Ein Landschaftsgärtner präsentiert den Hühnermist, mit dem die Bevölkerung aus dem Park ferngehalten werden soll. AP/Johan Nilsson

Die US-Metropole New York ist die bei weitem am stärksten vom neuartigen Coronavirus betroffene Stadt der Welt. Bis Sonntag wurden 172.000 Fälle offiziell bestätigt. Mit Antikörpertests versuchen die Behörden einen Überblick über die Lage zu bekommen. Erste Ergebnisse wurden nun veröffentlicht.

Wie Gouverneur Andrew Cuomo mitteilte, geht aus einer ersten Stichproben-Studie hervor, dass bereits jeder fünfte New Yorker mit dem Virus infiziert gewesen sein könnte. Demnach seien im besonders heftig betroffenen und eher ärmeren Stadtteil Bronx bei zufälligen Stichproben bei 27,6 Prozent der Getesteten Antikörper festgestellt worden. Im reicheren Manhattan  war dies bei 17,3 Prozent der Stichproben der Fall.

Coronavirus: Wie viele Menschen sind wirklich infiziert?

Die Studie deutet darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Menschen, die sich bereits mit dem Coronavirus infiziert hatten, zehnmal höher sein könnte als bisher angenommen. Wie sicher das ist, ist unklar. Die aktuellen Antikörperstudien befinden sich noch ein einem frühen Entwicklungsstadium. Allerdings zeigten Reihentests in Russland ähnliche Ergebnisse. So sind in Moskau offiziell 62.000 Menschen infiziert. Laut einer Studie sollen es hochgerechnet aber wohl schon 250.000 sein, so Bürgermeister Sergej Sobjanin.

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Der Bürgermeister der brasilianischen Millionenstadt Manaus, Arthur Virgilio Neto, hat im Kampf gegen das Coronavirus derweil die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg um Hilfe angerufen. Er sorgt sich um die sogenannten Waldschützer, die indigene Bevölkerung im Amazonasgebiet. Thunberg selbst hatte bereits in einem Tweet auf die missliche Lage der indigenen Bevölkerung hingewiesen. Viele der 500 Corona-Todesopfer in der Region gehören zu ihnen.

Der Bürgermeister von Manaus (Brasilien) erhofft sich Hilfe von Greta Thunberg (Foto)
dpa/Jessica Gow

In Thunbergs Heimat Schweden wurde erst spät und vergleichsweise lasch auf das Virus reagiert. In der Stadt Lund wollte man vor der Walpurgisnacht aber auf Nummer sicher gehen, und Feiern im Park einen Riegel vorschieben. Damit das gelingt, wurde eine Tonne Hühnermist auf den Rasenflächen verteilt. „Hühnermist riecht einfach furchtbar“, sagte Lunds Umwelt-Stadtrat Gustav Lundblad. „Es ist nicht sehr angenehm, in diesem Gestank herumzusitzen und Bier zu trinken.“