twitter folgt damit dem Beispiel von Facebook und Youtube, die bereits ähnliche Schritte eingeleitet haben. (AFP)

Neue Rekorde bei Corona-Infektionen und -Toten in den USA: 3784 an einem Tag verstorben

In den USA haben die Zahlen der Corona-Neuinfektionen und der Todesopfer der Pandemie neue Höchststände erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 3784 weitere Corona-Tote gezählt, wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Zudem wurden mehr als 250.000 neue Ansteckungen mit dem Virus registriert - auch dies ist die bislang höchste Zahl.

Seit mehr als einem Monat breitet sich der neuartige Erreger wieder in besonders dramatischem Tempo in den Vereinigten Staaten aus. Derzeit befinden sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums wegen der von dem Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 rund 113.000 Menschen in den USA in den Krankenhäusern.

Die Vereinigen Staaten sind von den absoluten Zahlen her das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Insgesamt wurden in den USA bislang rund 16,9 Millionen Ansteckungsfälle erfasst. Die Zahl der registrierten Todesopfer liegt bei etwa 307.000. (AFP)

Gesundheitsexperte Lauterbach: Sportler beim Impfen nicht bevorzugen

In der Frage einer Impfung von Topsportlern für eine sichere Teilnahme an Fußball-EM oder Olympia im nächsten Jahr hält SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach eine Bevorzugung für zweifelhaft. «Ich finde es nicht unproblematisch, dass Sportler zuerst geimpft werden, damit sie dem Profisport nachgehen können», sagt Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich kann mich da nicht wirklich einmischen, weil die Prioritäten bei der Impfung ethische Fragen sind, wo wir uns auf die Empfehlungen der Ethikräte und der Ständigen Impfkommission verlassen müssen», fügte der 57 Jahre alte Mediziner hinzu.

«Mir persönlich erscheint es tatsächlich fragwürdig, dass wir Sportler impfen und ältere Ungeimpfte noch erkranken und um ihr Leben kämpfen müssen», sagte Lauterbach. Das Internationale Olympische Komitee hatte zuletzt angemahnt, dass sich möglichst alle Olympioniken vor der Reise zu den Tokio-Spielen impfen lassen sollen. Das IOC will die Kosten für die Impfungen sogar übernehmen. (dpa)

+++ 16. Dezember +++

Mehr als 137.000 Menschen in Großbritannien seit Beginn der Kampagne geimpft

Seit Beginn der Impfkampagne in Großbritannien sind mehr als 137.000 Menschen geimpft worden. 137.897 Briten hätten binnen einer Woche die erste Impfdosis erhalten, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Notwendig sind zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen. Premierminister Boris Johnson zeigte sich im Parlament "sehr erfreut" über den "guten Start" der Impfkampagne. Eine Rücknahme der Corona-Lockerungen über Weihnachten lehnte er ab.

Großbritannien hatte als erstes westeuropäisches Land eine Notfallzulassung für den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer erteilt. Insgesamt wurden 40 Millionen Impfdosen bestellt. In der ersten Phase sollen zunächst 800.000 Dosen verabreicht werden. Zu Beginn erhalten Menschen aus der Hochrisikogruppe der über 80-Jährigen, Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal den Immunschutz gegen Sars-CoV-2. (AFP)

Intensivstationen ausgelastet: Gesundheitssenatorin schließt Corona-Triage in Berlin aus

An Berlins Krankenhäusern muss nach Angaben von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci weiterhin nicht entschieden werden, welcher Corona-Patient auf Intensivstationen beatmet werden kann und welcher nicht. «In Berlin reichen die Kapazitäten für die Versorgung der Covid 19-Patienten aus», erklärte die SPD-Politikerin am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Ein Sprecher des Universitätsklinikums Charité erklärte, die Intensivkapazitäten seien aktuell stark ausgelastet und würden zur Zeit weiter ausgebaut, Zahlen wurden nicht genannt. «Eine Triagesituation hatten wir bislang nicht und haben wir in Berlin aktuell auch nicht.»

Bereits nach der Senatssitzung am Dienstag hatte Kalayci die Lage in Berliner Krankenhäusern wegen einer Vielzahl von Corona-Infizierten als «sehr angespannt» beschrieben. Indes: «Wir haben noch über 200 Intensivbetten, die frei sind, und auch über 2000 Normalbetten.» Fakt sei aber auch, dass die Personalsituation an Kliniken angespannter werde, weil auch Mitarbeiter sich mit dem Virus anstecken oder als Kontaktpersonen von Infizierten zeitweise in Quarantäne müssen.

Ein Mediziner aus Zittau hat mit Äußerungen um eine Triage von Corona-Patienten für Aufregung gesorgt. In einem Online-Forum hatte der Ärztliche Direktor des Oberlausitzer Bergland-Klinikums, Mathias Mengel, Berichten zufolge am Dienstagabend davon gesprochen, dass in Zittau schon mehrfach triagiert worden sei. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. (dpa)

Mehr als jeder zweite Corona-Tod in Berlin bei Pflegeheimbewohnern

Der deutliche Anstieg der Corona-Todesfälle in Berlin seit Anfang Dezember geht größtenteils auf gestorbene Bewohner von Pflegeeinrichtungen zurück. 492 Menschen, die in solchen Heimen lebten, sind seit dem Frühjahr nach Corona-Infektionen gestorben. Das teilte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch auf Anfrage mit (Stand 15. Dezember). Anfang Dezember waren es noch 224 gewesen. Insgesamt sind bisher 899 Corona-Todesfälle in Berlin erfasst (Stand 1. Dezember: 594). Mehr als jeder zweite nachgewiesene Fall betrifft damit Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Auch der «Tagesspiegel» hatte über die Zahlen berichtet.

