Autos auf der Autobahn (Symbolfoto) Foto: Imago Images/Friedrich Stark

Drängler auf der Autobahn sind ohnehin schon ein Problem - doch ein 63-Jähriger in seinem SUV hat es am Mittwochnachmittag auf der A4 in Thüringen so richtig übertrieben. Um sein Nutzungsrecht für die linke Spur zu untermauern zückte er sogar eine Waffe.

Anlass der Bedrohung war laut Polizeibericht offenbar gewesen, dass ein 20-Jähriger VW-Fahrer nach einem Überholvorgang nicht schnell genug von der linken Spur heruntergefahren sei. Schon während des Überholvorgangs war der 63-Jährige sehr dicht aufgefahren. Als der Kleinwagenfahrer, ihm danach keinen Platz gemacht hatte, brannten ihm offenbar die Sicherungen vollends durch. Er scherte nach rechts aus, fuhr neben den jungen Mann, richtete eine Waffe auf ihn und hielt die Position, ehe er schlussendlich überholte und Richtung Dresden davonrauschte.

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An der Landesgrenze zu Sachsen wurde der Mann laut Polizei dann gestellt. Im Handschuhfach fanden die Beamten eine Gasdruck-Pistole und stellten diese sicher. Gegen den 63-Jährigen wird wegen des Verdachts der Bedrohung und Nötigung ermittelt. Auf den 20-Jährigen kommt eine Ordnungswidrigkeitsanzeige zu, weil er die linke Spur nicht freigemacht hatte, obwohl ihm das möglich gewesen wäre.