Fahnen mit dem Logo des Pharmakonzerns Merck. Foto: dpa

Immer mehr Impfstoffe gegen das Coronavirus werden zugelassen und so langsam kommt er auch endlich in die Arme der Deutschen. Doch im Hintergrund arbeiten Forscher weiter auf Hochtouren. Zum einen an immer besseren Vakzinen und zum anderen an Medikamenten, die eine Covid-19-Erkankung, wenn sie einmal ausgebrochen ist, besser behandelbar machen. Der US-Pharmakonzern Merck (MSD) berichtet nun von ermutigenden ersten Ergebnissen.

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Das Medikament Molnupiravir habe bei Testpersonen nach fünftägiger Behandlung deren Virenlast erheblich reduziert, teilten Merck und sein Partner Ridgeback Biotherapeutics mit. „Diese vorläufigen Ergebnisse ermutigen uns“, sagte Ridgeback-Arzneimittelchefin Wendy Painter.

MSD hatte im Januar seine Arbeit an der Herstellung von Corona-Impfstoffen eingestellt, aber treibt die Entwicklung von zwei Covid-19-Medikamenten voran. Sowohl Molnupiravir als auch das zweite Präparat, MK-711, können eingenommen werden.

Die vorläufigen Ergebnisse basieren auf der 2a-Test-Phase, bei der das Medikament 202 Covid-19-Patienten verabreicht wurde, die sich nicht im Krankenhaus befanden. In vier Fällen habe es starke Nebenwirkungen gegeben, doch hätten diese nicht mit dem Medikament in Zusammenhang gestanden, teilten die Unternehmen weiter mit.

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Der Leiter der Studie, William Fischer von der Universität North Carolina, sprach von vielversprechenden Resultaten. Sollten diese in weiteren Studien bestätigt werden, könne dies „bedeutsame Folgen für die öffentliche Gesundheit haben“.