Auch die Zahl der Infektionen bei Pflegeheimbewohnern schnellte seit Anfang des Monats weiter in die Höhe: von damals 2050 auf nun 3425. Zudem wurden in dem Zeitraum rund 600 Pflegekräfte positiv getestet. Zuletzt war der Einsatz von Schnelltests in den Heimen deutlich ausgeweitet worden, einen Überblick über deren Einsatz gibt es allerdings nicht. Positive Ergebnisse müssen mit einer Laboruntersuchung abgesichert werden.

Beim bislang größten bekannt gewordenen Ausbruch in einem Gesundheits- und Pflegezentrum in Mitte wurden laut Gesundheitsverwaltung bisher 115 Bewohner und 50 Mitarbeiter positiv getestet. Die Behörden vermuten als Grund für die rasche Verbreitung des Virus das Verhalten psychisch erkrankter Bewohner, denen häufig die Einsicht für die Maßnahmen fehle. (dpa)

Polizei setzt 100 Beamte für Corona-Kontrollen ein

Die Brandenburger Polizei hat am ersten Tag des harten Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie landesweit mit verstärkten Kontrollen begonnen. Dafür würden täglich unter anderem Bereitschaftspolizisten in einer Gesamtstärke von etwa 100 Beamten eingesetzt, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, am Mittwoch auf Anfrage. Ziel sei es, bei festgestellten Verstößen unterstützend für die zuständigen Behörden tätig zu werden.

Dazu gehörten auch Kontrollen im «kleinen Grenzverkehr» nach Polen, erklärte Herbst. Dort sollen die Beamten bei Verstößen in Abstimmung mit den Ordnungs- und Gesundheitsämtern beziehungsweise mit der Bundespolizei und dem Zoll tätig werden. Seit Mittwoch ziehen auch kurze Einkaufsbesuche in Polen Quarantäne nach sich; Ausnahmen gibt es etwa für Pendler oder Schüler.

Der Polizeisprecher appellierte an alle Brandenburger, sich an die Corona-Regelungen zu halten. «Nur mit gemeinsamer Anstrengung wird es uns in dieser schwierigen Situation gelingen, das weitere Ausbreiten der Pandemie zurückzudrängen.» (dpa)

Von der Leyen: Alle EU-Staaten bekommen Impfstoff "am selben Tag"

Die EU-Kommission hat bekräftigt, dass sie alle Mitgliedstaaten bei der Verteilung von Impfstoff gegen die Corona gleich behandeln wird. Alle 27 EU-Staaten könnten "am selben Tag" mit Impfungen starten, sage Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament. Der erste Impfstoff werde "binnen einer Woche" zugelassen sein, danach könnten die Impfungen "sofort beginnen".

Die europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte am Dienstag den Termin für ihre mögliche Zulassungsempfehlung für den Impfstoff von Biontech und Pfizer um rund eine Woche auf den kommenden Montag vorgezogen. Danach entscheidet die EU-Kommission zusammen mit den Mitgliedstaaten über die Marktzulassung. Im Schnellverfahren sind dafür laut der Brüsseler Behörde drei Tage notwendig, sodass die ersten Impfungen ab Weihnachten erfolgen könnten. (AFP)

Laster mit Corona-Impfstoffen dürfen in Berlin auch sonntags fahren

Lastwagen, die den Corona-Impfstoff transportieren, sollen in Berlin auch an Sonn- und Feiertagen fahren dürfen. «Die Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt wird kurzfristig eine Ausnahmeregelung für das Sonn- und Feiertagsfahrverbot erlassen, so dass der Transport von Impfstoffen im Land Berlin auch mit schweren Lkw zu allen Zeiten möglich wird», teilte ein Sprecher der Verkehrsverwaltung am Mittwoch auf Anfrage mit.

Generell gilt in Deutschland, dass Lastwagen über 7,5 Tonnen an Sonn- und Feiertagen von 0.00 bis 22.00 Uhr nicht fahren dürfen. Es gibt aber Ausnahmen, zum Beispiel für den Transport von frischen Lebensmitteln. Am Dienstag hatten Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mitgeteilt, dass die Ausnahmegenehmigung für Impfstofftransporte dort bereits gelte. (dpa)

Studie: Ein Fünftel der Weltbevölkerung bis 2022 ohne Zugang zu Corona-Impfung

Mindestens ein Fünftel der Weltbevölkerung könnte bis zum Jahr 2022 keinen Zugang zu einem Corona-Impfstoff haben. Einer am Mittwoch in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" (BMJ) veröffentlichten Studie zufolge haben wohlhabendere Nationen mehr als die Hälfte der potenziellen Impfdosen für 2021 bereits für sich reserviert, obwohl sie nur 14 Prozent der Weltbevölkerung stellen.

Selbst wenn die weltweit 13 führenden Impfstoff-Hersteller ihre Produktionsziele für das nächste Jahr erreichten und ihre Impfstoffe wirksam und sicher seien, bestehe die Gefahr, dass ärmere Länder abgehängt würden, warnten die Forscher von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in ihrer Studie. (AFP)

Höchstwert: 952 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet

Die Zahl der verzeichneten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft gestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 952 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem sind 27 728 Neuinfektionen verzeichnet worden. Allerdings waren in den Daten von Dienstag keine Zahlen aus Sachsen enthalten gewesen, weswegen in den neuen Zahlen auch Nachmeldungen enthalten sein könnten, wie es hieß. Vergangenen Mittwoch (9.12.) waren 20 815 Neuinfektionen und 590 Todesfälle gemeldet worden. Die bisherigen Höchstwerte von 29 875 gemeldeten Fällen und 598 Toten waren am Freitag erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Am Dienstag lag die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle bei 500 und somit auch ohne die fehlenden sächsischen Daten beim bis dahin dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 23 427. (dpa)

Corona-Tests für Reiserückkehrer nicht mehr kostenlos

Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit hohen Infektionszahlen im Ausland sind seit diesem Mittwoch nicht mehr kostenlos. Dieser im Sommer eingeführte Anspruch ist am Dienstag ausgelaufen, wie eine kürzlich verkündete Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums festlegt. Bisher konnten sich solche Urlauber gratis testen lassen, um eine bei der Rückkehr nach Deutschland verpflichtende Quarantäne zu verkürzen.

