Banksys neuestes Werk an der Mauer eines ehemaligen Gefängnisses. Ein Häftling bricht mit seiner Schreibmaschine aus. Foto: AFP/Ben Stansall

Der weltbekannte Graffiti-Künstler Banksy hat sich zu einem kürzlich an der Mauer eines ehemaligen Gefängnisses aufgetauchten Wandbild bekannt. Ein am Donnerstag beim Onlinedienst Instagram veröffentlichtes Video zeigt die Entstehung des Bildes auf dem Gebäude im britischen Reading. Das Justizministerium, dem die ehemalige Haftanstalt gehört, in dem früher der Schriftsteller Oscar Wilde eingesperrt war, will im März über die Umwandlung in einen Ort der Kunst entscheiden.

Das Graffito zeigt einen Menschen in Häftlingskleidung, der an einem Seil aus verknoteten Bettlaken an der Mauer herunterklettert. Am unteren Ende des Seils hängt eine Schreibmaschine. Das Gefängnis stammt aus viktorianischer Zeit und war erst 2013 geschlossen worden.

Banksys  Bekenntnisvideo war eingebettet in eine Sendung des legendären Fernsehmalers Bob Ross, der – obwohl schon 25 Jahre tot – noch immer auf Youtube beliebt ist. „Hallo. Ich bin Bob Ross. Ich möchte euch zu The Joy of Painting (Die Freude am Malen) begrüßen“, sagt der verstorbene US-Künstler in dem kurzen Film. Dann zeigt das Video einen von hinten aufgenommenen Menschen, der mit Schablonen, Sprühdosen und Malerrollen hantiert. Ob es sich um Banksy handelt, ist nicht zu erkennen.

Banksy ist als Graffiti-Künstler weltberühmt geworden, seine Identität ist aber nur einer Handvoll Vertrauter bekannt. Seine Werke haben häufig politische Botschaften.