Trainer Bruno Labbadia von Hertha BSC im VideoCall Interview nach dem Training am 16.04.2020 in Berlin, Deutschland. (Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH)

Corona-Huster, Händeschüttelverbot, Lockdown-Party: Die Corona-Krise hat das Niederländische um viele neue Wörter bereichert. Mehr als 700 umfasst das neue online Corona-Wörterbuch, wie der niederländische TV-Sender NOS am Samstag berichtet. Es ist eine Initiative des Chefredakteurs des Standard-Wörterbuchs Van Dale, Ton den Boon.

In dem Wörterbuch finden sich viele zusammengesetzte Wörter wie Corona-Krise, aber auch Corona-Huster. So heißen diejenigen, die Polizisten bei einer Festnahme absichtlich anhusten. Dazu gehören auch neue Kombinationen wie Lockdown-Kilos oder Corona-Frisur - gemeint ist der zwangsläufig wilde Haarwuchs, weil die Friseure geschlossen sind, oder der misslungene Haarschnitt, weil man selbst zur Schere griff.

Nach der Flugscham kommt die Schniefscham

70 Wörter, so schätzt der Sprachwissenschaftler, könnten dauerhaft in das Standard-Wörterbuch aufgenommen werden. Dazu gehört sicher die Eineinhalbmeter-Gesellschaft. Übrigens machten es die Briten bereits vor. Erst kürzlich war das renommierte Wörterbuch Oxford English Dictionary wegen der Corona-Pandemie außerhalb der Reihe aktualisiert worden.

Zum Corona-Klassiker wurde bereits «hamsteren». Das von den für ihre Sparsamkeit bekannten Holländern sowieso geliebte Wort bekam durch das Horten von Klo-Papier eine neue negative Bedeutung. Und nach der Flugscham kennen Niederländer nun auch die «Snotterschaamte». Schniefscham fühlt jemand, der in Gesellschaft anderer plötzlich niesen oder schniefen muss.