Damit werden die Regelungen weiter verschärft. Wer eine «vermeidbare Reise» in Risikogebiete macht, bekommt für die Zeit der Quarantäne auch schon keine Verdienstausfallentschädigung mehr. Ausgenommen sind «außergewöhnliche Umstände», etwa die Geburt eigener Kinder oder der Tod naher Angehöriger. Welche Länder für deutsche Urlauber als Risikogebiete gelten, ist auf einer Liste des bundeseigenen Robert Koch-Instituts (RKI) angegeben. (dpa)

Konjunkturprognose: Keine Rezession durch härtere Corona-Maßnahmen

Die jüngst beschlossenen schärferen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden nach Einschätzung des Düsseldorfer Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) keine tiefe Rezession in Deutschland auslösen. Das liege vor allem an einer recht stabilen Entwicklung der Industrie, betonten die Konjunkturforscher der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Prognose. «Die wirtschaftliche Grunddynamik ist stark genug, und die Stützungspolitik von Regierung und Europäischer Zentralbank wirkt», sagte IMK-Direktor Sebastian Dullien laut Mitteilung.

Nach einer Stagnation zum Jahresende und im ersten Quartal 2021 werde die deutsche Wirtschaft ab dem Frühjahr 2021 wieder auf Wachstumskurs gehen, heißt es in der Konjunkturprognose. Voraussetzung sei aber, dass die Impfstoffe gegen Covid-19 tatsächlich so wirksam und so schnell verfügbar sind wie derzeit erwartet. Im Jahresdurchschnitt 2021 werde das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 4,9 Prozent zulegen, nach einem Rückgang um 5,0 Prozent in diesem Jahr. Diese Prognose setze zudem voraus, dass bei den Brexit-Verhandlungen eine Einigung gefunden werde, die allzu drastische Auswirkungen verhindere. (dpa)

Höchste Corona-Warnstufe in London in Kraft getreten

Angesichts der hohen Infektionszahlen ist in London am Mittwoch die dritte und damit höchste Corona-Warnstufe in Kraft getreten. Bars, Restaurants und Cafés mussten ihren Betrieb weitgehend einstellen, erlaubt sind nur noch Angebote zum Mitnehmen. Auch kulturelle Einrichtungen wie Theater müssen schließen. Gesundheitsminister Matt Hancock hatte den Schritt am Montag mit dem "starken Anstieg" bei den Neuinfektionen im Land begründet.

Die Londoner dürfen sich nun nicht mehr mit Menschen aus fremden Haushalten treffen. Ansammlungen in Gruppen mit bis zu sechs Teilnehmern auf öffentlichen Plätzen im Freien sind aber erlaubt. Von den schärferen Maßnahmen betroffen sind auch die an die Hauptstadt grenzenden Grafschaften Essex, Kent und Hertfordshire. Über mögliche weitere Einschränkungen innerhalb anderer Regionen soll im Laufe des Tages beraten werden. (AFP)

+++ 15. Dezember +++

Kalyci: Impfzentren startbereit, Impfungen können unverzüglich beginnen

Berlin will so schnell wie möglich mit den Corona-Impfungen beginnen, wenn der Impfstoff zur Verfügung steht. «Wir haben uns innerhalb der Bundesländer verständigt, dass, wenn der Impfstoff kommt, wir sofort mit dem Impfen starten», sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Dienstag nach der Sitzung des Senats. «Wir sind in Berlin gut vorbereitet. Die Impfzentren werden Anfang der Woche fertig sein.»

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will den Weg dafür freimachen, dass der Corona-Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech bereits vor Weihnachten auch in der EU zugelassen wird. Bereits am 21. Dezember werde sie ihr Gutachten dazu vorlegen, kündigte die Behörde am Dienstag in Amsterdam an. Es gilt als so gut wie sicher, dass die EMA grünes Licht geben wird. Formell muss dann noch die EU-Kommission zustimmen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Dienstag, er sei optimistisch, dass der Impfstoff am 23. Dezember zugelassen werde.

Gesundheitssenatorin Kalayci sagte dazu: «Wenn es dazu kommen sollte, dass am 23. die Zulassung bei der EMA kommt, dann muss man ein paar Tage noch dazu rechnen, bis der Impfstoff uns erreicht.» Kalayci kündigte an, die Impfungen sollten in den Pflegeheimen beginnen: «Das wird das Erste sein, womit wir starten werden mit mobilen Impfteams», so die SPD-Politikerin. Die Pflegeeinrichtungen seien bereits informiert und seien aufgefordert, sich auf die Impfungen vorzubereiten. (dpa)

Brinkhaus und Dobrindt rechnen mit Impfbeginn vor Weihnachten

Die Spitze der Unionsfraktion im Bundestag rechnet nach einer Entscheidung über die Zulassung des Corona-Impfstoffes noch vor Weihnachten mit einem Beginn von Schutzimpfungen. «Wenn der Impfstoff da ist und die Impfzentren auch entsprechend vorbereitet sind, gehe ich davon aus, dass in der lokalen Verantwortung auch angefangen wird zu impfen», sagte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) am Dienstag in Berlin vor einer virtuellen Sitzung der Unionsfraktion. «Zuwarten nach der Zulassung sollte man nicht mehr.»

