Laut dem Bericht wirft der anonyme Verfasser des Drohschreibens Illner vor, sich für die „Abschaffung der Scheißdeutschen“ zu engagieren. Foto: imago images / Jürgen Heinrich

Nachdem mehrere Politikerinnen und die Berliner Kabarettistin Idil Baydar rechtsextreme Morddrohungen erhielten, hat nun offenbar auch TV-Moderatorin Maybrit Illner eine mit „NSU 2.0“ unterzeichnete Droh-Mail bekommen. Das berichtet die Hessenschau.

Laut dem Bericht wirft der anonyme Verfasser des Drohschreibens Illner vor, sich für die „Abschaffung der Scheißdeutschen, die Vernichtung der Kartoffelkultur und für den Bevölkerungsaustausch“ zu engagieren. Der Verfasser deutet an, bereits mehrere rechtsextreme Mails verfasst zu haben und Polizist zu sein.

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Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass unter anderem NSU-Opferanwältin Basay-Yildiz, Linken-Fraktionschefin Janine Wissler, und die Berliner Kabarettistin Idil Baydar rechtsextremistische Drohmails erhalten hatten, die mit „NSU 2.0“ unterzeichnet waren. In allen Fällen waren sensible Daten der Empfängerinnen von Polizeicomputern in Frankfurt beziehungsweise Wiesbaden abgerufen worden.

Die Drohungen richteten sich auch an die stellvertretende Bundesparteivorsitzende der Linken Martina Renner sowie die Berliner Fraktionsvorsitzende Anne Helm und die Berliner Bundestagsabgeordnete Helin Evrim Sommer.