Drei britische Exemplare der Kinder-Überraschungseier von Ferrero. Ein Dreijähriger lag nach dem Verzehr eine Woche im Krankenhaus. dpa/Victoria Jones/PA Wire

Spiel, Spaß, Spannung – so lautet das offizielle Motto für Kinder-Überraschungseier. Für einen kleinen Jungen aus Wales bedeutet das Naschen des beliebten Schoko-Eies jetzt aber etwas ganz anderes. Er wäre fast ins Koma gefallen, hing im Krankenhaus vier Tage lang am Tropf. Jetzt berichtet seine Mutter: „Es sah aus, als würde er sterben.“

Kasey Cooke berichtet, dass ihrem Sohn ein paar Tage nach dem Essen der Leckerei schlecht wurde und er nichts mehr im Magen behalten konnte. Schlimmer noch: Er war kaum noch in der Lage, sich auf den Füßen zu halten. Sie sagte dem Mirror: „Ich musste ihm eine Windel anlegen, da er nicht aufstehen konnte, um auf die Toilette zu gehen.“

Lesen Sie auch: Fürstin Charlène teilt zu Ostern DIESES Foto mit Ehemann Albert und ihren Zwillingen >>

Überraschungsei brachte Dreijährigen ins Krankenhaus

Sie brachte ihren Jungen zum Arzt, der schickte sie direkt ins Krankenhaus. Der Zustand war kritisch. „Sie befürchteten, er könnte ins Koma fallen, da sein Blutzucker so niedrig war“, erinnert sich Kasey Cooke.

Lesen Sie auch: Todesdrama beim Aufbau von Osterfeuer in Diemelsee: Ein Mann (31) stirbt, sieben Schwerverletzte >>

Billy (3) wurde ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er ein Kinder-Überraschungsei gegessen hatte. Kasey Cooke

Billy wurde in das Noah’s Ark Children’s Hospital in Cardiff eingeliefert und vier Tage lang am Tropf gehalten. Die zweifache Mutter Kasey schickte ein Bild von ihm an Verwandte, die bemerkten, dass er aussah, „als wäre er tot“.

Lesen Sie auch: Killervariante! Karl Lauterbach warnt vor nächstem Corona-Schock – neuer Impfstoff erst im Herbst >>

Kasey erinnert sich: „Er sah aus, als würde er sterben, sein Mund war trocken, sein Gesicht war blass und seine Augen waren schwarz und eingesunken. Er war so arm und leblos. Sie kämpften ein paar Tage lang darum, seinen Blutzuckerspiegel hoch zu halten, da er immer weiter abfiel.“

Und all das, weil ein Werk in Belgien, in dem die beliebte Nascherei hergestellt wird, von einem Lebensmittelskandal heimgesucht wurde. Auf das Werk in Arlon entfallen laut Ferrero rund sieben Prozent aller jährlich weltweit hergestellten Produkte der Marke Kinder. In einem riesigen Ausmaß wurden kurz vor Ostern Kinder-Überraschungseier und Kinder-Schokobons sowie eine Reihe von Oster- und Weihnachtsartikeln zurückgerufen.

Ferrero ruft diverse Kinder-Produkte zurück

Da war es für den kleinen Billy schon zu spät. Seine Mutter hatte zunächst keine Ahnung, dass das vermeintlich harmlose Ü-Ei schuld an dem Drama sein könnte, das am 1. April für sie und ihren Sohn begonnen hatte. Als die Ärzte jedoch Stuhlproben nahmen, fanden sie Spuren von Salmonellen in seinen Fäkalien.

Lesen Sie auch: Trauriges Geständnis einer Mutter: „Ich wünschte, ich hätte abgetrieben“ >>

Kasey hatte Ferrero eine Mail geschrieben. In einer Erklärung entschuldigte sich Ferrero bei Kasey und sagte, dass alle vom Salmonellen-Ausbruch betroffenen Produkte zurückgerufen wurden.

„Nach eingehender Untersuchung wurde als Entstehungsort ein Filter am Ausgang zweier Rohstofftanks identifiziert. Materialien und Fertigprodukte wurden blockiert und nicht freigegeben. Die Angelegenheit wird derzeit zusammen mit den Lebensmittelsicherheitsbehörden untersucht. Wir bedauern diese Angelegenheit zutiefst und arbeiten weiterhin eng mit den Lebensmittelsicherheitsbehörden zusammen, um ihre Untersuchungen zu unterstützen“, heißt es bei dem Lebensmittelriesen.

Mehr als 150 Kinder wurden durch den Lebensmittelskandal bisher nachweislich vergiftet.