Die Entscheidung über den Impfbeginn und die Frage, ob auch während der Feiertage etwa in Alten- und Pflegeheimen geimpft werden solle, müssten lokale Stellen vor Ort entscheiden, sagte Brinkhaus. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt betonte, mit dem Impfen werde in den Alten- und Pflegeheimen begonnen. Die arbeiteten rund um die Uhr, auch an Weihnachten, genau wie das medizinische Personal. «Da muss man gar keinen Zweifel haben: Alles, was da menschenmöglich ist, wird auch umgesetzt. Natürlich auch an Feiertagen.» (dpa)

Entscheidung über Zulassung von Corona-Impfstoff am 21. Dezember

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer vorlegen - acht Tage früher als zuletzt geplant. Das teilte die Behörde am Dienstag in Amsterdam mit. Die Zustimmung der EU-Kommission gilt als sicher. Der Impfstoff könnte so noch vor Weihnachten für die EU zugelassen sein. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor gesagt, er halte die Zulassung eines Corona-Impfstoffs in der EU noch vor Weihnachten für möglich. Nach der Zulassung rechne er dann nach "maximal zwei bis vier Tagen" mit einem Start der Impfungen in Deutschland, sagte Spahn am Dienstag in Berlin (dpa/BK)

US-Arzneimittelagentur sieht hohe Wirksamkeit bei Moderna-Impfstoff

Kurz vor einer möglichen Notzulassung hat die US-Arzneimittelbehörde FDA Zahlen zur hohen Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Moderna vorgelegt. Diese Beurteilung bestätigte Ende November vorgelegte Daten des Unternehmens, wonach das Präparat nach zwei Impfdosen eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent aufweise und sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen schütze.

Die New York Times und die Washington Post berichteten am Dienstag, dass dadurch die Notzulassung des Impfstoffs bereits am Freitag wahrscheinlich sei, so dass Anfang nächster Woche erste Menschen in den USA geimpft werden könnten. Am Donnerstag soll ein Expertengremium zu einer ganztägigen Sitzung zusammenkommen, um die vorgelegten Dokumente und die mögliche Zulassung zu diskutieren. Am Montag hatte ein Regierungsbeamter erklärt, dass bereits 6 Millionen Dosen des Wirkstoffs auf dem Weg zu knapp 3300 Impfzentren seien.

Die FDA-Dokumente enthielten die gleichen Daten, die Moderna rund zwei Wochen zuvor veröffentlicht hatte: Von 30 350 Studienteilnehmern in der dritten Testphase bekam die eine Hälfte den Impfstoff mRNA-1273, die andere Hälfte ein Placebo. In der Gruppe mit dem Placebo infizierten sich in der Folgezeit 185 Menschen mit dem Coronavirus, in der geimpften Gruppe kam es nur zu 11 Fällen. (dpa)

Woidke: Corona-Beschränkungen auch nach Impfstart

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Bürger auch für das nächste Jahr auf weitere Einschränkungen in der Corona-Krise vorbereitet. «Wir müssen uns ehrlich machen: Auch wenn die Impfungen starten werden, wird es weiterhin für eine gewisse Zeit Beschränkungen geben müssen», sagte Woidke am Dienstag im Landtag in Potsdam. «Was ist dieser Verlust an Lebensqualität und liebgewonnen Freiheiten gegen Krankheit und Tod?» Er verteidigte den harten Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen, der an diesem Mittwoch beginnt. Woidke appellierte an alle Bürger, zusammenzuhalten und sich an die Regeln zu halten.

Der Regierungschef wandte sich gegen Gegner der Corona-Regeln. «Das Coronavirus ist brandgefährlich», sagte Woidke. «Wer das jetzt immer noch nicht wahrhaben will, wer weiter die Fakten leugnet, wer an eine Verschwörung glaubt, wer meint, sich nicht an die festgelegten Regeln halten zu müssen, der gefährdet sich und andere im höchsten Maße, der handelt verantwortungslos.» (dpa)

Lufthansa stellt Corona-Schnelltests vorübergehend ein

Die Lufthansa hat ihren Probelauf mit verpflichtenden Corona-Schnelltests vorübergehend eingestellt. Voraussichtlich Ende Januar werde das Verfahren wieder aufgenommen, sagte eine Sprecherin in Frankfurt. Zuvor war der vorerst letzte Flug mit durchgängig auf das Corona-Virus getesteten Passagieren in München gestartet. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian hat ihre Testreihen auf Verbindungen zwischen Wien, Berlin und später Hamburg zunächst beendet.

Lufthansa hatte im November erstmalig Antigen-Tests in ihren Abfertigungsprozess integriert und dafür 250 000 Sets beschafft. «Kurz gesagt: Es funktioniert», fasste die Sprecherin die Ergebnisse zusammen. Nun müssten die Durchlaufzeit weiter verkürzt und zudem die Testlabore in das Lufthansa-IT-System eingebunden werden. Lufthansa hat nach eigenen Angaben rund 2000 Passagiere getestet. (dpa)

Flixbus sagt Fahrten zwischen den Jahren ab und ruft Kunden zu Reiseverzicht auf

Der Fernbusanbieter Flixbus will angesichts des neuerlichen Shutdowns doch keine Fahrten zwischen dem 17. Dezember und dem 11. Januar anbieten. Die Kunden, die bereits eine Reise gebucht haben, würden nun angeschrieben und bekämen ihr Geld zurück, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Darüber hinaus erhielten sie einen Flixbus-Gutschein in Höhe von 15 Euro für eine Fahrt im kommenden Jahr. «Damit reagiert das Unternehmen auf den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz in Deutschland, einen erneuten bundesweiten Lockdown umzusetzen», hieß es.

