Eine Hand hält eine Zigarette (Symbolbild). Foto: dpa/Jena Kalaene

Wer während der Arbeit rauchen geht, sitzt in dieser Zeit nicht am Computer, an der Maschine oder bewirtet auch keine Gäste. Dem ein oder anderen Nichtraucher mag das unfair vorkommen. Ein Wirt aus Neustadt-Hambach in Rheinland-Pfalz wollte diese scheinbare Ungerechtigkeit ausgleichen. Wie der TV-Sender RTL berichtet, gab er den Nichtrauchern unter seinen Mitarbeitern fünf Urlaubstage im Jahr mehr, dafür, dass sie keine Zigarettenpausen machten.

Dem Sender sagte der Wirt, dass er seinen Betrieb stets tolerant geführt hatte. Raucher müssten keine Pausenzeiten dafür nutzen, wenn sie eine Zigarette rauchen gingen. Dennoch habe er die Zeit, die seine rauchenden Mitarbeiter in der Kippenpause verbrachten, einmal hochgerechnet und sei auf acht bis 15 Arbeitstage pro Person im Jahr gekommen. Um einen Ausgleich zu schaffen, habe er dann die fünf Zusatz-Urlaubstage für Nichtraucher eingeführt. 

Das Ganze sei bei seinen Mitarbeitern so gut angekommen, dass einige sich sogar dazu entschlossen hätten, mit dem Rauchen aufzuhören. Außerdem hätten die Nichtraucher aufgehört, über die Raucherpausen der Raucher zu meckern. „Das ist eine Lösung, die für unseren Betrieb gut ist, ich weiß nicht ob das für andere Betriebe funktioniert“, sagte der Wirt dem Sender. 

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Mit einem ähnlichen Konzept machte im Jahr 2017 bereits die japanische Marketingfirma Piala Inc. Schlagzeilen. Die Firma lag im 29. Stock eines Hochhauses, Zigarettenpausen hätten durch den langen Weg nach unten mindestes 15 Minuten gedauert – und das hatte Ärger bei den Nichtrauchern verursacht. Um nicht die Raucher zu bestrafen, sondern die Nichtraucher zu belohnen, wurden hier sogar sechs zusätzliche Urlaubstage eingeführt.