In Mecklenburg-Vorpommern durften die Gastronomen schon letzten Sonnabend die Türen wieder öffnen. Die Hygienevorschriften sind in der Corona-Krise streng. Das Café Rothe am Schweriner Markt hat etwas Kurioses gemacht, um die Abstandsregeln von 1,50 Metern umzusetzen.

Am ersten Tag der Öffnung des Cafés haben die Betreiber ihren Kunden Schwimmstäbe auf den Kopf gesetzt. Nur für die ersten drei Stunden. Das sah ulkig aus und kam bei den Gästen gut an. Chefin Jaqueline Rothe (50) sagt: „Die Kunden haben den Gag gerne mitgemacht. Man sollte nicht alles so ernst nehmen.“ Gleichzeit seien die Stäbe aber wichtig gewesen, mal ein Gefühl für den richtigen Abstand zu bekommen. Denn dass die 1,50 eingehalten werden, ist Jaqueline Rothe nach wie vor sehr wichtig wie sie sagt. 

Zugegeben: Nicht das Café Rothe kam auf die Idee mit den Stäben, sondern Fernsehsender RTL. Der Witz kam trotzdem gut an.

Bei aller Heiterkeit sagt die Betreiberin: „Es ist jetzt nicht das gleiche Kaffeetrinken wie vorher. Wir mussten Tische rausräumen und die Mecklenburger sind noch ein bisschen vorsichtig, halten die Regeln ein.“

Da das Café auch eine Konditorei ist, konnte es als Handwerksbetrieb auch während des Lockdowns öffnen. Aber nur mit Außer-Haus-Verkauf. „Das war unser Glück“, sagt Jaqueline Rothe (50).