Flixbus hatte seinen Betrieb bereits am 3. November wegen der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorübergehend eingestellt. Für die Weihnachtstage und bis ins neue Jahr hinein wollte das Unternehmen den Betrieb wieder aufnehmen. Diese Pläne sind nun vom Tisch. «Bitte verzichtet auf nicht dringend notwendiges Reisen», rief Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein die Kunden auf. (dpa)

Hotelübernachtungen in Berlin bei Familienbesuchen möglich

Hotels in Berlin sollen über Weihnachten nur in Ausnahmefällen Gäste beherbergen. Das gilt aber grundsätzlich auch für Familienbesuche, wie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop am Dienstag nach der Sitzung des Senats erläuterte. «Bei den Übernachtungen ist es so, dass wir sehr klar appelliert haben, Reisen im Rahmen der Weihnachts- und Silvesterfeiertage zu unterlassen, wo nicht nötig», sagte die Grünen-Politikerin. «Notwendige private Gründe», die Hotelübernachtungen erlauben, können Pop zufolge auch bei Familienbesuchen gelten, etwa wenn die 87-jährige Tante sonst ganz alleine wäre. «Dann soll man lieber ins Hotel gehen, als bei der 87-jährigen Tante einzuziehen über Weihnachten», sagte Pop. (dpa)

Söder gegen Ausnahmen: Einreisende Nicht-EU-Bürger brauchen negativen Corona-Test

Für die Einreise nach Bayern müssen den Worten von Ministerpräsident Markus Söder zufolge alle Nicht-EU-Bürger einen negativen Corona-Test vorlegen. «Jetzt ist die Zeit für klare Regelungen und nicht für Ausnahmen», sagte der CSU-Chef am Dienstag in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag zur Corona-Krise. EU-Bürger müssten nach ihrer Einreise in Quarantäne und könnten sich frühestens nach fünf Tagen frei testen lassen. Verstöße gegen die Quarantänepflicht würden hart bestraft - der Bußgeldkatalog sieht dafür eine Zahlung von 5000 Euro vor.

Söder betonte, dass Reiserückkehrer aus dem Ausland im Frühjahr und im Sommer ein Hauptrisiko für die Verbreitung des Virus gewesen. «Deshalb sollten wir jetzt besonders vorsichtig sein.» Söder appellierte an die Menschen, geplante Urlaubsreisen kritisch zu hinterfragen und besser zu Hause zu bleiben. Es sei daher auch wichtig, von Nicht-EU-Bürgern einen verpflichtenden Negativtest zu verlangen, wie es ihm Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vorgeschlagen hatte. (dpa)

Verbände: Hofläden und Direktvermarkter bleiben im Shutdown offen

Der Kauf von Weihnachtsgans und Silvesterkarpfen von sächsischen Anbietern ist auch im Shutdown möglich. Darauf haben der Bauernverband und der Landesfischereiverband am Dienstag hingewiesen. Anlass für den gemeinsamen Hinweis seien zahlreiche Anfragen gewesen, die die Verbände zur Direktvermarktung im Shutdown erreicht hätten. Hofläden und mobile Verkaufsstände von Erzeugern gehörten zur Grundversorgung und blieben damit weiterhin geöffnet. Als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus muss ein großer Teil der Einzelhändler am Mittwoch bundesweit schließen, mindestens bis 10. Januar. (dpa)

2000 Neuinfektionen in Israel: Ist das die dritte Welle?

In Israel sind nach offiziellen Angaben erstmals seit zwei Monaten mehr als 2000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Binnen 24 Stunden wurden 2279 neue Fälle verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Höher lag der Wert zuletzt am 13. Oktober mit 2336 Fällen. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will neue Verschärfungen umsetzen, wenn die Zahl der Neuinfektionen die Zahl 2500 übersteigt. Sollte dies die Neuinfektionen binnen drei Wochen nicht deutlich senken, würde ein neuer Teil-Lockdown verhängt.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemie-Beginn im Sommer massiv zugenommen. Als Grund gelten unter anderem verfrühte Lockerungen. Mitte September verhängte die Regierung einen zweiten Lockdown. Die Neuinfektionszahlen sanken von mehr als 9000 auf zeitweise nur noch knapp mehr als 200. Seit Mitte Oktober setzt die Regierung schrittweise Lockerungen um, seither nehmen die Zahlen wieder zu. Die Regierung will am 27. Dezember mit einer Impfkampagne beginnen. Berichten zufolge könnte der Start auch vorgezogen werden.

Es ist inzwischen das vierte Mal seit Ausbruch der Pandemie, dass die Zahl der Neuinfektionen in Israel signifikant ansteigt.

14.432 neue Fälle und 500 Tote: Corona-Zahlen weiter auf hohem Niveau

Die Zahl der Todesfälle und der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14 432 neue Fälle und 500 Todesfälle binnen eines Tages übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am Dienstag der Vorwoche waren 14 054 Neuinfektionen und 423 Todesfälle gemeldet worden. Die Höchststände von 29 875 gemeldeten Fällen und 598 Toten waren am Freitag erreicht worden. Die 500 Todesfälle vom Dienstag bedeuten den dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 22.475.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - ging leicht zurück. Sie lag am Montag bei einem Höchststand von 176,4. Am Dienstag ging dieser Wert zurück auf 173,7.

Kubicki: Verteilung von FFP2-Masken klingt wie «Realsatire»

FDP-Vize Wolfgang Kubicki zweifelt am Sinn der FFP2-Maskenverteilung an Risikogruppen. «Leider klingt es wie Realsatire, wenn (Gesundheitsminister) Jens Spahn die vulnerablen Gruppen jetzt aufruft, in den Apotheken ihre drei FFP2-Masken abzuholen, während das Land in den harten Lockdown geht», sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). «Die von der Kanzlerin gewollte Kontaktbeschränkung wird damit von ihrem eigenen Minister ad absurdum geführt.»

