Ein Polizist bei einer Polizeikontrolle. (Symbolfoto)
Ein Polizist bei einer Polizeikontrolle. (Symbolfoto) dpa/Paul Zinken

Das hatten die Polizeibeamten, die am frühen Sonntagmorgen auf der A27 im Landkreis Cuxhaven eine Verkehrskontrolle durchführten auch noch nicht gesehen: Aus einem Ford, in dem eigentlich maximal sechs Personen Platz finden, stiegen wie in einem Clown-Sketch ganze zwölf Personen aus. Die Weiterfahrt wurde gestoppt.

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Wie Tetris: 12 Menschen in Sechssitzer gequetscht

Die 12 Männer und Frauen waren nach dem Bericht der Polizei auf dem Heimweg von ihrer Nachtschicht und hatten sich alle zusammen in das Auto gezwängt und dabei offenbar grundsätzlich erstmal gute Arbeit geleistet, wie ein scherzhaft gemeinter Hinweis auf das Computer-Spiel „Tetris“ in der Polizeimeldung vermuten lässt. Einige der Personen hätten sich im Kofferraum befunden, andere auf der Rückbank gelegen und gesessen.

Doch so gut der Platz in dem Auto auch ausgenutzt wurde, mit Verkehrssicherheit hatte diese Fahrzeugbelegung nichts zu tun, stellte die Polizei in der Mitteilung klar. Entsprechend wurde die Fahrt jäh gestoppt.

Auf den 57 Jahre alten Fahrer kommt nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zu. Die anderen haben hingegen keine rechtlichen Konsequenzen zu fürchten, mussten aber noch eine Weile auf die Fortsetzung ihrer Heimreise warten. Denn die Polizei ließ die 12 Personen natürlich nicht wieder alle in das Auto einsteigen. Zwei weitere Pkw mussten organisiert werden, um die überzähligen Fahrgäste mitzunehmen. 

Mecklenburg-Vorpommern: Auch hier fuhren zu viele Menschen im Auto

Einen ähnlichen Fall gab es übrigens nahezu zeitgleich in Mecklenburg-Vorpommern. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim ging Polizisten ein Pkw mit neun Personen ins Netz. Unter den Insassen waren sechs Kinder und Jugendliche. Der 28-jährige Fahrer stand den Angaben zufolge unter Drogeneinfluss. Auch besaß er keinen Führerschein, und dem für maximal fünf Personen ausgelegten Auto fehlte der Versicherungsschutz.