Rettungskräfte an der Unglücksstelle.
Rettungskräfte an der Unglücksstelle. AP/Vincent Thian

Mindestens 24 Todesopfer hat ein Erdrutsch in Malaysia gefordert. Unter den Opfern befinden sich nach Behördenangaben vom Samstag auch sieben Kinder. Das Unglück ereignete sich bereits am Freitag auf einem Campingplatz in der Nähe der Stadt Batang Kali nördlich der Hauptstadt Kuala Lumpur

Zehn weitere Menschen würden noch vermisst, sagte ein Behördenvertreter. Die Wahrscheinlichkeit, sie lebend zu finden, sei „äußerst gering“, sagte der Leiter der Rettungskräfte, Norazam Khamis.

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Erdrutsche sind in Malaysia keine Seltenheit

Am Samstag gingen die Rettungs- und Bergungsarbeiten im schlammigen Gelände weiter. Der Erdrutsch hatte am frühen Freitagmorgen den nahe einem Bauernhof gelegenen Campingplatz verschüttet. Zum Unglückszeitpunkt befanden sich Behördenangaben zufolge mehr als 90 Menschen vor Ort, 61 Menschen seien gerettet worden.

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Mitglieder des malaysischen Rettungsteams setzen Suchhunde ein.
Mitglieder des malaysischen Rettungsteams setzen Suchhunde ein. dpa/Amirul Azmi/BERNAMA

Der Bauernhof hatte offiziellen Angaben zufolge keine Lizenz für den Betrieb eines Campingplatzes. Der malaysische Premierminister Anwar Ibrahim besuchte den Unglücksort am Freitagabend und versprach finanzielle Hilfen für die Familien der Todesopfer und Verletzten.

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Erdrutsche sind in Malaysia nach starken Regenfällen keine Seltenheit, insbesondere zu dieser Jahreszeit. Nach Schlechtwetterperioden kommt es immer wieder zu Erdrutschen. In Batang Kali waren allerdings vor dem Unglück keine starken Regenfälle verzeichnet worden.

Die malaysische Regierung hat strenge Gesetze für das Bauen am Hang erlassen. Im März waren zuletzt vier Menschen ums Leben gekommen, nachdem ein durch starke Regenfälle ausgelöster Erdrutsch ihre Häuser in einem Vorort von Kuala Lumpur verschüttet hatte.