Viele ältere Menschen auf dem Land würden, um in die Apotheke zu kommen, auch noch die Kontakte weiter erhöhen, weil sie in den Bus oder ins Taxi steigen müssten. «Viel sinnvoller wäre es gewesen, hätten die Krankenkassen statt der fälschungssicheren Coupons gleich mehrere FFP2-Masken per Post an die Menschen verschickt.» (dpa)

Unicef fordert bevorzugten Zugang zu Impfungen für Lehrer

Die UN-Kinderhilfsorganisation Unicef hat eine bevorzugte Impfung von Lehrkräften gegen das Coronavirus gefordert. "Die Corona-Pandemie hat der Bildung von Kindern auf der ganzen Welt schwer geschadet", teilte Unicef-Chefin Henrietta Fore am Dienstag mit. Lehrer zu impfen sei ein entscheidender Schritt zurück zu funktionierenden Bildungssystemen.

Lehrer sollten Fore zufolge bevorzugt Zugang zu Impfungen bekommen, sobald medizinisches Personal und Risikogruppen geimpft wurden. "Das hilft, Lehrer vor dem Virus zu schützen, ihnen Präsenzunterricht zu ermöglichen und letztlich, Schulen offen zu halten", schrieb die Unicef-Chefin.

Die erste Welle an Corona-Infektionen habe Unicef zufolge Ende April die Ausbildung von fast 90 Prozent der Schüler weltweit unterbrochen. Obwohl Schulen nicht zu den wichtigsten Übertragungsorten zählen würden, sei "fast jedes fünfte Kind auf der Welt" weiterhin von Schulschließungen betroffen. (AFP)

+++ 14. Dezember +++

1008 Neuinfektionen in Berlin, 25 weitere Todesfälle

In Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 1008 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Montagnachmittag hervor. Damit haben sich insgesamt 79.806 Menschen in Berlin seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert, wobei 59.579 mittlerweile als genesen gelten – 1295 mehr als am Vortag. 846 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, am Montag kamen 25 weitere Todesfälle hinzu. 19.381 Menschen in Berlin sind aktuell infiziert.

Die meisten Neuinfektionen wurden im Bezirk Mitte registriert (+256), gefolgt von Pankow (+173) und Neukölln (+129). Zwei Bezirke meldeten am Montag allerdings keine Zahlen, nämlich Reinickendorf und Spandau. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 197,5. Die Corona-Ampel für diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz steht weiter auf Rot.

Ebenfalls rot zeigt weiterhin die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung an. Sie liegt momentan bei 27,4 Prozent. Als Warnwert gelten 25 Prozent. Derzeit liegen 337 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, davon werden 265 beatmet. Insgesamt befinden sich 1372 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus.

Neuseeland plant für 2021 quarantänefreie Einreise aus Australien

Neuseeland könnte Anfang des kommenden Jahres erstmals wieder quarantänefreie Einreisen aus Australien und von den Cookinseln erlauben. Als Zeitplan nannte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag das erste Quartal 2021. Neuseeland hatte seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie Mitte März für Ausländer geschlossen.

Mit den Cookinseln sei bereits ein Abkommen unterzeichnet worden. Für die Regelung mit Australien sei noch Arbeit nötig, hieß es. Außerdem wird der Plan nur umgesetzt, wenn die Corona-Zahlen in den Ländern unter Kontrolle blieben.

Australien hatte bereits Mitte Oktober quarantänefreies Reisen aus dem Nachbarland in bestimmte Regionen erlaubt. Neuseeländer dürfen seither unter anderem die Bundesstaaten New South Wales und Northern Territory besuchen. Ardern hatte es damals aber noch abgelehnt, ebenfalls die Grenzen zu öffnen. Australien, besonders aber Neuseeland, sind bislang wegen extrem strikter Maßnahmen vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen.

Mehr als 16.000 Corona-Neuinfektionen am Sonntag

In Deutschland sind innerhalb eines Tages sind beim Robert Koch-Institut (RKI) 16.362 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg den Angaben zufolge binnen eines Tages um 188 auf insgesamt 21.975. Dass die Zahl niedriger als zum Ende der vergangenen Woche liegt, ist dabei noch kein Erfolg, sondern eine übliche Wochenendschwankung. Denn an Wochenenden wird weniger getestet. Zudem melden noch immer nicht alle Gesundheitsämter die neu eingegangenen Zahlen. Der 7-Tage-Mittelwert stieg laut worldometers.info auf den Höchstwert von 21.948 Ansteckungen pro Tag.

+++ 13. Dezember +++

Trotz Pandemie Geburtstag mit 23 Freunden - jede Menge Anzeigen

Ein junger Mann aus der Nähe von Garmisch-Partenkirchen (Bayern) hat die Warnungen vor Corona in den Wind geschlagen und mit 23 Freunden seinen Geburtstag gefeiert. Anwohner in dem Ort Wallgau hatten die Polizei informiert, dass sich mehrere Personen in einer Garage zu einer Party getroffen hätten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Als die Beamten eintrafen, waren 24 Feierende im Alter zwischen 19 und 27 Jahren in der Garage. Die Beamten lösten die Party am Samstagabend auf, der Gastgeber und seine 23 Freunde erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. (dpa)

Russland entwickelt Corona-Impfstoff für Tiere

Nach Corona-Ausbrüchen auf mehreren Nerzfarmen in Europa entwickelt Russland einen eigenen Impfstoff für Tiere. Das Vakzin solle Ende Januar vorliegen, sagte der Chef der Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor, Sergej Dankwert, der russischen Fachzeitschrift «Veterinär und Leben». Die Europäische Union, die USA und Singapur hätten bereits Interesse bekundet.

