Nach dem Schusswaffenangriff in einem Lebensmittelgeschäft in Buffalo drängen sich Menschen aneinander, stehen unter Schock.  Laut Medien wurden zehn Menschen getötet. AP/Joshua Bessex

Bei einem Schusswaffenangriff in Buffalo im US-Bundesstaat New York sind einem Medienbericht zufolge zehn Menschen getötet worden. Ein mit einem „leistungsstarken Gewehr“ bewaffneter Angreifer habe in einem Lebensmittelgeschäft das Feuer eröffnet und zehn Menschen getötet, berichtete die Lokalzeitung The Buffalo News am Sonnabend unter Berufung auf einen Polizeivertreter und Ermittlerkreise. Drei weitere Menschen erlitten demnach Verletzungen.

Wenige Stunden nach den Schüssen ist der mutmaßliche Schütze des Mordes ersten Grades angeklagt worden. Auf Videos und Fotos war zu sehen, wie der 18-Jährige mit dünnem weißen Hemd und Gesichtsmaske vor Richter Craig Hannah im Gericht von Buffalo im Ostküstenstaat New York sitzt. Die Ermittler gehen von einem Hassverbrechen des Weißen aus: Die Mehrzahl der insgesamt 13 Opfer - neben den 10 Toten wurden 3 Menschen verletzt - waren Schwarze.

ap/Derek Gee/The Buffalo News
Polizisten sichern das Gebiet rund um den Supermarkt, in dem sich die Bluttat ereignete.

Der Angreifer hatte dem Bericht zufolge eine kugelsichere Weste sowie einen Helm getragen und das Feuer mit einem „leistungsstarken Gewehr“ eröffnet. Da der Schütze mit einer Kamera ausgerüstet gewesen sei, prüfe die Polizei, ob die Gewalttat live im Internet übertragen wurde. Die Zeitung zitierte einen Polizisten, der den Tatort mit einem „Horrorfilm“ verglich.

Zeitung: Tote im Innern des Ladens und auf dem Parkplatz gefunden

Die Polizei von Buffalo bestätigte im Onlinedienst Twitter einen Einsatz wegen Schüssen in einem Lebensmittelladen. Mehrere Menschen seien getroffen worden, hieß es zunächst lediglich. Laut The Buffalo News wurden bis zu fünf Leichen auf einem Parkplatz des Geschäfts gefunden und weitere Todesopfer im Inneren des Ladens.

FBI prüft rassistisches Motiv

Die Bundespolizei FBI geht dem Verdacht eines rassistischen Motivs nach. „Wir ermitteln in dem Fall sowohl wegen eines Hassverbrechens als auch wegen eines Falls rassistisch motivierten Gewaltextremismus“, sagte der für Buffalo zuständige FBI-Ermittler Stephen Belongia am Samstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz.

Noch während der Ereignisse hatte die Gouverneurin des Bundesstaates New York Kathy Hochul, bei Twitter geschrieben, sie beobachte die Lage nach dem Vorfall in einem Lebensmittelgeschäft in dem Ort sehr genau. „Wenn Sie sich in Buffalo aufhalten, meiden Sie bitte das Gebiet und befolgen Sie die Anweisungen der Strafverfolgungsbehörden und der örtlichen Behörden.“