Martin Perscheid im Oktober 2018 auf der Frankfurter Buchmesse. dpa/Uwe Zucchi

Der Cartoonist Martin Perscheid ist im Alter von nur 55 Jahren gestorben. Das gaben der Lappan-Verlag und die Caricatura-Galerie Kassel am Donnerstag im Namen der Familie bekannt. Er habe nach langer Krankheit in der Nacht zum 31. Juli den Kampf gegen den Krebs verloren.

„Dieser Verlust ist dramatisch. Wir verlieren mit Martin Perscheid nicht nur einen der besten und populärsten Zeichner der komischen Kunst, sondern auch ein Vorbild und einen Wegbereiter – und einen Freund“, sagte Martin Sonntag, Leiter der Caricatura-Galerie.

Sein erstes Buch veröffentlichte Perscheid 1995. Bekannt war er für allem für seinen schwarzen Humor. Für die laut Eigenbeschreibung „gnadenlose und gemeine“ Reihe „Perscheids Abgründe“, die in mehr als 50 Tageszeitungen und Zeitschriften erschien, schuf er nach laut Verlag über 4300 Cartoons. So sei Perscheid zu einem der bedeutendsten Cartoonisten unsere Zeit geworden, hieß es in der Mitteilung. Im Jahr 2002 wurde er mit dem Max-und-Moritz-Preis für die beste deutschsprachige Cartoonserie ausgezeichnet. Perscheid war lange auch täglicher KURIER-Karikaturist. Er lebte und arbeitete bis zu seinem Tod in Wesseling bei Köln.