Marni Jo Snyder als Anwältin im Gerichtssaal. Foto: privat

Oh Baby! Ein ungewöhnliches Gerichtssaal-Drama – das nichts mit dem laufenden Mordverfahren zu tun hatte. Denn bei der Verteidigerin Marni Jo Snyder platzte mitten im Kreuzverhör die Fruchtwasserblase.

Snyder war in der 38. Wochen schwanger gewesen. Was die Juristin aus Philadelphia nicht davon abgehalten hatte, mit ihrem Ehemann Stephen Steward Jr. (32) als Beisitzer zur Arbeit zu erscheinen. Die 38-Jährige verhörte im Municipal Court von Richter James DeLeon gerade den letzten Zeugen, als sie „etwas feuchtes an meinem Oberschenkel langlaufen fühlte.

Marni Jo Snyder mit ihrem Sohn Stephen. Foto: Privat

„Today.com“ verriet sie: „Mein Mann und ich hatten gescherzt, dass unser Kind hoffentlich nicht als Überraschungszeuge im Gerichtssaal auftaucht. Und plötzlich das! Meine Schuhe waren sogar schon nass.“ Dennoch blieb Snyder ganz cool. Nach kurzer Beratung mit ihrem Mann führte der an der Stelle seiner Frau das Verhör noch zu Ende. Snyder: „Meine Wehen waren noch nicht sehr stark und ich habe mich einfach hingesetzt. Wir haben allerdings dem Richter mit einer Nachricht Bescheid gesagt, warum wir gewechselt haben. Er ist merklich blass geworden.“

Nach 45 Minuten wurde der Prozess für den Tag unterbrochen und Steward fuhr seine Frau direkt in den Kreissaal. Dort kam Sohn Stephen Stewart III am nächsten Morgen zur Welt. Snyder: „Ich habe mir ja immer ausgemalt, dass mein Sohn eines Tages mit mir zu Arbeit kommt. Scheinbar konnte er es kaum erwarten.“