Ein Polizeifoto von Dutch Schulz. Foto: NYPD

Seit fast 90 Jahren jagen Abenteurer den sagenumworbenen Schatz eines berüchtigten Gangsters. Dutch Schultz soll in den 30er-Jahren sein Vermögen an einem geheimen Ort vergraben haben. Jetzt behaupten zwei kanadische Schatzsucher, dass sie wissen, wo sich die Truhe mit Gold und Schmuck befindet. In der Nähe der Kleinstadt Phoenicia im Catskills-Gebirge des Bundesstaats New York.

Schultz wuchs als Arthur Simon Flegenheimer in den Slums der Bronx auf. In den 1920er-Jahren erwarb er sich als der „Bier-Baron der Bronx“ einen Namen, indem er illegal gebrauten Gerstensaft vertrieb. Genauer gesagt zwangen Schultz und sein Partner Joey Noe die Barbesitzer von New York mit Gewalt, ihr Produkt zu vertreiben. Wer sich weigerte, wurde zusammengeschlagen.

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Schultz, der aussah wie ein arbeitsloser Buchhalter, war als Geizhals bekannt. Er sparte sich sein Vermögen zusammen. Als er erfuhr, dass ihm wie Al Capone ein Prozess wegen Steuerhinterziehung gemacht werden könnte, soll er sein Vermögen – nach heutigem Wert 150 Millionen Dollar – versteckt haben. Vergraben in einer Metallkiste. Am 23. Oktober 1935 wurde Schultz von einem Auftragskiller rivalisierender Gangsterbanden in New York in seinem eigenen Restaurant in Newark angeschossen und starb am nächsten Tag.

Steve Zazulyk und Ryan Fazekas behaupten jetzt in einer neuen Dokumentation – Titel: „Geheimnisse der Toten: Gold des Gangsters“ – dass sie mithilfe von Metalldetektoren zwei Goldmünzen aus dem Jahr 1903 entdeckt haben, die zu Schultz’ Schatz gehören. Sie fanden sie in einem Bachbett, nur zwei Kilometer von Phoenicia entfernt.

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Der „New York Post“ verriet Zazulyk: „Wir haben von Storys erfahren, wonach Schultz und seine Gang unterirdische Tunnel in der Gegend angelegt haben.“ Sie berufen sich auf das Tagebuch eines Leibwächters von Schultz, der von vergrabenen Goldmünzen schreibt. Und die letzten Worte von Schultz auf seinem Sterbebett wiedergibt, wonach der Gangster nach Phoenicia gefahren werden wollte, um dort „Bonds aus der Kiste zu holen und sie einzulösen“.

Zazulyk und Fazekas erhoffen sich durch ihre Doku neue Informationen, die sie zum genauen Ort des Schatzes führen könnten.