Ein  Löwe hat im Zoo Osnabrück eine Frau attackiert.  Foto: dpa/David Taneèek/CTK

Löwen-Angriff im Zoo Osnabrück. Eine Pflegerin ist beim Reinigen des Geheges von einem Raubtier angegriffen worden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.  

Im Zoo Osnabrück kam es zu der Attacke.  Foto: dpa/picture alliance

Zu der Attacke soll am Sonntag um 11.30 Uhr gekommen sein. Die Pflegerin, gerade 25 Jahre alt, soll bei dem Angriff verletzt worden sein. Über die Schwere lagen zunächst keine Informationen vor.

Im November 2020 erkundeten die Löwen ihre neues Außengehege.  Foto: Zoo Osnabrück

Fünf Löwen im Zoo Osnabrück

Die Polizei bestätigte den Vorfall.  Die Tierpflegerin habe Glück im Unglück gehabt. Es hätte noch viel schlimmer ausgehen können, heißt es. Nachdem festgestellt worden sei, dass kein Fremdverschulden vorlag, werde nicht weiter ermittelt. „Es handelt sich um einen Arbeits- oder Betriebsunfall“, sagte ein Sprecher. Wegen des Corona-Lockdowns ist der Zoo derzeit für die Öffentlichkeit geschlossen.

Im Zoo Osnabrück werden fünf Löwen gehalten. Drei kastrierte Männchen: Amani, Mahiri und Kipangi, die Löwen-Dame Shaba und der Rudelanführer Nakuru. Welches der Tiere die Pflegerin angegriffen hat, ist noch nicht klar.  Die Außenanlage für die Löwen mit Wasserlauf, Grasflächen und Sandkuhle ist nagelneu. Sie wurde erst im November 2020 eröffnet. 

Die Löwen im Osnabrücker Zoo auf einem Archivbild.  Foto: dpa/picture alliance

Elefantenbaby in Osnabrück eingeschläfert 

Es ist bereits die zweite tragische Geschichte, mit der der Zoo in dieser Woche Schlagzeilen macht. Erst in der vergangenen Woche wurde hier ein kleines Elefantenbaby geboren, das Tage später aber eingeschläfert werden musste. Die Stimmung im Zoo sei sehr bedrückt, hieß es in einer Mitteilung des Parks.

„Der kleine Bulle kam Donnerstag zur Welt, aber er wollte einfach nicht bei seiner Mutter trinken, hatte nun bereits starken Durchfall und wurde immer schwächer“, sagte Andreas Wulftange, der zoologische Leiter. „Wir haben alles versucht, auch mit Unterstützung vieler Experten, aber nun mussten wir unsere Verantwortung wahrnehmen, damit das Tier nicht unnötig leidet.“ Deutschlandweit trauerten Tierfreunde um das Tier.