Eine Spritze wird mit dem Impfstoff von Biontech aufgezogen. Foto: Imago/KJ Peters

Das Hin und Her bei Astrazeneca soll eigentlich ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Es soll zeigen, wie vorsichtig die Bundesregierung mit dem Impfstoff umgeht. Doch jede Hiobsbotschaft hemmt auch ein wenig die Impf-Euphorie. In dieser Situation ist es gut, dass im April rund 10 Millionen Impfdosen von Biontech nach Deutschland geliefert werden. Denn von diesem Vakzin gibt es derzeit beinahe nur gute Nachrichten!

Auch sechs Monate nach der Impfung noch ein Schutz von 91,3 Prozent

So haben neue Daten die gute Wirksamkeit des Impfstoffs noch einmal bestätigt. Demnach liegt die Wirksamkeit im Untersuchungszeitraum von sieben Tagen bis sechs Monaten nach der zweiten Impfdosis bei 91,3 Prozent. Dabei geht es um das Verhindern von Corona-Erkrankungen. Die Daten stammen von mehr als 12.000 geimpften Probanden, die ihre zweite Impfung bereits vor mehr als einem halben Jahr erhalten haben, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Noch sind die Ergebnisse aber nicht von Experten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht.

Eine weitere Auswertung der Daten zeigte laut Biontech und Pfizer, dass in Südafrika, wo B.1.351 die vorherrschende Virusvariante ist, eine Wirksamkeit von 100 Prozent erreicht wurde. Alle neun Covid-19-Fälle traten dort in der Placebo-Gruppe auf. In Deutschland ist diese Variante mit einem Anteil von 0,8 Prozent aber kaum verbreitet. Weitere gute Nachrichten gab es von den Biontech-Tests mit Jugendlichen. Bei Kindern zwischen 12 und 15 Jahren ergeben die Daten eine Wirksamkeit von 100 Prozent.

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„Die Ergebnisse, die die guten Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten erneut bestätigen, sind ein wichtiger Schritt, besonders mit Blick auf die Dauer der Impfwirkung“, sagte Biontech-Vorstandschef und Mitbegründer Ugur Sahin. Die Unternehmen wollen die Daten nun bei einer anerkannten Fachzeitschrift einreichen.