Dankwert zufolge durchläuft der Wirkstoff aktuell die entscheidende Testphase III. «Der neue Impfstoff wird derzeit an Nerzen, Katzen und Nagetieren getestet.» Seine Behörde erhalte regelmäßig Anfragen aus russischen Tierfarmen nach einem Corona-Impfstoff, weil Nerze und Frettchen als besonders anfällig für das Virus gelten und sich gegenseitig infizieren könnten, sagte der Behördenleiter.

In den vergangenen Wochen hat es in mehreren europäischen Ländern Fälle von Corona-Infektionen bei Nerzen gegeben, unter anderem in Schweden, Frankreich und den Niederlanden. In Dänemark waren Millionen Tiere getötet worden, weil das Virus mutiert war. In Russland leben in Tierfarmen offiziellen Angaben zufolge  (dpa)mehr als 97 000 Nerze und 6900 Frettchen. In dem Land sind bereits zwei Impfstoffe für Menschen gegen Corona freigegeben worden. (dpa)

20 200 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 20 200 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29 875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 17 767 gelegen.

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 321 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21 787.

Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1 320 716 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 967 900 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,11 (Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 111 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

+++ 12. Dezember +++

28 438 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 28 438 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29 875 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 23 318 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 496 neue Todesfälle.

Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21 466.

Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1 300 516 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 957 500 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,11 (Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 111 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

Biontech/Pfizer-Impfstoff auch in USA zugelassen - Druck von Trump

Als erster Corona-Impfstoff hat das Mittel des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung in den USA bekommen. Der Impfstoff könne nun bei Menschen ab 16 Jahren eingesetzt werden, teilte die US-Arzneimittelbehörde FDA am Freitagabend (Ortszeit) mit. FDA-Chef Stephen Hahn sprach von einem „bedeutenden Meilenstein im Kampf gegen diese verheerende Pandemie“. Medienberichten zufolge soll das Weiße Haus die FDA zuvor mit Drohungen zur umgehenden Notfallzulassung gedrängt haben.

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump versprach seinen Landsleuten nach der Zulassung erste Impfungen noch an diesem Wochenende. „Der erste Impfstoff wird in weniger als 24 Stunden verabreicht werden“, kündigte Trump in einem auf Twitter veröffentlichten Video an. Seine Regierung habe bereits mit der Verschickung des Impfstoffes begonnen. Trump betonte, Impfungen seien für alle Amerikaner kostenfrei.

Mit Blick auf die Entwicklung des Impfstoffs in Rekordzeit sagte er: „Das ist eine der größten wissenschaftlichen Errungenschaften der Geschichte.“ Der Impfstoff werde Millionen Menschenleben retten „und die Pandemie bald ein für allemal beenden“.

Trump präsentierte die Entwicklung als einen Erfolg seiner Regierung: Die USA seien „das erste Land der Welt“, das einen nachweisbar sicheren und wirksamen Impfstoff produziere. Das ist allerdings nicht zutreffend, da das US-Unternehmen Pfizer als Partner an der Entwicklung des Impfstoffs durch das deutsche Unternehmen Biontech beteiligt war. Das Mittel wird auch außerhalb der USA bereits hergestellt und in einigen Ländern sogar bereits eingesetzt.

+++ 11. Dezember +++

Maskenverweigerin zieht Messer bei Kontrolle

Bei einer Kontrolle der geltenden Corona- Schutzmaßnahmen im Dresdner Hauptbahnhof hat eine Frau am Donnerstag Bundespolizisten mit einem Messer bedroht. Die Beamten wiesen die 37-Jährige, die keine Mund-Nase-Bedeckung trug, zuvor auf die Maskenpflicht an Haltepunkten, Bahnhöfen und in Zügen hin und belehrten sie, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte. Sie lehne alle Maßnahmen kategorisch ab, sagte demnach die aus dem Erzgebirgskreis stammende Deutsche, machte keine Angaben zu ihrer Identität und versuchte mehrfach weiterzugehen.

Als die Polizisten androhten, sie auf die Wache mitzunehmen, zog sie mit den Worten «Wissen Sie, was gegen Corona schützt?» ein zwölf Zentimeter langes Küchenmesser, wie in der Mitteilung steht. Erst als die Beamten mit Schusswaffeneinsatz drohten, gab sie auf. Die Maskenverweigerin wurde gefesselt zur Wache gebracht, dabei beschimpfte sie die Beamten, trat nach ihnen und blieb «unkooperativ». (dpa)

Immunisierung nach Covid unsicher - Schnelltests nicht hilfreich

Schnelltests auf Covid-19-Antikörper sind aus Sicht von Experten kein sinnvolles Instrument bei der Entscheidung darüber, wer eine Impfung gegen die Krankheit bekommt oder nicht. Michael Müller, Vorstandsvorsitzender des Berufsverbands der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM), hat nach Aussage vom Freitag noch keine Informationen darüber, ob und welche Tests in Betracht kommen, eine Immunität nach einer Corona-Infektion oder Covid-Erkrankung zu dokumentieren.

Zuvor hatte schon der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, der Einschätzung eine Absage erteilt, Impfdosen würden «verschwendet», wenn sie Menschen verabreicht würden, die wegen einer unerkannten Corona-Erkrankung möglicherweise bereits immun seien.

