Lebensmittelspenden werden sortiert. (Symbolfoto) Foto: dpa/Andreas Arnold

Ein Start-Up aus Berlin hat einen digitalen Marktplatz entwickelt, um Lebensmittelüberschüsse und andere Hilfsgüter aus Deutschland nach Mallorca zu exportieren. So will das Unternehmen „SPRK“ (ausgesprochen „Spark“) der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken, wie aus einem Bericht der Mallorca Zeitung hervorgeht. Am 26. März seien die ersten 10 Tonnen an Hilfsgütern auf die spanische Insel gebracht worden.

Kooperation mit „Hope Mallorca“

Dabei kooperiert das Berliner Start-Up mit der Hilfsorganisation „Hope Mallorca“, die von einem deutschen Residenten in Mallorca gegründet wurde. Diese verteilt die gelieferten Waren an verschiedene Essensausgaben und Stiftungen vor Ort weiter. Mit dabei gewesen seien etwa 2,5 Tonnen Mehl, 1,5 Tonnen Wasser sowie eine Tonne H-Milch und Fruchtsaft. Außerdem seien Hygiene- und Reinigungsmittel nach Mallorca gebracht worden. Der Transport werde dabei von der deutschen Normann Spedition gesponsert.

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Die Idee des Berliner Unternehmers Alexander Piutti von SPRK sei dabei in Rekordzeit umgesetzt worden. Ein Freund, der abwechselnd in Mallorca und in Deutschland lebt, habe die nötigen Kontakte hergestellt. Er sei gut vernetzt, sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch mit der Gründerin von Hope. Nur etwa drei Wochen nach der Idee standen die ersten 28 Paletten lieferbereit in der SPRK-Halle in Berlin.

Mit seinem Projekt SPRK habe er kürzlich bei der Extreme Tech Challenge (XTC) den ersten Platz in der Kategorie Smart ­Cities belegt. Der XTC gilt als der größte ­Wettbewerb für Tech-Unternehmen, die Gutes bewirken wollen. Das Silicon Valley hat einen Namen für solche Projekte: „Tech for Good“. Auch das Bundesministerium für ­Ernährung und Landwirtschaft hat SPRK für den Bundespreis 2021 nominiert.

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Lebensmittel, die sonst beim Produzenten, im Großhandel oder im Einzelhandel übrig bleiben, werden von SPRK zum Beispiel an zahlende Krankenhäuser geliefert. Das vermeide Überproduktion und reduziere un­nötige CO2-Emissionen, erklärt der Gründer. Nach Mallorca wolle er nun „so viele Lebensmittel wie möglich“ liefern.