Flaschen mit chemischem Kampfstoff auf Baustelle gesichert dpa/Polizeipräsidium Neubrandenburg

Auf einer Großbaustelle im Ostseebad Ahlbeck sind Kisten mit Flaschen gefunden worden, die chemische Substanzen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs enthielten. Wie eine Polizeisprecherin sagte, handelt es sich um eine größere Menge Tonflaschen, auf denen die Aufschrift „Nur mit Gasmaske“ steht.

Wegen eines zusätzlichen „undefinierbaren Geruchs“ sei der Munitionsbergungsdienst angerückt. Ein Gefahrgutzug der Feuerwehr wurde alarmiert, der in Spezialkleidung die Flaschen samt Inhalt in Spezialbehältern gesichert hat.

Substanz ist „gesundheitlich bedenklich“

Der alarmierte Munitionsbergungsdienst habe die Substanzen untersucht, sagte die Sprecherin. Demnach handele es sich um einen Reizstoff, der in der einstigen Wehrmacht zum Testen der Dichtheit von Gasmasken eingesetzt worden sein soll. Er sei als „gesundheitlich bedenklich“ eingestuft. Die Substanzen sollen kleinere Mengen an Phosgen und Blausäure enthalten.

An der Baustelle in dem Kaiserbad auf der Insel Usedom soll eine neue Hotelanlage entstehen. Die Bergung, bei der noch weitere Kisten mit solchen Flaschen gefunden wurden, dauerte mehrere Stunden. Ein Rettungswagen war sicherheitshalber geordert worden, musste aber nicht eingesetzt werden.

Die Kampfmittel sollten noch am Mittwoch entsorgt werden.