Multimilliardär Brian Armstrong. Foto:GiveCrypto

Bill Gates Weg zum Milliardär startete in seiner Garage. Brian Armstrong hat einen ähnlichen Werdegang. Der CEO der Cryptowährungs-Börse „Coinbase“ startete sein Unternehmen in seinem Zweizimmer-Appartement in San Francisco. Seit Mittwoch ist er ein Multimilliardär.

Lesen Sie auch: Betrüger verrät Passwort nicht: Behörde kommt nicht an Bitcoin-Millionen

Armstrong und sein Partner Fred Ehrsam waren nach eigener Aussage „Crypto-Nerds“, die Bitcoin und andere Cryptowährungen als die Zukunft der Geldgeschäfte sahen. Armstrong hatte laut eines Interviews im „Wall Street Journal“ bereits 2010 zum ersten Mal von Bitcoin gehört, „und das Konzept war mir danach nie wieder aus dem Kopf gegangen.“ Er traf auf Ehrsahm im Online-Forum Reddit. Auf Twitter schrieb Ehrsam dazu: „Wir haben ‚Coinbase‘ aufgemacht, als Bitcoin gerade mal 6 Dollar wert war und fast völlig unbekannt. Wir wollten es für alle Menschen einfacher machen, Cryptowährung zu besitzen. Unsere Anfänge waren alles andere als glamourös, und viele fanden die Idee von digitalem Geld einfach nur crazy.“

Coinbase bei seinem Börsengang. Foto: AP Photo/Richard Drew

Die beiden Idealististen arbeiteten täglich 16 Stunden, sieben Tage die Woche, um „Coinbase“ erfolgreich werden zu lassen. Heute hat das Unternehmen 1700 Mitarbeiter. Nachdem es Mittwoch an der US-Börse Nasdaq seine Premiere feierte, schnellten die Aktienpreise auf 328 Dollar pro Stück. Das bedeutet, der Marktwert liegt bei um die 85 Milliarden Dollar.

Lesen Sie auch: Bitcoin zieht mit Gold gleich: Wie nachhaltig ist die Kryptowährung?

Armstrong besitz einen 20-prozentigen Anteil an seiner Firma, weshalb sein Vermögen innerhalb von neun Stunden Börsenhandel um gut 15 Milliarden Dollar nach oben schnellte. Wie Gates hat auch er eine philanthropische Ader. Der 38-Jährige hat bereits über eine Million Dollar an seine Stiftung „GiveCrypto“ gespendet, die mit digitalen Geldspenden Armut auf der ganzen Welt bekämpft. Und er hat sich bereits 2018 der „Giving Pledge“-Initiative angeschlossen, die von Gates und Warren Buffet ins Leben gerufen wurde. Diese versucht die Milliardäre dieser Welt zu verpflichten, den Großteil ihres Vermögens noch zu Lebzeiten für gemeinnützige Zwecke zu spenden.

Armstrong liebt seine Privatsphäre. Über sein Privatleben ist so gut wie nichts bekannt. Außer, dass er sich um seine Sicherheit zu fürchten scheint. Denn laut öffentlich zugänglichen Firmenzahlen von „Coinbase“ investierte das Unternehmen 1,8 Millionen Dollar für „Securitymaßnahmen“, um die Sicherheit vom Boss zu garantieren.