Der Cartoonist Uli Stein ist verstorben. Foto: dpa/Uli Stein

Der als Deutschlands bekanntester Cartoonist geltende Künstler Uli Stein ist tot. Stein sei vor einer Woche in der Nacht von Freitag auf Sonnabend mit 73 Jahren unerwartet in seinem Haus bei Hannover gestorben, teilte Katja Seifert, Vorstand der Uli-Stein-Stiftung für Tiere in Not, mit. Seine Beerdigung fand demnach bereits im engsten Freundeskreis in seiner Heimatstadt Hannover statt. Familie hinterlässt der Künstler nicht.

Wie seine Stiftung, die er im Jahr 2018 gründete, mitteilte, litt Stein an der Parkinson-Krankheit. Dennoch sei sein Tod überraschend gekommen.

1982 veröffentlichte er erste Postkarten, 1984 dann die ersten Bücher. Es folgte der Stiftung zufolge eine steile Karriere über die Grenzen Deutschlands hinaus: Eieräugige und knollennasige Menschen, die Maus, aber auch seine Katzen, Hunde und Pinguine wurden demnach zu seien Markenzeichen – verewigt auf Millionen Postkarten und in Millionen Büchern. Seine Cartoons erschienen europaweit in über 100 Zeitschriften und Magazinen.

Mit dem Plakat zu seiner Ausstellung zeigt sich der Cartoonist Uli Stein im Jahr 2000 vor der Galerie „Cartoonfabrik“ in Berlin. Foto: dpa/Stephanie Pilick

„Ich möchte den Leuten Spaß machen, sie unterhalten und ihnen schöne Momente geben in trüben Zeiten oder auch in guten Zeiten“, sagte Stein 2009 in einem Interview. Neben dem Zeichnen pflegte er seit vielen Jahren eine weitere Leidenschaft: das Fotografieren.

Stein wurde am 26. Dezember 1946 in Hannover geboren. Er studierte in Berlin und arbeitete parallel als freier Fotograf und Texter für Zeitungen. Kurz vor dem Examen brach er sein Lehramtsstudium ab, um hauptberuflich Journalist zu werden. Seit Ende der 1970er-Jahre konzentrierte er sich ganz auf das Zeichnen.