Deutschland hat einen neuen Einwohnerrekord vorzuweisen: Die Bevölkerung fasst nun 83,2 Millionen.  Foto: imago images/Ralph Peters

Die Bevölkerung in Deutschland ist 2019 auf 83,2 Millionen Menschen gestiegen. Trotz des neuen Einwohnerrekords verlangsamte sich das Bevölkerungswachstum weiter, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Im Vergleich zu 2018 wuchs die Zahl der Einwohner um 0,2 Prozent (147.000 Menschen). 2018 hatte es noch ein Plus von 0,3 Prozent gegeben.

Den Anstieg im vergangenen Jahr erklärten die Statistiker damit, dass nach vorläufigen Ergebnissen etwa 300.000 Menschen mehr zu- als abgewandert sind. Der sogenannte Wanderungsüberschuss habe im Vergleich zu 2018 abgenommen. Damals lag er noch bei einem Plus von 400.000.

Darüber hinaus überstieg die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Geburten um 161.000. Sowohl der Wanderungsüberschuss als auch das Geburtendefizit waren 2019 niedriger als 2018, wodurch das Bevölkerungswachstum insgesamt geringer ausfiel als im Vorjahr.

Prozentual stieg die Einwohnerzahl am stärksten in Berlin (plus 0,7 Prozent), Brandenburg, Bayern und Hessen (jeweils plus 0,4 Prozent). Am stärksten gesunken sind die Einwohnerzahlen in Sachsen-Anhalt (minus 0,6 Prozent), Thüringen (minus 0,5 Prozent) und im Saarland (minus 0,4 Prozent).

Das Wachstum der ausländischen Bevölkerung verlangsamte sich 2019 weiter. Gleichzeitig sank die Zahl der deutschen Staatsbürger um 0,2 Prozent auf 72,8 Millionen. Ende 2019 lebten 10,4 Millionen ausländische Staatsbürger in Deutschland (plus 3,1 Prozent). Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung stieg auf 12,5 Prozent.

Seit 2011 wächst die Bevölkerung in Deutschland kontinuierlich an. Nach dem Rekordzuwachs von 1,2 Prozent im Jahr 2015 verlangsamte sich aber die jährliche Zunahme.