Die Seitenfront des Linienbusses ist komplett zerborsten. Foto: dpa/Blaulichtnews.de

Die komplette Fensterfront eines Linienbusses ist zerborsten. Nicht weit davon steht ein zerstörter VW Passat. Das sind die Überreste eines dramatischen Unfalls, der sich am Samstagabend auf einer Straße zwischen Mözen und Leezen in der schleswig-holsteinischen Provinz ereignete.  Während eine Jugendliche (16) bei dem Unfall ums Leben kam, verschwand der Unfallfahrer zunächst vom Unfallort.

Der Notruf ging am Samstagabend gegen 20.30 raus. Nach ersten Erkenntnissen kam der Fahrer des schwarzen Passats aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab, geriet in die Böschung und krachte mit der rechten Seite gegen einen Baum. Dabei wurde er offenbar durch die Luft geschleudert, drehte sich und landete mit seinem Heck in der Fensterfront des Linienbusses. Das Trümmerfeld des Unfalls erstreckt sich über mehrere hundert Meter.

Der Unfallwagen verblieb am Unfallort. Der Fahrer flüchtete offenbar. Foto: dpa/Blaulichtnews.de

Eine Jugendliche (16), die im Bus gesessen hatte, verstarb nach Angaben der Feuerwehr noch am Unfallort. Vier weitere Insassen des Busses mussten mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Und auch fünf weitere, unverletzte Passagiere mussten zunächst durch den Rettungsdienst betreut werden. Die Polizei sprach von sieben verletzten und einer unverletzten Person.

Vom Fahrer des Passats fehlte jedoch bereits beim Eintreffen der Rettungskräfte jede Spurt. Laut einem Sprecher der Kreisfeuerwehr Segeberg sei sofort eine Suche mittels Wärmebildkameras und einem Polizeihubschrauber eingeleitet worden, doch auch die blieb zunächst ohne Erfolg. Laut der Polizei meldete sich der Unfallfahrer am Sonntagmorgen über seinen Anwalt bei den Behörden. Es soll sich demnach um einen 20-Jährigen aus dem Landkreis Segeberg handeln.

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Wie die „Bild“ zudem berichtet, erschien noch am Abend der Vater der toten Jugendlichen am Unfallort. Er hatte demnach das Mobiltelefon seiner Tochter geortet, nachdem er beunruhigt darüber gewesen ist, dass sie noch nicht zu Hause war. Als ihm aufgefallen war, dass sich der Standort seiner Tochter nicht veränderte, machte er sich auf den Weg. Als er an der Unfallstelle ankam, war seine Tochter bereits tot. Die Familie wurde anschließend von Krisenhelfern betreut.