In Lübeck wurden vermutlich 50 Menschen mit einem selbst hergestellten Vakzin geimpft (Symbolbild). dpa/Christoph Schmidt

Am Flughafen Lübeck haben Polizei und Stadt am Sonnabend eine unzulässige Impfaktion mit großem Andrang beendet. Es bestehe der Verdacht, dass der Impfstoff nicht zugelassen ist und das Impfen damit eine Straftat nach dem Arzneimittelgesetz darstellt, teilte die Polizeidirektion Lübeck am Abend mit. 50 Personen seien wahrscheinlich damit gespritzt worden, bevor die Aktion von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst gestoppt worden sei.

50 Personen mit Vakzin „Marke Eigenbau“ geimpft

Bei Eintreffen der Beamten hätten sich etwa 80 Personen vor dem Flughafengebäude aufgehalten, weitere Menschen seien zugeströmt. Etwa 150 Impfwillige seien sich in der Abfertigungshalle gewesen. Geimpft wurde in einem zu diesem Zweck hergerichteten Büroraum. Flugverkehr gab es nicht.

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Die Beamten stellten Impfproben, genutzte Spritzen sowie Impflisten sicher und nahmen von den anwesenden Personen die Personalien auf. Weitere Detailangaben würden zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht, hieß es weiter.

Polizisten stellen Impflisten sicher

Der Flughafen gehört dem Unternehmer und promovierten Mediziner Winfried Stöcker, der einen eigenen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt hat. Im April 2020 hatte sein Büro bestätigt, dass er diesen im Selbstversuch erforscht.