Söckchen ist ein Walliser Schwarznasenschaf (Symbolbild). Frank Molter/dpa

Mit einer Herzdruckmassage ist einem Schaf in einem Tierpark in Bayern das Leben gerettet worden. „Bei dem erst wenige Monate altem Tier war kein Herzschlag mehr feststellbar und die Zunge war bereits blau angelaufen“, sagte die Leitende Tierpflegerin des Wildparks Schloss Tambach im oberfränkischen Weitramsdorf, Nicole Seifferth, am Donnerstag. Außerdem sei bei dem Walliser Schwarznasenschaf ein Klumpen im Magenbereich tastbar gewesen, der auf die Luftröhre gedrückt habe. Mehrere Medien hatten über den Fall berichtet.

Wiederbelebung ähnlich wie bei einem Menschen

„Die Wiederbelebung bei einem Schaf verläuft eigentlich ähnlich wie bei einem Menschen, man führt eine Herzdruckmassage durch“, schilderte Seifferth. Die Reanimation sei bei dem Schaf namens Söckchen nach dem Vorfall am vergangenen Donnerstag erfolgreich verlaufen. Außerdem sei es zeitgleich gelungen, den Klumpen im Magen wegzudrücken, sodass das Tier wieder Luft bekommen habe.

Das Schaf habe sich von dem Schock bereits erholt. In dem Park dürfen die Besucher viele Tiere selbst füttern – allerdings nur mit dem Wildfutter, das der Park verkauft. Es komme aber leider immer wieder vor, dass Besucher trotzdem eigene Sachen verfütterten. Dies sei wohl bei dem Schaf der Fall gewesen. Am selben Tag habe außerdem in einem anderen Gehege Vierhornschafbock Charles Schaum vor dem Mund gehabt. Das Tier werde derzeit mit Medikamenten behandelt und mache eine Futterdiät.