Zur Begründung sagte der RKI-Chef, dass nach bisherigen Erkenntnissen weniger als zehn Prozent der Bevölkerung - inklusive Dunkelziffer - mit dem Corona-Virus infiziert worden seien. Bei diesen sei zudem unklar, wie lange eine Immunität danach überhaupt anhalte. Es gebe etwa «klare Daten», dass neutralisierende Antikörper nach einigen Monaten «verschwinden», so Wieler. «Insofern ist die Entscheidung, eben nicht die Antikörper zu testen, genau die richtige.» (dpa)

Berliner Kitas sollen in der Corona-Pandemie offen bleiben

Die Kitas in Berlin sollen während der Corona-Pandemie weiterhin offen bleiben. «Derzeit ist kein Lockdown des Kitasystems geplant», teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie am Freitag auf Anfrage mit. «Viele Kitas haben ohnehin während der Weihnachtstage und über Neujahr eine Schließzeit, die den Eltern schon bekannt ist.» Ansonsten gelte weiterhin der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen.

Für die Schulen prüft der Senat gerade, die Weihnachtsferien eine Woche später enden zu lassen, um Kontakte und damit auch das Infektionsrisiko zu senken. «Im Kitabereich ist das Infektionsgeschehen vergleichsweise gering und hat zuletzt auch nicht zugenommen», so die Familienverwaltung. «Ab nächste Woche werden die Testmöglichkeiten mit den Schnelltests ausgeweitet.» (dpa)

Sterbefallzahlen in zweiter Novemberwoche um acht Prozent gestiegen

In der zweiten Novemberwoche sind rund acht Prozent mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Mindestens 19.161 Menschen starben in der Kalenderwoche 46 vom 9. bis zum 15. November, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Demnach stiegen die Zahlen vor allem in Sachsen an.

Die Differenz zum Durchschnitt der Vorjahre wuchs dort seit Anfang Oktober von Woche zu Woche. In der zweiten Novemberwoche lag sie 27 Prozent über dem Wert, der für diese Zeit üblich wäre. (AFP)

Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer in USA vor Zulassung

Endspurt zur Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und dessen US-Partner Pfizer: «Gerade eben hat die FDA Pfizer darüber informiert, dass sie auf eine Zulassung hinarbeiten wollen», sagte US-Gesundheitsminister Alex Azar am Freitagmorgen (Ortszeit) dem US-Sender ABC. Die FDA bestätigte diese Angaben per Mitteilung. Auch die Gesundheitsbehörde CDC sei informiert worden, damit die Auslieferung des Impfstoffs dann rasch losgehen könne. Die Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA könne «in den nächsten Tagen» kommen. «Am Montag oder Dienstag kommender Woche könnten wir sehen, dass Menschen geimpft werden.»

Zuvor hatte der Antrag von Pfizer und Biontech bereits eine wichtige Hürde genommen: Ein Berater-Komitee der FDA hatte sich am Donnerstag nach stundenlanger Diskussion dafür ausgesprochen, eine Notfallzulassung für Menschen ab 16 Jahren zu gewähren. Bei dem per Video-Schalte abgehaltenen Treffen stimmten 17 der Fachleute für die Zulassung, 4 votierten dagegen. Es gab eine Enthaltung. (dpa)

Russland und AstraZeneca wollen kombinierten Corona-Impfstoff testen

Russland und der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca wollen Bestandteile ihrer Corona-Impfstoffe kombinieren und das dadurch entstehende neue Mittel in einem Test überprüfen. Dies kündigten beide Seiten am Freitag in Moskau an. Es bestehe die Hoffnung, dass durch die Kombination "eine bessere Immunabwehr" erreicht werde. Sowohl der russische Impfstoff Sputnik V als auch das AstraZeneca-Mittel AZD1222 nutzen sogenannte Adenoviren als Vektoren.

Laut russischen Angaben sollen die klinischen Tests zu Wirksamkeit und Sicherheit eines Kombinations-Mittels noch in diesem Jahr beginnen. Diese sollen parallel zu den schon längere Zeit laufenden Tests mit den jeweils einzelnen Impfstoffen erfolgen. AstraZeneca sprach von einem womöglich "bedeutenden Schritt, um einen breiten Schutz durch bessere Immunabwehr und Verfügbarkeit zu erzielen". (AFP)

Fast 1000 neue Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen in Brandenburg hat mit 972 innerhalb von 24 Stunden einen weiteren Höchstwert erreicht. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mit. Derzeit würden 718 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung in Krankenhäusern behandelt, davon 149 auf der Intensivstation. Der bisherige Höchstwert war am Donnerstag mit 950 neuen Fällen innerhalb eines Tages registriert worden.

Im Hotspot von Brandenburg, dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, schnellen die Zahlen in die Höhe: 200 neue Infektionen kamen von Donnerstag auf Freitag hinzu, berichtete das Ministerium. Der Wert neuer Ansteckungen je 100 000 Einwohner in einer Woche lag dort bei 465, gefolgt vom Kreis Elbe-Elster mit 369 und Spree-Neiße mit 328. Alle drei Landkreise grenzen an Sachsen, das besonders stark von Corona betroffen ist. Die Stadt Brandenburg/Havel zählte nur einen Wert von 76. Für ganz Brandenburg lag das Niveau neuer Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche bei 182. (dpa)

Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg ab Samstag

In Baden-Württemberg gelten ab Samstag strikte Ausgangsbeschränkungen. Wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart sagte, ist das Verlassen des Hauses ab dem Wochenende nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen auch Einkäufe und Zusammenkünfte von höchstens fünf Menschen aus zwei Haushalten. Nach 20.00 Uhr sind sind die Ausnahmen weiter eingeschränkt. Besuche von Freunden und Verwandten nach 20.00 Uhr sind nur zwischen dem 23. und dem 26. Dezember erlaubt. Die Maßnahmen gelten zunächst für vier Wochen.

"Wir hatten gehofft die zweite Welle mit relativ milden Maßnahmen zu brechen - davon müssen wir uns jetzt verabschieden", sagte Kretschmann. Ziel sei es, die Infektionszahl wieder auf 50 pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zurückzudrängen. Derzeit sei die Infektionslage außer Kontrolle. (AFP)