90 Millionen Euro gehen nach Ostwestfalen, doch der Siegertipper hat sich noch nicht gemeldet. Foto: dpa/Federico Gambarini

Da wird doch nicht jemand seinen Lottoschein verbummelt haben? Am Freitagabend gewann ein Tipper aus Ostwestfalen den auf 90 Millionen Euro angewachsenen Eurojackpot. Doch bis zum Montagabend meldete sich der Gewinner noch nicht. Wird dieser Fall eine ähnliche Pechvogel-Geschichte wie die des deutschen Bitcoin-Millionärs, der sein Passwort vergessen hat?

Mit den Nummern 10, 19, 32, 36, 46 und den beiden Zusatzzahlen 4 und 6 hatte ein Tipper aus Ostwestfalen bei einem Einsatz von 18.75 Euro gewonnen. Woher genau der Tipper oder Tipgemeinschaft kommt, verriet Westlotto allerdings noch nicht. Aus Diskretionsgründen wolle man mehr nicht sagen, heißt es vonseiten der staatlichen Lotterie. 

Es ist bereits das zweite Mal, dass der maximal gefüllte Eurojackpot von 90 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen geht. „Das ist einfach Spielglück“, sagte Westlotto-Sprecher Bodo Kemper. Die Chance, den Eurojackpot zu knacken beträgt 1 zu 95 Millionen. Solche Wahrscheinlichkeiten kann das menschliche Gehirn laut Experten nicht begreifen. Bildliche Vergleiche können aber verdeutlichen, wie viel Glück es für einen solchen Coup braucht: So ist die Chance bei der Lotterie in 18 europäischen Ländern komplett abzuräumen etwa genauso klein, wie die Wahrscheinlichkeit auf einem ganzen Fußballfeld mit verbundenen Augen zwei rot markierte Grashalme zu finden.

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Dass sich Lottogewinner aus NRW Zeit lassen, hat übrigens beinahe Tradition. Der Tipper, der im vergangenen Jahr die 90 Millionen Euro gewann, meldete sich erst einen Monat nach der Ziehung. Genug Zeit bleibt dem Gewinner übrigens, sich zu melden - oder seinen Schein zu finden: Lottogewinne verfallen frühestens nach drei Jahren.