Beim Eishersteller Froneri wurden 170 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Foto: Imago/Osnapix

Wieder hat es einen Corona-Großausbruch an einer Arbeitsstätte gegeben. Diesmal ist der Speiseeis-Hersteller Froneri in Osnabrück betroffen. Mindestens 196 Menschen wurden dort bereits positiv auf das Coronavirus getestet. Bei einigen von ihnen wurde auch die britische Mutation entdeckt.

Als die ersten Fälle in der vergangenen Woche festgestellt wurden, wurde die Produktion bei dem Eis-Hersteller gestoppt. Das Unternehmen selbst sprach von einer „pfeilschnellen Ansteckungswirkung, die den Standort voll erwischt“ habe. Bis zum 26. Februar wird das Werk nicht wieder öffnen.

Wie viele Menschen sich genau infiziert haben, ist noch unklar. Der NDR meldete am Dienstagmorgen 197 Infizierte, doch noch seien nicht alle Tests ausgewertet. Bei einigen wurde auch die britische Corona-Mutante B.1.1.7 festgestellt. Bei wie vielen das der Fall war, wurde bislang nicht bekannt. Osnabrücks Stadträtin Katharina Pötter (CDU) nannte die Lage „sehr besorgniserregend“. 

Mehr als 600 Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Insgesamt hat das Unternehmen rund 850 Mitarbeiter. Diejenigen, die bereits vom Homeoffice aus arbeiteten, zum Zeitpunkt des Ausbruchs krankgeschrieben oder in Elternzeit waren, sind von der Quarantäne ausgenommen.