Die Auktion von Burgunderweinen im Hospiz des französischen Beaune am 13. Dezember.   Foto: AFP/ Philippe Desmazes

Unter dem Eindruck der Corona-Krise ist bei der berühmtesten Weinversteigerung der Welt ein Rekordpreis erzielt worden. Bei der Auktion von Burgunderweinen am Sonntag im Hospiz des französischen Beaune brachte das sogenannte Präsidentenstück, ein 228-Liter-Fass der Edelsorte Clos de la Roche Grand Cru, 780.000 Euro ein. Erworben wurde es von einem chinesischen Käufer.

Der bisherige Rekordpreis für das Präsidentenstück lag bei 480.000 Euro und war im Jahr 2015 erzielt worden. Der Erlös aus dem Präsidentenstück geht traditionell an wohltätige Zwecke. In diesem Jahr fließt er an Gesundheitspersonal, das im Kampf gegen die Corona-Pandemie im Einsatz ist.

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Mit der Auktion würden all die Mitarbeiter des Gesundheitswesens geehrt, die in Frankreich und der Welt „Tag und Nacht gegen diese Epidemie kämpfen“, erklärte der Käufer, der anonym bleiben wollte. Die berühmte Weinauktion hatte ursprünglich bereits am 15. November stattfinden sollen, war aber wegen der Pandemie verschoben worden. Nur 171 Käufer waren vor Ort, normalerweise sind es etwa 600.