Einsatzkräfte der Polizei sichern vor der Grundschule in Esslingen den Tatort.
Einsatzkräfte der Polizei sichern vor der Grundschule in Esslingen den Tatort. Bernd Weißbrod/dpa

Das Mädchen ist gerade einmal sieben Jahre alt. Es spielt in der Ferienbetreuung ihrer Grundschule am Eingang, als es plötzlich Opfer einer grausamen Schreckenstat wird. Ein junger Mann, selber gerade einmal 25 Jahre alt, marschiert auf das Gelände, zückt ein Küchenmesser und sticht auf das Kind ein. An Hals und Hinterkopf wird die Kleine schwer verletzt. Eine Erzieherin (61) eilt zur Hilfe. Auch sie wird mit dem Messer attackiert. Dann flüchtet der Täter.

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Was nach Szenen aus einem Gruselfilm klingt, ist wirklich passiert. Mitten in Deutschland. Genauer gesagt am Rande der Esslinger Altstadt. Der Tatort: die Katharinenschule. Dort wurden am 10. Juni in den Pfingstferien die Kinder betreut, als es zum schrecklichen Blutbad kam.

Messerstecher von Esslingen womöglich nicht schuldfähig

Das Motiv für die Tat ist bislang unklar. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Doch: Kann er wirklich für die Tat verantwortlich gemacht werden?

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Nach wie vor ist unklar, ob der in Deutschland geborene Mann mit niederländischem Pass überhaupt schuldfähig ist. Denn laut Staatsanwaltschaft gibt es Anhaltspunkte dafür, dass er wegen einer seelischen Störung oder psychischen Erkrankung vermindert schuldfähig und gefährlich sein könnte.

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Opfer des Blutbades von Esslingen waren Zufallsopfer

Als sicher gilt laut Polizeiermittlungen hingegen, dass es sich bei dem betroffenen Mädchen um ein Zufallsopfer gehandelt hat. Auch die Betreuerin soll dem Mann aus Esslingen nicht bekannt gewesen sein. Er griff die beiden wahllos an.

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Nach dem Angriff hatte der mutmaßliche Täter laut Staatsanwaltschaft die Flucht ergriffen, er hatte aber später einen Passanten angesprochen und diesen gebeten, die Polizei zu alarmieren, weil er für die Tat in Esslingen verantwortlich sei.