Prinz Philip und sein Sohn Charles im Oktober 2016. 


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In der ganzen Welt war er berühmt für seinen oft grobschlächtigen Humor. Und dem blieb er offenbar bis zum letzten Atemzug treu. 

Daran erinnert Prinz Charles (72) in einer rührenden BBC-Dokumentation. Der Thronfolger enthüllt in dem Film die Inhalte seines letzten Gesprächs mit seinem Vater. Einen Tag vor seinem Tod zeigte Prinz Philip sich noch immer in Humor-Bestform. Zwar sei er sehr schwach gewesen, böse Witze ließ er sich deshalb aber nicht nehmen. 

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Charles sprach ein heikles Thema an

Am 8. April habe er in Windsor angerufen, berichtet Charles in dem Interview  mit der BBC. Er habe das heikle Thema einer Party zum 100. Geburtstag seines Vaters im Juni ansprechen wollen. Philip sei von der Idee, sich feiern zu lassen, nämlich ganz und gar nicht begeistert gewesen. 

So musste Charles offenbar seinen ganzen Mut zusammennehmen, um den Satz zu sagen: „Lass uns über deinen Geburtstag sprechen.“ Nach eigenen Worten habe seine Stimme dabei gezittert.

Prinz Philip starb am 9. April.  dpa/Michael Kappeler

Dafür muss ich am Leben sein, oder? 

Die Antwort kam prompt - und auf die typisch-provokante Philip-Art: „Aber dafür muss ich doch noch am Leben sein, oder?“, fragte er zurück. „Ich wusste, dass du das sagen würdest!“ erwiderte Charles.

Heute erinnerst sich der künftige König mit einem Lächeln an dieses Gespräch - zu sehen in der neuen BBC-Sendung „Prince Philip: The Royal Family Remembers“, die kommenden Mittwochabend gesendet wird. Vorab erlaubte Co-Produzent Robert Hardman in der Daily Mail  jetzt erste Einblicke.

Herausgekommen ist eine bewegende Würdigung des Prinzen. Alle Kinder und Enkel – auch Prinz Harry – schildern ihre schönsten und lustigsten Erlebnisse mit Philip. Der Gemahl der Königin war am 9. April im Alter von 99 Jahren gestorben.

Prinz Philip und sein Sohn Charles im Jahr 1971. imago stock&people

Doku zum 100. Geburtstag geplant

Der Film sollte eigentlich am 100. Geburtstag von Prinz Philip ausgestrahlt werden. Dessen Tod änderte die Pläne aber. Die Doku-Macher nahmen sowohl die Beerdigung als auch die Stimmung im Palast danach noch auf. 

Die BBC spricht von einer „historischen“ Sendung und von „ergreifenden Erinnerungen, viel Humor und zahlreichen neuen Einblicken in den Charakter und das Vermächtnis eines königlichen Pioniers“.

Offenbar kann man sich auch auf einige sehr komische Philip-Momente freuen. 

Die Beerdigung von Prinz Philip am 17. April 2021.  imago/Starface

Testament bleibt 90 Jahre geheim

Das Testament des Ehemanns der britischen Königin Elizabeth II. soll übrigens erst im kommenden Jahrhundert veröffentlich werden. Um „die Würde und den Stand“ der Königin zu schützen, bleibe es für die nächsten 90 Jahre geheim, entschied jetzt ein Richter des Obersten Gerichts in London. Erst dann werde es für Historiker freigegeben.

Es liege im öffentlichen Interesse, die Privatsphäre der Queen und enger Mitglieder der königlichen Familie zu schützen, erklärte Richter Andrew McFarlane. Der besondere Stand der Königsfamilie rechtfertige, dass ihr Privatleben besonders geschützt werde.

Allerdings bestehe auch ein geschichtliches und biografisches Interesse an dem Testament. Daher solle es nach frühestens 90 Jahren unter Aufsicht eines professionellen Archivars entsiegelt werden.