Kiska war der letzte in Gefangenschaft lebende Wal in Kanada.
Kiska war der letzte in Gefangenschaft lebende Wal in Kanada. ZUMA Press/Imago

Es ist eine herzzerreißende Geschichte, die jedem Tierfreund schmerzt. Der auch als der „einsamste Orca der Welt“ bekannte Killerwal Kiska ist am Donnerstag in Kanada gestorben. Das teilte der Tierpark Marineland mit, in dem Kiska bis zu ihrem Tod lebte.

Zuvor hatte das Orca-Weibchen gesundheitlich immer weiter abgebaut. Sie wurde rund 47 Jahre alt, schätzen Tierärzte. 

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Tierschützer fordern Obduktion von Kiska

Tierschützer forderten eine Obduktion der Walkuh und bedauerten das Schicksal von Kiska. „Es ist herzzerreißend zu wissen, dass Kiska niemals die Chance haben wird, in ein Walschutzgebiet umgesiedelt zu werden und die Freiheit zu erfahren, die sie so sehr verdient hat“, sagte Camille Labchuk, Geschäftsführerin von Animal Justice, in einer Erklärung. „Wir fordern Gerechtigkeit für das, was Kiska durch Marineland erlitten hat“, fügte Labchuk hinzu.

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„Wir fordern die Provinzbehörden auf, die Ergebnisse einer Obduktion zu veröffentlichen und Marineland wegen der rechtswidrigen Not, die Kiska in ihren letzten Jahren eindeutig erlebt hat, strafrechtlich zu verfolgen.“

Zusammen mit „Free Willy“-Wal Keiko gefangen

Die Geschichte des Tieres bewegte viele Menschen, nicht nur in Kanada. Kiska war 1979 in isländischen Gewässern gefangen worden. Damals war sie vermutlich um die drei Jahre alt. Gefangen wurde sie zusammen mit einem weiteren Wal: Keiko. Er wurde 1985 nach Mexiko verkauft und gelangte später in den Aquarienpark SeaWorld.

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Keiko wurde durch den Film „Free Willy“ weltberühmt. Er wurde zusammen mit Kiska 1979 vor der Küste Islands gefangen.
Keiko wurde durch den Film „Free Willy“ weltberühmt. Er wurde zusammen mit Kiska 1979 vor der Küste Islands gefangen. Warner Bros/Courtesy Everett Collection/Imago

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Der Orca erlangte in den 1990er-Jahren durch den Film „Free Willy“ große Berühmtheit. Darin ging es um die Auswilderung eines Wales und die Freundschaft zu einem kleinen Jungen. Der Hollywood-Schlager führte auch zu verstärkten Bemühungen, Keiko wieder auszuwildern. Letztlich wurde er langsam ausgewildert und verstarb knapp zwei Jahre später an einer Lungenentzündung.

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Keiko und Kiska lebten nach ihrer Gefangennahme bis in die 1980er-Jahre im Marineland in der Nähe der Niagara Falls auf der kanadischen Seite. Hier mussten die Killerwale Besucher bespaßen. Fünfmal gebar Kiska Kälber. Alle starben, bevor sie erwachsen wurden.

Kiska wurde depressiv nachdem ihre Gefährten und Kälber starben oder verlegt worden

Im Jahr 2008 wurde Kiska depressiv, nachdem ihr damaliger Gefährte und ein Kalb starben. „Sie hat ihre beste Freundin und ihr Baby verloren und man konnte ihre Traurigkeit sehen“, so Christine Santos, eine ehemalige Trainerin von Kiska. 2011 wurde ihr letzter Gefährte, der Killerwal Ikaika verlegt, nachdem SeaWorld die Besitzer von Marineland wegen des Besitzes verklagt und gewonnen hatte.

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Seit mehr als zehn Jahren hatte Kiska in ihrem Pool keine Gesellschaft mehr. Immerhin musste sie keine Shows mehr machen. In den letzten Jahren fiel sie jedoch oft mit untypischen Verhaltensweisen auf. So wurde das Tier dabei gefilmt, wie sie ihren Kopf immer wieder gegen Scheiben in ihrem Aquarium schlug.

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Kanada verbat 2019 dann endgültig die Haltung von Walen und Delphinen im ganzen Land. Das Schicksal von Kiska trug dazu bei und wird zumindest verhindern, dass es anderen Walen so gehen wird, wie ihr.