Wohnsiedlung von Tönnies-Mitarbeitern in Quarantäne: Über laufende Entwicklungen des Corona-Ausbruchs von über 1000 Menschen im Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück spricht die Geschäftsführung in Quarantäne.  Foto: imago images/Noah Wedel

Nach dem massenhaften Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies treten im nordrhein-westfälischen Landkreis Gütersloh die Beschränkungen des öffentlichen Lebens großteils wieder in Kraft. Die Landesregierung werde "für den gesamten Kreis Gütersloh einen Lockdown verfügen", sagte Ministerpräsident Armin Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Der Zweck solle sein, "die Situation zu beruhigen" und die "Testungen auszuweiten".

Der Lockdown soll zunächst bis zum 30. Juni gelten. Im Kreis Gütersloh werden Laschet zufolge nun unter anderem wieder Kontaktbeschränkungen eingeführt. Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen sind nicht gestattet, Ausstellungen und Museen müssen wieder schließen. Restaurants und Speisegaststätten können geöffnet bleiben, aber nur noch für Menschen aus einem Hausstand.

"Wir gehen diesen Weg, weil das Infektionsrisiko im Freien deutlich geringer ist als in geschlossenen Räumen", sagte Laschet. Hintergrund der Maßnahmen ist der massive Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Dort wurden mehr als 1550 Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet. Wegen des Ausbruchs hatte der Kreis Gütersloh bereits in der vergangenen Wochen alle Schulen und Kitas wieder geschlossen. (AFP)