Irgendwo da draußen gibt es intelligentes Leben. Forscher gehen von mehr als 30 Zivilisationen in der Milchstraße aus. Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Diese Frage beschäftigt schon Kinder. Spätestens dann, wenn sie mit den verschiedenen intelligenten Lebensformen aus Scince-Fiction-Abenteuern wie  "Star Wars" in Berührung kommen: Gibt es intelligentes Leben außerhalb der Erde? Forscher sagen ja: Allein in unserer Heimatgalaxie könnte es nach einer Schätzung  rund 36 intelligente Zivilisationen geben.

Doch die Forscher liefern auch gleich einen Wehrmutstropfen mit: Die Entdeckung von und Kommunikation mit diesen Außerirdischen sei mit aktueller Technik auf der Erde jedoch sehr schwierig. Schließlich betrage der mittlere Abstand zwischen diesen Zivilisationen rund 17.000 Lichtjahre betrage, betonen Tom Westby und Christopher Conselice von der Universität Nottingham. Sie stellen ihre Abschätzung im Fachblatt „The Astrophysical Journal“ vor. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht - und damit beispielsweise auch ein Funkspruch - in einem Jahr zurücklegt.

Die beiden Forscher hatten sich gefragt, wie viele kommunizierende extraterrestrische Intelligenzen (CETI) es in der Milchstraße wohl geben könnte, die sich im Prinzip durch ihre Funksignale aufspüren lassen könnten. „Die Idee ist, die Evolution im kosmischen Maßstab zu betrachten“, erläuterte Conselice. „Unter der Annahme, dass es wie auf der Erde rund fünf Milliarden Jahre dauert, bis sich intelligentes Leben auf anderen Planeten entwickelt, sollte es zumindest ein paar Dutzend aktive Zivilisationen in unserer Galaxie geben.“

Die Forscher wollen Rückschlüsse auf die Erde ziehen

Für ihre Abschätzung betrachteten die Wissenschaftler den Anteil sonnenähnlicher Sterne in der Milchstraße mit erdähnlichen Planeten in ihrer bewohnbaren Temperaturzone. Zudem setzten sie als mittlere Lebensdauer einer kommunizierenden Zivilisation 100 Jahre an, solange existiert Funkkommunikation auf der Erde. „Wir kalkulieren, dass es rund 36 aktive Zivilisationen in unserer Galaxie geben sollte“, so Westby.

Die Fahndung nach den Außerirdischen in unserer weiteren kosmischen Umgebung könne uns auch Hinweise auf das Schicksal unserer eigenen Zivilisation liefern, meinen die Forscher.„ Wenn wir feststellen, dass intelligentes Leben häufig ist, würde das aufzeigen, dass unsere Zivilisation deutlich länger als ein paar Jahrhunderte existieren kann“, erläuterte Conselice. „Anderenfalls, wenn wir feststellen, dass es keine aktiven Zivilisationen in unserer Galaxie gibt, ist das ein schlechtes Zeichen für unsere eigene dauerhafte Existenz.“