Bilder von schiitischen Klerikern aus dem Irak hängen vor dem Krankenhaus Al-Ataa in Bagdad. Foto: Ameer Al Mohammedaw/dpa

In der irakischen Hauptstadt Bagdad haben Unbekannte die aus Berlin stammende deutsche Kuratorin und Kulturvermittlerin Hella Mewis entführt. Bewaffnete Männer hätten Mewis in ihre Gewalt gebracht, schrieb Ali al-Bajati, Mitglied der vom Parlament gewählten Menschenrechtskommission, am Montag bei Twitter.

Sicherheitskräfte hätten die Suche nach der Frau bereits aufgenommen, meldete die dpa. Das Auswärtige Amt bestätigte die Entführung der Deutschen zunächst nicht.

Mewis wurde in Berlin geboren und lebt seit mehreren Jahren in Bagdad. Sie arbeitete dort am Aufbau des Kulturinstituts Bait Tarkib, das die Arbeit junger irakischer Künstler fördern will. Zeitweise war sie auch für das Goethe-Institut tätig.

Die Männer hätten Mewis am Montagabend gegen 20 Uhr (Ortszeit) in Nähe des Kulturzentrums im zentral gelegenen Stadtteil Abu Nuwas entführt, schrieb Al-Bajati bei Twitter. Das Viertel liegt unweit des Flusses Tigris.