Britneys Vater Jamie Spears wurde bereits Ende September als Vormund für geschäftliche Entscheidungen vom Gericht entlassen. AP

Britney Spears ist endlich frei. Der Oberste Gericht von Los Angeles gab dem Antrag der Pop-Prinzessin statt, die Vormundschaft nach 13 Jahren aufzulösen. Richterin Brenda Penny entschied: „Es ist die Meinung des Gerichts, dass eine Vormundschaft für die Person und das Vermögen von Britney Spears nicht mehr länger notwendig ist.“ Das bedeutet, dass die 39-Jährige ab sofort als mental stabil genug gilt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihr 60-Millionen-Dollar-Vermögen selbst zu verwalten.

Britneys Vater Jamie Spears wurde bereits Ende September als Vormund für geschäftliche Entscheidungen vom Gericht entlassen. Laut Penny hatte er ein „vergiftetes Umfeld“ geschaffen und war nicht mehr länger zu halten. Sie hatte stattdessen den Buchhalter John Zabel als vorrübergehenden Vormund ernannt. Danach beantrage Britneys Anwalt Mathew Rosengart, die Vormundschaft aufzulösen – was Jamie Spears überraschend ebenfalls in einem Gerichtsantragt verlangte.

Britney Spears kann ihr Vermögen nun selbst verwalten

Im Juni hatte Spears nach 13 Jahren vor Gericht ihr Schweigen zur Vormundschaft gebrochen. In ihrer dramatischen Aussage nannte sie das Arrangement „Missbrauch“ und behauptete: „Es wurde benutzt, um mein Leben zu ruinieren. Ich habe die Welt angelogen, als ich gesagt habe, ich sei ok!“

Tausende Anhänger hatten vor dem Gerichtsgebäude in Los Angeles demonstriert, mit Britney mitgefiebert. AP Photo/Damian Dovarganes

Vor der Anhörung hatten Spears und ihr Verlobter Sam Ashgari ein Video gepostet, auf dem sie beide „Free Britney“-T-Shirts tragen. Britney verriet dazu, das ein „sehr Interessanter Tag“ für sie ansteht und dass sie noch nie mehr in ihrem Leben gebetet habe. Ihre Gebete der Freiheit wurden erhört.

Nach der Anhörung postete die überglückliche Spears das Video ihrer jubelnden Fans vor dem Gerichtsgebäude in Los Angeles und schrieb: „Guter Gott, ich liebe meine Fans so sehr, es ist verrückt. Ich glaube, ich werde für den Rest des Tages nur weinen. Der beste Tag aller Zeiten!“

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass Richterin Penny mit ihren Abschlussworten recht behalten wird: „Es gibt keinen Grund, warum Britney kein glückliches, erfülltes Leben nach der Auflösung der Vormundschaft haben soll“.  Zum ersten Mal seit 2008 darf Britney wieder allein entscheiden, wen sie anheuert und wen sie feuert, ob und wann sie auftritt und ob sie ein Baby mit Sam Asghari haben wird.

Es ist gut möglich, dass Spears eine Zivilklage wegen Veruntreuung gegen ihren Vater durchzieht. Ihre Mutter Lynne wird ebenfalls wohl nie wieder Teil vom Leben ihrer Tochter sein. Denn Britney beschuldigt sie öffentlich, die Idee für die Vormundschaft gehabt zu haben – „weil mein Dad viel zu dumm dafür ist.“