Hebe (10) und ihre Pflegerin Sanne (26) wurden vermutlich tot gefunden.
Hebe (10) und ihre Pflegerin Sanne (26) wurden vermutlich tot gefunden. privat

Es ist das tragische Ende eine groß angelegten Suchaktion: Das zehn Jahre alte Mädchen mit Behinderung, das mit seiner Pflegerin am Montag spurlos verschwunden war, ist vermutlich tot. Retter fanden den dunklen Kia Picanto von Sanne (26) im Wasser am Autobahnkreuz A59 und A2. Darin: zwei Leichen.

Lesen Sie auch: Boris Becker „zuversichtlich“, dass er vor Weihnachten aus dem Gefängnis freikommt >>

Die Polizei meldete am Mittwochabend im Onlinedienst Twitter, sie habe das Auto der Pflegerin in einem Gewässer nahe der Stadt Den Bosch gefunden. Ein Polizeisprecher sagte im Sender NOS, in dem Auto seien zwei Leichen gefunden worden. „Wir haben allen Grund zu der Annahme, dass es sich um Sanne und Hebe handelt“, sagte der Sprecher. Die Bergung des Autos war in der Nacht noch nicht abgeschlossen.

Lesen Sie auch: Drama am Münchner Ostbahnhof: Junge (12) zockt mit dem Handy – dann geriet er zwischen Zug und Bahnsteig >>

Hebe und Sanne in Auto in See gefunden

Die zehnjährige Hebe war am Montagabend von ihrer 26-jährigen Pflegerin Sanne von ihrer Tagespflege in der südlichen Kleinstadt Raamsdonksveer abgeholt worden. Die Betreuerin sollte das Kind nach Hause fahren – ein Weg von rund 40 Kilometern. Doch dort kamen die beiden nie an.

Lesen Sie auch: UPDATE! Mann mit Waffe am Fenster +++ SEK-Einsatz in Dresden +++ Wohnung brennt +++ Mann tot geborgen >>

Hunderte Helfer suchten nach der vermissten Hebe und ihrer Pflegerin Sanne.
Hunderte Helfer suchten nach der vermissten Hebe und ihrer Pflegerin Sanne. Sem van der Wal/ANP/AFP

Lesen Sie aktuelle Berliner Kriminalfälle hier  im Polizeiticker >>

Retter starteten eine groß angelegte Suchaktion. Zuletzt wurden Hebe und Sanne in einem schwarzen Auto auf der Autobahn A59 zwischen Raamsdonksveer in der Nähe der belgischen Grenze und Hebes Wohnort Vught gesehen.

Drei Tage lang durchsuchten Behörden und Freiwillige das Gebiet zwischen Raamsdonksveer, wo sich die Kindertagesstätte befindet, und Vught. Sie konzentrierten sich auf ein Gebiet um Waspik, in der Nähe der Stelle, an der Sannes Telefon zuletzt ein Signal gesendet hatte. Das Auto wurde 25 Kilometer östlich von dort in der Nähe von Empel gefunden. „Was genau passiert ist, ist weiterhin Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen“, sagte der Polizeisprecher am Mittwochabend.

Lesen Sie auch: Völliger Blackout: Ukraine schaltet flächendeckend den Strom ab – wegen Kriegsschäden >>

Ein Polizist steht neben einem im Wasser gefundenen Kia Picanto. In ihm wurden die Leichen der vermissten Hebe, 10, und ihrer Pflegerin, Sanne, 26, gefunden.
Ein Polizist steht neben einem im Wasser gefundenen Kia Picanto. In ihm wurden die Leichen der vermissten Hebe, 10, und ihrer Pflegerin, Sanne, 26, gefunden. OB ENGELAAR/ANP/AFP

An der Suche nach Hebe und ihrer Pflegerin waren am Dienstag und Mittwoch rund hundert Einsatzkräfte sowie ein Hubschrauber und Spürhunde beteiligt gewesen. Bei der Polizei gingen hunderte Hinweise ein. Hebe war wegen ihrer Behinderung rund um die Uhr auf Pflege angewiesen.