Das Badezimmer diente einem Littauer als Quarantäne-Station (Symbolbild). Foto: imago images/Cavan Images

Vilnius - Die Aufregung wegen der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat mitunter kuriose Auswüchse: In Litauen hat ein Mann aus Angst vor dem Virus seine Frau im Badezimmer eingesperrt. Er ließ sie dort nicht mehr heraus, nachdem sie ihm erzählt hatte, sie habe sich mit jemandem unterhalten, der aus dem Ausland zurückgekehrt sei, teilte die Polizei mit. Die Frau habe dabei den Verdacht geäußert, sie könnte sich bei dem Gespräch vielleicht mit dem Erreger angesteckt haben.

Als die Polizei eintraf, um die Frau zu befreien, gab es weder „Gewalt noch Beschwerden“, wie die Beamten weiter mitteilten. Es sei aber ein Krankenwagen gerufen worden. Örtlichen Medien zufolge fiel der Coronavirus-Test bei der Frau negativ aus.

In Litauen gibt es bislang nur einen Infektionsfall mit dem neuartigen Erreger. Dabei handelt es sich um einen Mann, der sich zuvor in Norditalien aufgehalten hatte. Italien ist das am schwersten betroffene Land in Europa. Dort starben schon mehr als hundert Menschen. (AFP)