Immer wieder kommt es in Deutschland zu Sprengungen von Geldautomaten, wie hier am 7. November im thüringischen Meuselwitz. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

Wenige Minuten nach dem gescheiteren Versuch, einen Geldautomaten aufzusprengen, sind die Täter in Nordrhein-Westfalen offenbar mit ihrem Fluchtauto verunglückt. Die Polizei im münsterländischen Borken berichtete am Montagmorgen von einem schweren Unfall, der sich in der Nacht auf einer Bundesstraße zwischen Isselburg und Bocholt ereignete. Dort kam der dunkle Audi mit niederländischem Kennzeichen vermutlich wegen überhöhten Tempos von der Fahrbahn ab und überschlug sich.

Die zunächst unbekannten Insassen flüchteten nach dem Unfall. Laut Polizei könnte der Verkehrsunfall mit der versuchten Sprengung eines Geldautomaten wenige Minuten zuvor im niederrheinischen Rees in Verbindung stehen. „Die Täter blieben dort erfolglos und ergriffen die Flucht“, hieß es im Polizeibericht.

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In dem Unfallfahrzeug fanden die Beamten eine zündfähige Sprengvorrichtung, die vor Ort kontrolliert gesprengt werden musste. Die Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern blieb zunächst erfolglos. Bei der Suche wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Die Polizei in den benachbarten Niederlanden beteiligte sich ebenfalls an der Fahndung.

Am Montagmorgen konnten die Beamten dann schließlich zwei der drei Tatverdächtigen auf einem Feldweg festnehmen. Der dritte Tatverdächtige versuchte erfolglos, sich in einem Waldstück zu verstecken: Auch ihn konnten die Beamten kurz darauf festnehmen. Bei den drei Tatverdächtigen handelt es sich nach ersten Feststellungen um niederländische Staatsbürger. Einer der drei mutmaßlichen Täter hatte bei dem vorausgegangenen Unfall leichte Verletzungen erlitten. Er wurde im Krankenhaus medizinisch versorgt.