Amber Heard und ihr damaliger Ehemann beim Palm Springs International Film Festival in Kalifornien Foto dpa

Schock für Amber Heard. Sie hat in ihrem Gerichtskampf gegen Johnny Depp eine wichtige Verbündete verloren, auf die sie im Prozess gebaut hatte. Die Schauspielerin ist seit vielen Jahren mit der britischen Frauenrechtlerin und „MeToo“-Verfechterin Amanda de Cadenet befreundet. Die 46-Jährige war ein Trumpf in Ambers Ärmel für ihre Behauptung, vom „Pirat der Karibik“ in der Ehe misshandelt worden zu sein. Das bestreitet Depp vehement und hat seine Ex-Frau deshalb vor dem Gericht in Virginia wegen Verleumdung auf 50 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt.

Doch in einer bei Gericht eingereichten Erklärung zieht de Cadenet jetzt ihre Bereitschaft zurück, als Zeugin für Heard auszusagen. Als Begründung gibt sie an, dass sie „entsetzt und geschockt war zu hören, wie Amber mit Johnny gesprochen hat.“ Sie bezieht sich auf Mitschnitte von Gesprächen der Eheleute, die von der „Daily Mail“ veröffentlicht wurden. Auf denen beleidigt Heard den 57-Jährigen aufs Übelste und gibt zu, ihn geschlagen und mit Gegenständen beworfen zu haben.

Eine Bekannte von De Cadenet: „Amanda fühlt sich von Amber benutzt und getäuscht. Sie hofft aber, dass Amber die Hilfe bekommt, die sie braucht und dass sie sich am Ende mit der anderen Seite gütlich einigt.“

Die beiden hatten sich 2011 bei gemeinsamen Dreharbeiten zu dem Film „The Rum Diary“ kennengelernt und Anfang 2015 geheiratet. Depp war in den 1980er Jahren kurz mit einer Visagistin verheiratet. Mit seiner langjährigen Partnerin, der französischen Schauspielerin und Sängerin Vanessa Paradis, hat Depp zwei Kinder.