Ein indisches Paar besiegelt den Bund fürs Leben. Allerdings sind Küsse der Frischvermählten vor Gästen in Indien tabu.
Ein indisches Paar besiegelt den Bund fürs Leben. Allerdings sind Küsse der Frischvermählten vor Gästen in Indien tabu. Imago/Artyom Geodakyan

Es sollte der schönste Tag in ihrem Leben werden. Doch kaum war eine 23-jährige Inderin mit ihrem Mann verheiratet, machte sie schon Schluss mit ihm. Dafür holte die Braut sogar die Polizei zur Hilfe, um sich von ihrem frisch angetrauten Gatten zu trennen. Der Grund war eigentlich eine Liebesbezeugung – nichts weiter als ein Kuss!

Doch die junge Frau fühlte sich auf der eigenen Hochzeit von ihrem Bräutigam belästigt. Der Kuss ihres drei Jahre älteren Mannes sei nicht aus Liebe geschehen. Die Braut meint, ihr Bräutigam habe sie auf der Feier vor knapp 300 Gästen nur deshalb geküsst, um eine Wette mit seinen Freunden zu gewinnen, berichtete Times of India am Donnerstag.

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Nun zweifle die Frau den Charakter ihres Gatten an. Denn Küsse gehören auf indischen Hochzeiten nicht dazu – schon gar nicht vor älteren Verwandten und anderen Gästen. Auch generell ist in Indien das Küssen in der Öffentlichkeit für viele tabu. Bereits zuvor habe der Mann sie unangemessen berührt, sagte die Frau dem Bericht zufolge aus.

Braut trennt sich nach Kuss: Polizei versuchte noch zu vermitteln

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Die Polizei habe versucht, zwischen den Eheleuten zu vermitteln, die Braut sei aber bei ihrer Meinung geblieben. Daraufhin endete die Feier. „Ihn interessierte mein Selbstwertgefühl nicht, und er verhielt sich schlecht vor mehreren Gästen“, sagte die Frau laut Times of India. „Wie wird er sich in der Zukunft verhalten? Ich habe entschieden, nicht mit ihm zu gehen.“

Laut Polizei ist das Paar inzwischen eigentlich schon verheiratet, weil die Hochzeitsrituale abgeschlossen wurden. Man wolle aber erst einmal abwarten, wie es in der Sache weitergehe.

In Indien sind die meisten Ehen arrangiert. Liebesehen sind nach wie vor selten – und so kennen sich Paare vor der Heirat nicht immer sehr gut.