Meteoritenschauer am nächtlichen Sternenhimmel Perseiden (Archivbild) imago/Ingo Wächter

Schaulustigen und Sternenguckern wird ein Feuerwerk geboten: Die Sternschnuppen der Perseiden sind in der ersten Augusthälfte teils im Minutentakt am Nachthimmel zu sehen. Und die Voraussetzungen für einen Blick auf das Spektakel sind gut: „Dieses Jahr sind die Bedingungen besonders günstig, denn der Mond geht bereits am späten Abend unter“, heißt es bei der Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland. Damit helle sein Licht den Nachthimmel nicht auf und störe nicht den Blick auf die verglühenden kosmischen Staubteile. „Unter optimalen Bedingungen kann man so alle ein bis zwei Minuten einen Meteor über den Himmel huschen sehen.“

Viele Sternschnuppen in Richtung Osten

Der Höhepunkt des Meteorstroms wird den Sternfreunden zufolge in den Nächten zum 12. und 13. August erwartet. Wer dann bei klarem Himmel nach Mitternacht in Richtung Osten schaut, könnte Dutzende Sternschnuppen pro Stunde sehen.

Und die Bedingungen sollen laut der Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) nicht schlecht sein. In Teilen  Deutschlands werden in den Nächten keinen störenden Wolken aufziehen. „In der Nacht zum Donnerstag sieht es vielerorts gut aus. Es ist wolkenfrei oder nur leicht bewölkt“, hieß es vom DWD. Im Nordwesten und Norden könnte allerdings das Wetter den Schaulustigen einen Strich durch die Rechnung machen. Auch in der folgenden Nacht gibt es an der Nordseeküste Wolken. Unklar sei, wie weit diese ins Landesinnere ziehen. Die besten Chancen auf einen Blick auf die Sternschnuppen gebe es im Osten und Süden, wobei am Alpenrand im Laufe der Nacht Wolken und Niederschläge die Sicht zum Sternenhimmel vereiteln könnten.

Krümel des Kometen 109P/Swift-Tuttle verglühen in der Atmosphäre

Die Perseiden scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, doch sie sind eine Wolke von Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle, in die die Erde jedes Jahr auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne eintaucht. Der Komet wurde nach Angaben der Sternfreunde am 19. Juli 1862 unabhängig voneinander von Lewis Swift und Horace Tuttle entdeckt und braucht für einen Umlauf um die Sonne rund 133 Jahre. Das nächste Mal dürfte er von der Erde aus im Jahr 2126 sichtbar werden.

Was in der Erdatmosphäre verglüht, sind Brösel des Kometen, die er auf seiner Umlaufbahn verliert. Jedes Jahr im August kreuzt die Erde diese kosmische Trümmerspur, und die Kometenpartikel fallen auf die Atmosphäre wie Regentropfen auf eine Autoscheibe. Sie verglühen dann 100 bis 80 Kilometer über der Erdoberfläche. Einige Partikel seien hell genug, um sie selbst bei störendem Licht in Großstädten sehen zu können.